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Nauen Autofahrer verärgert wegen Ampelschaltung
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18:45 07.11.2018
Auch die Linksabbieger von der B 5 unterbrechen den Verkehrsstrom auf der Hauptrichtung. Quelle: Tanja M. Marotzke
Nauen

Wenn der Rathenower Frank Muschalle auf der B 5-Umgehungsstraße in Nauen unterwegs ist, dann ärgert er sich jedes Mal. Denn wie viele andere Autofahrer muss er im ungünstigsten Fall an jeder der vier Ampeln zwischen den Anschlussstellen Berliner und Hamburger Straße bei Rot anhalten.

„Alle vier Kreuzungen sind mit Ampeln mit Kontaktschaltungen ausgerüstet. Diese sind an allen vier Kreuzungen zum Nachteil der B 5 konfiguriert. Es genügt ein Fahrzeug der Querrichtung – beispielsweise von Nauen – um den Verkehr auf der B 5 zu stoppen“, sagt er. Die Folge: Die Fahrzeuge auf der Hauptstrecke müssen jedes Mal von 100 beziehungsweise 70 km/h auf Null herunter bremsen.

Schadstoffemissionen könnten eingespart werden

Nach Ansicht von Muschalle müsste das nicht sein. „Durch eine intelligentere Schaltung wären hier viele Schadstoffemissionen einzusparen und viele Nerven von Verkehrsteilnehmern zu schonen“, sagt er. Seiner Ansicht nach könnte eine Umschaltung zugunsten der Querrichtung erst nach fünf dort wartenden Fahrzeugen erfolgen oder nach drei Minuten Wartezeit. Oder es werden Schaltungen eingerichtet, die die Stoßzeiten der jeweiligen Verkehrsrichtungen berücksichtigen.

Nach MAZ-Anfrage beim zuständigen Landesbetrieb Straßenwesen hatte dieser die Ampelschaltungen auf der Strecke noch einmal überprüfen lassen. Das Ergebnis allerdings ist für die Kraftfahrer wenig befriedigend. „Wie sehen dort keinen Handlungsbedarf, etwas zu verändern“, sagt Frank Schmidt von der Niederlassung West in Potsdam. Und er erklärte auch warum.

Koordinierung der Ampeln nicht möglich

Bezogen vor allem auf die Ampelanlagen an den Kreuzungen nach Markee und Neukammer sagt Schmidt: „Eine Koordinierung der Lichtsignalanlagen ist nicht möglich. Als erstes haben wir auf den Strecken unterschiedliche Geschwindigkeiten, als zweites ist die Länge der Streckenabschnitte zwischen den Lichtsignalanlagen zu groß.“

Die Hauptrichtung werde aber nicht nur unterbrochen, wenn die Nebenrichtung anfordert. So würden relativ viele Linksabbieger von der B5 in Richtung Nauen Stadt. „Da diese Linksabbieger spursignalisiert sind, unterbrechen auch sie den Hauptstrom“, so Schmidt.

Bis zu 35 Sekunden Grün

Derzeit ist es so, dass die Hauptrichtungen an beiden Anlagen in den Rushhour früh und spät bis zu 35 Sekunden Grün haben. Voraussetzung ist aber, dass die Messschleifen kurz vor der Kreuzung aktiviert werden. Ist dies nicht der Fall und aus der Nebenrichtung kommt ein Auto, dann fordert dieses für sich Grün an. Kommt indes aus der Nebenstraße kein Fahrzeug, dann hat die Hauptrichtung Dauergrün.

Die Folge wären höhere Umlaufzeiten

Zwar könnte eine Freigabe der Hauptrichtung erfolgen, doch dann „müssten einerseits die Mindestfreigabezeiten und andererseits auch die Maximalfreigaben erhöht werden. Dies führt bei Anforderungen aller Ströme auch zu höheren Umlaufzeiten der jeweiligen Signalprogramme. Es ist aber abzuwägen, ob dies sinnvoller ist als der aktuelle Zustand, da dadurch auch ungenutzte Freigabezeit produziert wird und die Wartezeiten der Nebenrichtung erhöht werden“, sagt Schmidt. Zudem erhöhe sich die Gefahr, dass die wartenden Autofahrer in der Nebenrichtung schon bei Rot fahren, weil es ihnen zu lange dauert.

Er ist der Ansicht, dass die Wartezeiten auf der B5 gering und somit zu verkraften seien. „Alle Fahrzeuge kommen gleich beim ersten Umlauf weg. Es entstehen keinerlei Stauerscheinungen.“

Von Andreas Kaatz

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