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Nauen Villa wird umgebaut, Dorfstraße immer noch marode
Lokales Havelland Nauen Villa wird umgebaut, Dorfstraße immer noch marode
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19:29 28.02.2019
Ortsvorsteher Uwe Bublitz (2.v.r.) erklärte Dietmar Woidke (3.v.l.) das Problem mit der Ortsdurchfahrt. Quelle: Tanja M. Marotzke
Wachow

Für rund 1,33 Millionen Euro wird derzeit das Dorfgemeinschaftshaus in Wachow in drei Bauabschnitten saniert und umgebaut. Rund 700 000 kommen dabei von der Europäischen Union. Was bisher mit Fördermitteln geschaffen wurde, davon wollte sich Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Donnerstag selbst ein Bild machen.

In Begleitung von Nauens Bürgermeister Manuel Meger (LWN) schaute er sich in dem Haus um, das zu einem gewissen Teil noch Baustelle ist. So warf unter anderem einen Blick in die künftigen Praxisräume der Mediziner. Denn am 11. März wird der Allgemeinarzt erstmals in den neuen Räumen Patienten empfangen. Zum 1. April soll dann der Zahnarzt folgen, der dann nach mehr als einem Jahr wieder in Wachow praktiziert. Jeweils drei Tage in der Woche werden die Ärzte im Dorf sein.

Positiv überrascht

„Wenn man sagen kann, man hat die ärztliche Versorgung vor der Haustür und auch eine Kita, das ist schon Klasse“, sagte Woidke. Denn so etwas ist im ländlichen Raum nicht eben selbstverständlich.

Für die Wachower mit ihren rund 900 Einwohner wird das umgebaute Haus aber noch mehr bieten. Früher gab es nur die Kita in der Villa, Räume für die Volkssolidarität und den Heimatverein. Künftig soll auch der Jugendclub im Kellerbereich ein Domizil erhalten. Daneben kommt ein Sport- und Veranstaltungsraum in den früheren Speisebereich der Schule. Das Museum soll im Obergeschoss Platz finden

Bald mehr Plätze

„In der Kita sind wir mittlerweile fast durch mit den Bauarbeiten“, sagte Ortsvorsteher Uwe Bublitz. Er hofft, dass somit einer Erweiterung der Platzkapazität nichts mehr im Wege steht. 30 Kinder werden derzeit dort betreut, 35 sollen es demnächst sein. Die Nachfrage ist auf jeden Fall da.

Meger erinnerte an ein paar Unwägbarkeiten. Denn erst bei den Erweiterungsplanungen kam heraus: Die Kita hatte eigentlich gar keine Zulassung in der Villa. Und so waren weitere Bauarbeiten nötig, damit alles ins Lot kommt. So wurde das Ganze auch teurer als geplant.

Letzter Bauabschnitt ab Mai

Ortsvorsteher Uwe Bublitz lobte alle Beteiligten, die sich sehr bemüht haben, damit das Haus fertig wird. Der letzte Bauabschnitt soll ab Mai in Angriff genommen werden. Am Ende wird die alte Villa barrierefrei sein. Jede der drei Etagen kann man mit dem neu eingebauten Fahrstuhl erreichen. „Die Dorfbewohner sind zufrieden. Sie hatten schon Sorge, wie sie in die oberen Etagen kommen können“, so Bublitz.

Marode Straße

Und wenn schon der mal der Ministerpräsident nach Wachow kommt, dann wollte Bublitz die Gelegenheit gleich nutzen, um auch auf die marode Dorfstraße aufmerksam zu machen. Seit rund zehn Jahren versuchen die Wachower nämlich, dass das Land die L 91 instand gesetzt. Bisher vergeblich. „Wir haben die schlechteste Ortsdurchfahrt im gesamten Havelland“, meinte Bublitz.

Dass die Straße erneuert wird, sei sehr wichtig für den Ort – zum einen wegen der Sicherheit und zum anderen generell wegen ihres baulichen Zustandes. Meger sicherte zu, dass man bei einer Sanierung auch eigene Mittel einfließen lassen würde.

Von Andreas Kaatz

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