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Nauen Gewalttat auf Schulhof der Nauener Arco-Schule sorgt für Entsetzen
Lokales Havelland Nauen Gewalttat auf Schulhof der Nauener Arco-Schule sorgt für Entsetzen
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17:53 26.03.2019
Der Vorfall, bei dem ein Schüler stark verletzt wurde, ereignete sich auf dem Hof der Arco-Schule in Nauen Quelle: Andreas Kaatz
Nauen

Ein Fall von besonders heftiger Gewalt auf dem Hof der Dr. Georg Graf von Arco-Oberschule mit Grundschulteil sorgt derzeit in Nauen für Empörung.

Dabei wurde ein Kind derart stark verletzt, dass es stationär im Krankenhaus behandelt werden musste. Zwei weitere Kinder konnten nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden.

Ereignet hat sich der Vorfall bereits vor ein paar Tagen. Wie die Polizei auf MAZ-Anfrage mitteilte, sei es an diesem Tag im Rahmen eines Ballspiels zwischen zwei Gruppen aus je drei Kindern zu Streitigkeiten gekommen, die in eine körperliche Auseinandersetzung mündeten.

„Dabei wurden drei Kinder verletzt und zur Behandlung ihrer Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht“, so ein Polizeisprecher.

Schüler wurden suspendiert

Die Kinder im Alter von 13 und 14 Jahren, von denen der Streit ausging, sind nach der Tat von der Schulleitung vorübergehend von der Einrichtung suspendiert worden.

Dass der Fall im Anschluss nicht öffentlich gemacht wurde, begründeten die Beamten mit der besonderen Schutzbedürftigkeit von Kindern – egal ob Täter oder Opfer.

Wie die MAZ erfuhr, handelte es sich bei den drei Angreifern um Kinder aus dem nahe gelegenen Übergangswohnheim im Waldemardamm. Das bestätigte auf Nachfrage auch die stellvertretende Leiterin der Arco-Schule Susanne Schwanke-Lück.

„Es war ein schrecklicher Vorfall, der vom Umfang der Gewalt her über eine normale Schulhofprügelei hinaus ging“, sagte sie.

Vorfall in der Hofpause

Ereignet hatte sich der Vorfall zum Ende der Hofpause. Die Angreifer, darunter zwei Schüler aus der Oberschule, hatten von den drei Grundschülern einen Ball gefordert, ihn aber nicht bekommen. „Daraufhin sind sie förmlich ausgerastet“, sagte die Vize-Schulleiterin der Oberschule.

Gleichzeitig widersprach sie Facebook-Kommentaren, wonach die aufsichtsführenden Lehrer nur zugeschaut hätten. „Eine Kollegin ging dazwischen und bekam selbst einen Hieb ab“, so Susanne Schwanke-Lück. Vor allem in der Gruppe „Meine Heimatstadt Nauen und auf der Facebookseite von „Reportnet24“ überschlugen sich die Spekulationen und Mutmaßungen der User.

Sie räumte zudem ein, dass man eher in die Öffentlichkeit hätte gehen können, „aber es war eine Situation, die für uns in dem Ausmaß unbekannt gewesen war“. So habe man die Gewalttat dem Staatlichen Schulamt gemeldet sowie der Stadt Nauen.

Die Leiterin der Primarstufe habe eines der verletzten Kinder im Krankenhaus besucht und die Täter seien vierzehn Tage vom Schulbesuch suspendiert worden. Zudem gab es mit ihnen und ihren Eltern Gespräche.

Stadt will mit der Tat offensiv umgehen

„Wir verstehen die Angst, die jetzt da ist. Aber viele Schüler haben angesichts der Tat weniger mit Hass, sondern eher mit Unverständnis reagiert“, weiß Susanne Schwanke-Lück aus Gesprächen und hofft auf eine sachliche Diskussion. Denn viele Dinge, die in sozialen Medien zu dem Vorfall stehen, seien erfunden.

Eine Klärung der Angelegenheit fordert zudem die Stadt Nauen, auch wenn ihr die Direktoren der Schule nicht unterstellt sind, wie Bürgermeister Manuel Meger (LWN) betonte. „Wir werden offensiv mit dem Vorfall umgehen und jetzt das Gespräch mit der Schule suchen, um Lösungen zu finden“, sagt er.

„Wir wollen auch herausbekommen, ob es ein einmaliger Vorfall war oder ob es schon vorher ähnliche Probleme gab. Dann nämlich müssen wir darüber sprechen und den Landkreis mit einbeziehen.“

Von Andreas Kaatz

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