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Nauen Verwaltung lehnt Zusammenarbeit mit Tierschutzbund ab
Lokales Havelland Nauen Verwaltung lehnt Zusammenarbeit mit Tierschutzbund ab
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12:39 13.03.2019
Fundtiere sind auch in anderen Kommunen ein Thema. Quelle: E. Schütze
Nauen

Zwischen der Stadt Nauen und dem Verein Tier- und Naturschutzbund Berlin-Brandenburg (TNBB) mit Sitz in Nauen wird es nicht zu einer Vereinbarung über die Aufnahme von Fundtieren sowie zur Kastration von Tieren kommen.

Der Verein hatte sein Angebot, das er auf Vermittlung des Stadtverordneten Raimond Heydt (Piraten) abgegeben hatte, unlängst zurückgezogen. Aber die Stadt hätte ihrerseits ohnehin auf einen Abschluss verzichtet, wie Ordnungsamtsleiterin Ilona Pagel jetzt sagte.

„Die Verwaltung hat das Angebot überprüft und festgestellt, dass der Verein hinsichtlich der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit unzuverlässig ist“, sagte sie kürzlich im Ordnungsausschuss. Dies gehe unter anderem aus der Internetseite des Vereins hervor. Danach sei dieser ständig von Insolvenz bedroht und auf Spenden angewiesen.

Stadt fürchtet Insolvenz

„Wir sollten keinen Vertrag eingehen, wenn die Gefahr besteht, dass der Verein die Tiere nicht versorgen kann“, so Ilona Pagel. Denn wenn es zu einer Insolvenz käme, dann „hätten wir das Problem“. Dann würden die Tiere, die in dem Moment nicht mehr herrenlos sind, an die Stadt zurückgehen, da diese Vertragspartner ist.

Die Verwaltung habe sich zudem nicht nur auf der Internetseite informiert, entgegnete Ilona Pagel auf einen entsprechenden Vorwurf von Heydt. Man habe auch beim Veterinäramt und Finanzamt nachgefragt, wenn auch mit unterschiedlichem Erfolg.

Die Amtschefin wirft dem Verein vor, dass er beispielsweise Tiere nach Hundehalterverordnung nicht gemeldet habe. „Wenn wir einen Vertrag abschließen, dann muss es auch eine rechtskonforme Umsetzung geben.“

Verein: Stadt will kein Geld ausgeben

Gary Koch vom Vereinsvorstand sagte auf MAZ-Anfrage: „Wir hätten es gemacht, aber die Stadt wollte es einfach nicht. Vermutlich will sie kein Geld ausgeben für die Tiere.“ Man habe regelrecht etwas gesucht, um das Angebot ausschlagen zu können.

So bekam der Verein Anfang Februar Briefe von der Stadt, in denen unter anderem stand, dass eine Fledermaus nicht angemeldet worden sein, ebenso eine meldepflichtige Schildkröte.

Außerdem hätte man Hunde anmelden müssen. „Daraufhin haben wir dann gesagt, dass wir das Angebot zurückziehen“, so Koch. Dass man sich über Spenden finanziert, sei auch nicht untypisch, dies würden andere Vereine ebenso machen, meinte er. „Das ist nun mal so.“

Verwaltungsintern geprüft

Das meint auch Raimond Heydt. „Der Verein existiert seit zehn Jahren, hat Kosten im sechsstelligen Bereich.“ Er sei nicht automatisch unzuverlässig, weil er es über Spenden refinanziert.

Bürgermeister Manuel Meger (LWN) stellte indes klar: „Wir haben verwaltungsintern zu prüfen und uns entschieden, keinen Vertrag einzugehen. Es geht nicht darum, dem Verein zu schaden.“

Von Andreas Kaatz

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