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Nauen Nach Wasserschaden: Kita-Eröffnung muss verschoben werden
Lokales Havelland Nauen Nach Wasserschaden: Kita-Eröffnung muss verschoben werden
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18:36 07.12.2018
Auch im Außenbereich der neuen Kita in Groß Behnitz wird noch gearbeitet. Quelle: Tanja M. Marotzke
Groß Behnitz

 Eigentlich sollte der Weihnachtsmann am 19. Dezember in einer Pferdekutsche zur Groß-Behnitzer Kita „Sonnenschein“ in die Straße Alte Gärtnerei fahren und den Kindern einen symbolischen Schlüssel und damit auch das wohl größte Weihnachtsgeschenk übergeben. Aber die Eröffnung des neuen Kindergartengebäudes auf der gegenüberliegenden Straßenseite muss um etwa vier Wochen verschoben werden. Ein Wasserschaden hat alle Pläne über den Haufen geworfen.

Die Enttäuschung nicht nur bei den Kindern ist groß, auch bei Nauens Bürgermeister Manuel Meger (LWN). „Es wäre schön gewesen, wenn es im alten Jahr geklappt hätte. Aber nun werden wir im Januar ein Fest feiern“, so Meger. Der Groß-Behnitzer Ortsvorsteher Wolfgang Jung (LWN) ärgert sich über „den Pfusch am Bau“ kurz vor der Fertigstellung: „Alles lag im Zeitplan. Nach zuvor einer etwa fünfjährigen Diskussion um den Standort und die Finanzierung des Neubaus schien es nun einen reibungslosen Ablauf zu geben. Und dann diese Havarie, die einen Schaden in fünfstelliger Summe und den Zeitverzug zur Folge hat.“

Wasseranschluss verlegt, aber nicht abgedrückt

Der Verursacher des Schadens ist klar. „Die bauausführende Firma hatte Anfang November alle verlegten Wasserleitungen in dem Gebäude abgedrückt. Dabei war zunächst alles in Ordnung“, erklärt Frank Kleinert von der Nauener Dienstleistungsgesellschaft (DLG), die die Bauaufsicht bei dem Kita-Neubau innehat. Allerdings stellte man fest, dass der Wasseranschluss in der künftigen Küche etwas verlegt werden müsse. Nachdem das erfolgt war, habe die Baufirma diese Leitung nicht noch einmal abgedrückt, so Kleinert. Wasser lief Freitagabend an einer undichten Stelle aus und verteilte sich bis Montag unter den Fußbodenplatten in fast allen Räumen. „Als der Schaden entdeckt wurde, sind sofort Geräte zur Trocknung aufgestellt worden“, so Kleinert. In der Folge mussten in den vier Gruppenräumen und der Küche einige Fliesen und der gesamte Fußbodenbelag wieder rausgerissen werden.

Fußbodenbelag wird neu verlegt

Inzwischen ist die Trocknung abgeschlossen. Es stehen neben den Fußboden- noch Malerarbeiten an und die Baufeinreinigung, wie es der Fachmann nennt, müsse erfolgen. Anschließend erfolgt die Beprobung des Trinkwassers, so Kleinert. Draußen wurde gerade ein Sonnensegel aufgebaut, andere Kleinarbeiten werden noch erledigt.

Ab Ende Januar sollen die 270 Quadratmeter nutzbare Fläche der neuen Kita „Sonnenschein“ den maximal 41 Kindern zur Verfügung stehen. Auf dem Dach befindet sich eine Photovoltaikanlage, sodass das Haus einen guten Energiestandard haben wird. Rund 800 000 Euro hat der Bau gekostet, wobei der jetzt aufgetretene Schaden von der bauausführenden Firma zu tragen ist.

Altes Gebäude wird teilsaniert

Was die Zukunft des derzeitigen Kita-Gebäudes angeht, ist klar: „Im ersten und zweiten Quartal 2019 wird der Teil saniert, ausgenommen Dach und Fassade, der als Kita genutzt wird“, sagt Bürgermeister Manuel Meger. Das übernimmt die Kinderwelt GmbH Potsdam, die seit 2010 die Einrichtung betreibt. Bis mindestens 2021/22 soll auch dieses Gebäude dazu beitragen, die steigende Nachfrage nach Kita-Plätzen in Nauen zu befriedigen. Für die laufenden Unterhalts- und Betriebskosten sind Mittel im Haushalt der Stadt Nauen für 2019 eingestellt, so Meger.

Noch unklar ist hingegen die Nutzung des übrigen Teils des alten DDR-Baus. Der steht nach dem Auszug des Jugendklubs und des Allgemeinmediziners, – beide haben im Groß-Behnitzer Dorfgemeinschaftshaus ein neues Domizil gefunden –, sowie des Frisörs seit vielen Monaten leer.

Von Jens Wegener

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