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Nauen LesBI-Schwulen-Tour: Kritik an der Stadt
Lokales Havelland Nauen LesBI-Schwulen-Tour: Kritik an der Stadt
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15:38 24.08.2018
ARCHIV - Die Regenbogenfahne während eines Umzugs zum Christopher Street Day. Quelle: Wolfgang Kumm/dpa
Nauen

Die LesBI-Schwule-Tour 2018 startet am Samstag und wird diesmal unter anderem im Landkreis Havelland Station machen. 19 ehrenamtliche Aktivisten werden eine Woche lang über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt aufklären und informieren. Eine Station wird am 27. August Nauen sein. Am Lindenplatz soll ein Informationsstand stehen.

Im Vorfeld gibt es jedoch Misstöne. So wirft Organisationsleiter Lars Bergmann den Verantwortlichen in Nauen vor, die Aktion nur ungenügend zu unterstützen. „In diesem Jahr tut sich die Stadt Nauen im negativen Sinne besonders hervor. Im Namen des gesamten Kampagnenteams möchte ich unser Befremden über die Zusammenarbeit mit der Stadt Nauen zum Ausdruck bringen“, teilte er in einer Pressemitteilung mit.

Unterstützung bei Suche nach Standort nur gering

So habe Bürgermeister Manuel Meger entschieden, die Regenbogenflagge nicht am Rathaus oder einem anderen städtischen Gebäude zu hissen. Und die Unterstützung, beispielsweise bei der Suche nach einem geeigneten Platz für den Aktions- und Informationsstand der Tour, habe sich in Grenzen gehalten.

„Seit Anfang Juni liegt im Rathaus die Ankündigung zu unserer Kampagne vor. Seit Wochen werden wir vertröstet und verwiesen. Es gab bis zuletzt nicht mal eine klare Zusage für einen Kampagnenstand“, beklagt Bergmann.

Vorwürfe zurückgewiesen

Bürgermeister Meger weist auf Anfrage die Vorwürfe zurück. „Die Verwaltung hat in dem Fall hervorragend gearbeitet.“ Wie er sagt, habe die Stadt nach der Ankündigung zugesagt, sich daran zu beteiligen und man habe einen Standort festgelegt, wo auch Publikum ist.

Außerdem habe man darauf hingewiesen, dass sechs Wochen vorher ein Antrag auf Sondernutzung zu stellen ist. „Wir müssen schließlich alle Nutzer gleich behandeln“, so der Bürgermeister. Erst am 15. August sei der Antrag eingegangen. „Und schon am 16. August haben sie die Erlaubnis erhalten.“ Auch die Genehmigung zum Abspielen von Tonträgern werde erteilt.

Kein Fahnenmast am Rathaus

Eine Fahne am Rathaus zu hissen, sei nicht möglich, weil es keinen Fahnenmast gebe. Zudem habe man auch von anderen Organisationen am Rathaus bisher keine Fahnen rausgehängt. „Wenn wir damit anfangen, hat jeder das Recht, dies ebenfalls zu tun.“

Von Andreas Kaatz

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