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Irrwege durch den Elstaler Dschungel

Besuch im Maislabyrinth Irrwege durch den Elstaler Dschungel

Das Maislabyrinth in Karls Erlebnisdorf hat wieder geöffnet. 160 000 Pflanzen stehen auf 25 000 Quadratmetern, der Schwierigkeitsgrad hat sich gegenüber dem Vorjahr noch einmal erhöht. Ein Selbstversuch in der grünen Maiswüste.

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Der sechsjährige Devin Göpel aus Wandlitz kämpft sich durch das Maisfeld.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Elstal. Christiane Köhler ist noch frohen Mutes, als ich sie inmitten mannshoher Maispflanzen antreffe. „Noch ist es leicht“, sagt sie. „Aber wir sind ja auch erst auf dem Hinweg.“ Gemeinsam mit Tochter Cindy Köhler und Enkel Devin Göpel hat die Wandlitzerin einen Ausflug in das Maislabyrinth ins Karls Erlebnisdorf unternommen, das seit gut einer Woche wieder geöffnet hat. „Es wird sehr gut angenommen, der Zuspruch ist groß“, berichtet Dorfmeister Niko Stricker. Außer in Elstal gibt es im Osthavelland auch noch auf dem Ribbecker Marienhof ein Maislabyrinth.

Der Irrgarten bei Karls gibt es jetzt das zweite Jahr, wobei es dieses Mal wegen der benachbarten Sandskulpturen-Ausstellung etwas kleiner ausfällt. „Dafür haben wir den Schwierigkeitsgrad etwas erhöht“, sagt Niko Stricker. Verirrt habe sich aber noch niemand. Ich mache am Eingang zur Sicherheit trotzdem ein Foto vom Wegeplan. Das ist zwar ein bisschen geschummelt, aber ich will ja zum Mittagessen wieder zurück sein.

Etwa eine halbe Stunde braucht man, bis man hinein- und wieder aus dem Labyrinth herausgefunden hat. Auf dem Weg gibt es allerlei zu entdecken. Denn sobald man das Dickicht aus 160 000 Maispflanzen betritt, taucht man ein in eine geheimnisvolle Welt mit lebensgroßen Insekten und anderen riesigen Gegenständen, passend zum diesjährigen Motto der Anlage: „Karlchen, ich habe die Kinder geschrumpft.“ Ich entdecke einen grünen Wurm und steuere darauf zu – und lande in einer Sackgasse.

Ich kehre um und biege in einen anderen Weg ab. Wieder eine Sackgasse, und an deren Ende ein Schild. „Ein Labyrinth verwirrt wirklich“, steht darauf. „Manche schon durch die Schreibweise.“

Die Wege werden jetzt enger, der Mais dichter, er steht über zwei Meter hoch. Erik Leinert aus Brandenburg an der Havel irrt durch die Gänge, seine Mutter hinterher. „Selbst für Erwachsene ist das gar nicht so leicht“, sagt sie. Ihr Sohn, drei Jahre alt, ist zum ersten Mal in einem Labyrinth und hat sichtlich Spaß. Auch Sarah Schiller, 7, aus Spandau ist begeistert. „Das haben sie aber auch echt gut gemacht“, meint Opa Reinhard Keil.

Die Maisblätter ragen in den Gang hinein. Hätte ich doch bloß eine Machete dabei, denke ich, und werfe heimlich einen Blick auf den Lageplan auf meinen Handy. Wo bin ich bloß? In der Ferne erspähe ich den Aussichtsturm, er hilft bei der Orientierung. Ich klettere hinauf. Unter uns: 25 000 Quadratmeter grüne Maiswüste. Immer wieder taucht irgendwo ein Kopf auf und verschwindet wieder, verschluckt vom Elstaler Dschungel.

Im April wurde der Mais gepflanzt; als die Pflanzen kniehoch standen, wurden die Wege angelegt, erklärt Niko Stricker. Ein Teil des Mais’ dient den Tieren im Erlebnisdorf als Futter.

Noch bis zum 1. November ist das Maislabyrinth geöffnet. Am 28. November eröffnet dann die nächste Attraktion bei Karls: eine Eisskulpturenlandschaft. Auch eine Schlittschuhbahn und ein weiteres Restaurant werden gerade gebaut. Und noch etwas ändert sich am Standort Elstal: Das Tobeland für Kinder wird aus der Schlemmerhalle nach draußen verletzt, um künftig mehr Platz für die Gastronomie zu bekommen.

Von Philip Häfner

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