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Nauen Kirche ist Mittelpunkt des Ortes
Lokales Havelland Nauen Kirche ist Mittelpunkt des Ortes
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06:00 23.12.2015
Die Dorfkirche Wansdorf mit dem neuen Anbau und der freigelegten Wand der alten Felsteinkirche aus dem 14. Jahrhundert Quelle: Fotos (2): Ulrike Gawande
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Wansdorf

Wenn am Donnerstag zum Weihnachtsgottesdienst wieder alle einhundert Stühle in der Dorfkirche Wansdorf besetzt sein werden,kein Besucher frieren. Das ist dem Förderverein der Dorfkirche zu verdanken, der 2005 von zwölf engagierten Dorfbewohnern zur Sanierung der Kirche gegründet wurde. Seitdem hat der auf 32 Mitglieder angewachsene Verein zahlreiche Spenden gesammelt, auch durch die jährlich zwölf kulturellen Benefizveranstaltungen.

„Zwischen 3000 und 5000 Euro kommen im Jahr zusammen“, berichtet Siegfried Spallek, Ortsvorsteher und engagiertes Vorstandsmitglied des Fördervereins. So konnte mit zusätzlichen Fördergeldern der EU und einem zinslosen Darlehen der Gemeinde – als Sicherheit diente das Pfarrhaus – die Kirche für rund 360 000 Euro saniert werden. Im Sommer wurde sie eingeweiht. Auf dem Grundriss der ehemaligen Patronatsloge entstand zudem ein Anbau mit Heizung, Küche und Toiletten.

Mit den Worten „Wir können die Kirche im Dorf nicht so verkommen lassen“ sei Christian Maechler, ein von Spandau nach Wansdorf gezogener ehemaliger Pfarrer, vor zehn Jahren auf ihn zugekommen, erinnert sich Schriftführer Manfred Heß an die Anfänge des Vereins. Ein Förderverein zum Erhalt der einst schmucken Kirche, im 14. Jahrhundert als Felssteinkirche errichtet, 1765 nach einem Brand als Barockkirche wieder aufgebaut, wäre die Lösung. Maechler wollte das Geld, das er der Gemeinde regelmäßig spendete, direkt der Wansdorfer Kirche zugute kommen lassen. Die Idee stieß auch bei Siegfried Spallek und Ortschronistin Irmtraut Wilke auf offene Ohren. Heß: „Alleine schafft man so etwas nicht.“

Bei einer ausschließlich kirchlichen Nutzung hätte es jedoch keine Fördergelder für die Sanierung gegeben, weiß Spallek. Von zahlreichen Ablehnungen ließ man sich nicht entmutigen. Man erstellte ein Nutzungskonzept und die Kirche wurde zum kulturellen Zentrum. Von Lesungen, klassischen Konzerten, Klezmermusik bis hin zu Line Dance-Workshops reicht das Programm. „Um die Qualität der Veranstaltungen beneiden uns viele“, so Heß nicht ohne Stolz. Spallek betont, dass die Kirche ein Treffpunkt für alle Dorfbewohner sei. Unabhängig von der Religion. Irmtraut Wilke, die früher als Katechetin in Wansdorf gearbeitet hat und das Gotteshaus noch mit der 1970 wegen Holzwurmschäden entfernter barocker Inneneinrichtung und Patronatsloge kennt, würde sich über Kabarett oder Theater auf dem Jahresplan freuen. Alle Künstler treten ohne Gage auf. Ihnen gefalle die fast familiäre Atmosphäre und die Akustik der Kirche. Die Einnahmen, auch die des traditionellen Kuchenverkaufs, kommen der Kirche zugute. Nächste Ausgaben stehen schon an: Die bei der Fensterfreilegung entdeckten mittelalterlichen Malereien an der Ostwand sollen restauriert werden. Die Kosten wird eine Stiftung übernehmen. Ein entsprechender Antrag wurde gestellt. Auch die Lüdkemüller-Orgel von 1860, die zwar optisch wieder hergestellt ist, soll restauriert werden. Seit 1965 wurde sie nicht mehr gespielt. Kostenpunkt: mindestens 15 000 Euro.

Am 24. Januar um 17 Uhr referiert Hans Burger über die Kirchenostwand.

Von Ulrike Gawande

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