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Nauen Anwohner der Ziegelstraße sollen entlastet werden
Lokales Havelland Nauen Anwohner der Ziegelstraße sollen entlastet werden
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17:54 11.03.2019
Die Ziegelstraße in Nauen ist recht schmal. Quelle: Andreas Kaatz
Nauen

Fahrzeuge über 7,5 Tonnen Gewicht haben in der Ziegelstraße in Nauen nichts mehr zu suchen. Ein Schild weist seit einiger Zeit ausdrücklich darauf hin. Außerdem wurden Poller in die Pflanzbuchten gesetzt, damit diese nicht widerrechtlich überfahren werden. Trotzdem nutzen immer noch Baufahrzeuge die enge Straße, um zu den Baustellen am Alten Mühlenweg oder zur Bauernfeldallee zu kommen – sehr zum Ärger der Anwohner.

Nicht viel geändert

„Es hat sich bisher nicht viel geändert“, sagte eine Anwohnerin im Ordnungsausschuss der Stadt. Kurz nach 5 Uhr gehe es manchmal los. Und wenn die Fahrer darauf angesprochen werden, dann hätten diese kein Verständnis, sähen sich im Recht. Anwohner Jörg Meyer sprach von einer Bedrohungssituation, die es in einem Fall gegenüber einer Anwohnerin gegeben habe, die einen Fahrer zur Rede stellte.

Meyer sprach sich dafür aus, dass die Bauleiter den Fahrern klar machen, dass sie die Ziegelstraße nicht mehr entlangfahren dürfen. Bürgermeister Manuel Meger (LWN) sagte den Anwohnern zu, dass er sich mit der Polizei in Verbindung setzt, damit mehr kontrolliert werde und „die Lkw-Fahrer letztlich gezwungen werden, die andere Strecke zu nutzen“.

Tonnage-Begrenzung aufgehoben

Die Anwohner der Ziegelstraße bekommen den Bauboom, den es derzeit in Nauen gibt, seit Monaten hautnah mit. Denn jetzt werden im Südwesten der Stadt jene Bebauungspläne in die Tat umgesetzt, die es schon seit mehr als 20 Jahren gibt.

Einfamilienhäuser, aber auch Mehrfamilienhäuser wachsen aus dem Boden. Damit die Baufahrzeuge zu den Baustellen kommen, war 2017 die Gewichtsbegrenzung auf 7,5 Tonnen in der Ziegelstraße aufgehoben worden. Jetzt lief die entsprechende Genehmigung aus.

Alternative Zufahrt

Eine alternative Zufahrt gibt es bereits beziehungsweise soll noch geschaffen werden. Das begrüßt auch Anwohner Dirk Brüggemann. Er erinnert sich ungern an die Zeit, als die Ziegelstraße die Hauptzufahrt darstellte. „Gefühlt alle zehn Minuten fuhr ein Baufahrzeug dort entlang“, sagt er.

Darunter seien Schwerlaster, Betonmischer oder Transporter mit Dachsteinen gewesen. Besonders schlimm wäre es dann zum Ende des Jahres gewesen, da habe die Wohnqualität besonders gelitten. „Missstände, die nicht tragbar waren“, so Brüggemann. Die Anwohner fürchten um ihre Häuser, zudem habe die Straße Schäden davon getragen. Es gibt Risse auf der Fahrbahn, Bordsteine sind lädiert.

Baustraße wird eingerichtet

Nachdem man schon 2017 auf das Problem aufmerksam gemacht hat, habe man nun das Gefühl, dass die Stadt sich bemühe, so Brüggemann. Die Baufirmen sind angehalten, von der Brandenburger Straße aus zu den Baustellen zu fahren.

Momentan geht es von der Brandenburger Straße über die Bauernfeldallee und ein kurzes Stück Ziegelstraße weiter zum Alten Mühlenweg. Doch in Kürze soll eine rund 300 Meter lange Baustraße in Richtung Süden bis zum Alten Mühlenweg eingerichtet werden, mit der die Wohngebiete größtenteils umfahren werden können.

Umweltamt stimmt zu

Nach Auskunft der Verwaltung liegt dafür jetzt die Zustimmung des Umweltamtes vor. In der nächsten Woche soll der Weg befestigt und dazu mit Ausbauasphalt vom Bauvorhaben Hamburger Straße versehen werden. Jedoch ist die Genehmigung für die Strecke befristet. Die Behörde hat die Auflage erteilt, dass die Straße in zwei Jahren wieder abgebaut werden muss.

Die Stadtverwaltung teilte zudem mit, dass voraussichtlich im April der Straßenbau „Allee zu den Mühlenstücken“ erfolgen werde.

Von Andreas Kaatz

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