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Nauen Mit Alpakas und Bienen auf dem Honighof
Lokales Havelland Nauen Mit Alpakas und Bienen auf dem Honighof
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19:50 14.03.2019
Familie Berndt hofft, dass sie das Projekt Honighof in Nauen umsetzen kann. Ein Bebauungsplan ist bereits in Vorbereitung. Quelle: Peter Geisler
Nauen

Ein generationsübergreifender Bauernhof könnte in absehbarer Zeit nahe der Brieselanger Straße im Nauener Ortsteil Waldsiedlung entstehen. Dort wollen Uwe Berndt und seine Frau Simone gemeinsam mit den beiden Töchtern und Schwiegersöhnen leben und arbeiten. „Honighof Nauen“ soll der geplante Vierseitenhof heißen, auf dem Landwirtschaft betrieben wird sowie eine Imkerei. Die Planungen dafür laufen bereits.

Seit fünf Jahren auf der Suche

Die Idee zu dem Projekt „Honighof“ ist schon etwas älter. „Seit etwa fünf Jahren haben wir nach einem geeigneten Bauernhof gesucht“, sagt Uwe Berndt. Doch ein passendes Objekt war nicht zu finden. Mal war es zu klein, zu alt oder zu verfallen. Dann ergab sich die Gelegenheit in Nauen, wo man aber komplett neu bauen möchte.

Mit Hilfe eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes, den die Stadt noch aufstellen muss, sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. So sind Gebäude vorgesehen, in denen die drei Familien wohnen werden, sowie ein Gewerbetrakt. Darüber hinaus sollen vorhandene Ackerflächen in eine Streuobstwiese mit rund 150 Obstbäumen sowie eine brachliegende Wiese in landwirtschaftliche Flächen für den Gemüseanbau und die Pflanzenzucht verwandelt werden. Insgesamt geht es um eine Gebiet von rund acht Hektar.

Ausflugsziel für Schulklassen

Doch damit nicht genug: Die Familie Berndt möchte auch einen Lehrpfad einschließlich einer Baumschule anlegen. Sie hofft darauf, dass dieser zum Ausflugsziel für Schulklassen und weitere Besucher wird. Außerdem ist vorgesehen, in kleinerem Rahmen Übernachtungsmöglichkeiten anzubieten. Dazu sind auf dem Gelände auch bis zu drei Ferienwohnungen geplant.

Beabsichtigt ist des Weiteren die Haltung von Alpakas, seltenen Schafrassen sowie Ziegen und Hühnern. In einem Hofladen werden Produkte verkauft. Darunter soll auch der Bienenhonig sein, der dem Hof den Namen geben wird, sowie alles, was vor Ort angebaut wird wie Obst und Gemüse.

Mit der Imkerei wird schon begonnen

„Wir fangen schon jetzt mit der Imkerei an, haben dazu bereits die ersten beiden Völker“, sagt Uwe Berndt. Und auch mit der Pflanzung von Obstbäumen und Gehölzen will er in diesem Jahr schon starten – in Abstimmung mit dem Naturschutzbund. „Das ist unabhängig davon, ob wir den Bauernhof errichten“, sagt er. Denn: „Die Grundidee war, dass wir etwas für die Umwelt und den Naturschutz tun wollen“, so der Havelländer.

In Nauen gebe es zwar viel Landwirtschaft, aber auch viel Monokultur, wie ihm aufgefallen ist. „Wir haben richtig Lust auf das Projekt. Wir fangen alle gemeinsam damit an, und die Kinder werden den Hof später übernehmen. Die Landwirtschaft soll dann in den weiteren Generationen fortgeführt werden.“

Eventuell wird 2020 der Bauantrag gestellt

Was den Zeitplan angeht, so hofft Uwe Berndt, dass die Familie eventuell in diesem Jahr alles soweit zusammen hat, dass 2020 der Bauantrag gestellt werden kann. Sofern die Behörden zustimmen, sei im Jahr darauf der Baubeginn denkbar.

Dann könnte es losgehen. Allerdungs kommt Uwe Berndt selber beruflich nicht aus der Landwirtschaft. Er hat ein handwerkliches Unternehmen, aber trotzdem einen Bezug zu Tierhaltung und Ackerbau. „Meine Großeltern besaßen einen Bauernhof und meine Eltern arbeiteten in der Landwirtschaft“, sagt er. Zudem hielt die Familie damals zu Hause auch Schweine und Schafe für den Eigenbedarf.

Von Andreas Kaatz

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