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Nauen Vier-Punkte-Plan: So soll Nauen sauberer werden
Lokales Havelland Nauen Vier-Punkte-Plan: So soll Nauen sauberer werden
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08:31 11.01.2019
Lobenswert: Freiwillig haben diese und weitere Nauener vor ein paar Wochen Müll aus der Landschaft geholt. Quelle: Foto: Stadt Nauen
Nauen

Dass man freiwillig Zeit opfert, um ehrenamtlich Müll aufzusammeln – ja, das gibt es. In Nauen hatten sich Anfang November 14 Menschen zusammengetan und am Havelland-Radweg Müll beseitigt.

„Es macht Spaß und man trifft spannende Leute, die sich engagieren“, sagt Sarah Götze. Sie gehört zusammen mit Pia Ruf-Weide zu den Initiatoren der Aktion. „Wir haben jetzt eine Whatsapp-Gruppe“, sagt Sarah Götze. Nach jetzigem Stand soll am 17. Februar die nächste Aktion laufen.

Bürgermeister unterstützt es

Auch Bürgermeister Manuel Meger packte damals mit an, unterstützt solche Aktivitäten. Er findet es zudem gut, dass beispielsweise die Grundschule Am Lindenplatz eine eigene Müllaktion durchgeführt hatte.

„Es ist wichtig, dass die Kinder lernen, dass sie das Papier vom Schoko-Riegel nicht einfach wegwerfen. Vielleicht führt so etwas dazu, dass die nächste Generation mehr auf die Umwelt achtet“, so Meger.

Formular für Müllsammelaktion

Dass ehrenamtliche Müllsammelaktionen unterstützt werden, hat sich die Stadt auch ganz offiziell auf ihre Fahnen geschrieben. So verabschiedeten die Stadtverordneten kürzlich einen Vier-Punkte-Plan für eine saubere Stadt. Wer sich diesbezüglich ehrenamtlich engagiert, soll unterstützt werden.

So gibt es sogar ein Formular, mit dem solche Aktionen angemeldet werden können. Die Stadt kümmert sich dann um die Entsorgung des Unrates. Davon erhofft man sich mehr als von speziellen Aktionen wie dem Frühjahrsputz, den es mangels zu geringer Bürgerbeteiligung nicht mehr gibt.

Schnelleres Verfahren

Ein weiterer Punkt ist die Beseitigung von herrenlosem Müll innerhalb der Ortslage, um so das Stadtbild zu verbessern. Da hat die Stadt jetzt gemeinsam mit dem Landkreis als Entsorgungsträger ein Verfahren gefunden, damit der Müll schneller als bisher verschwindet. Statt des aufwendigen Melde- und Bestätigungsprozederes muss nicht mehr jede Einzelablagerung dokumentiert werden.

Die kommunale Dienstleistungsgesellschaft (DLG) sammelt den Müll ein und bestückt damit extra bereit gestellte Container, die auf die Deponie kommen. Nachteil: Die Verursacher der illegalen Ablagerung werden nicht zur Rechenschaft gezogen. „Doch andererseits verleiten verwahrloste Liegenschaften eher als saubere zum Ablagern von Abfällen“, heißt es.

Sperrmüll bleibt Sorgenkind

Ein Sorgenkind bleibt nach wie vor das Thema Sperrmüll. So fordert die Stadt vom Landkreis, dass die Bürger zeitnah Termine zur Abholung bekommen. Sonst stehen die Dinge zu lange auf dem Gehweg, wobei mit der Zeit immer mehr dazu kommt.

Und was nicht zum Sperrmüll gehört, lässt die Abfuhrfirma dann einfach stehen. Letztlich bleibt es an der Stadt hängen, die Reste zu entsorgen. Und sie bleibt auch auf den Kosten des Einsammelns und der Fahrt zur Deponie sitzen. Deshalb möchte man wenigstens anteilig an der Abfallgebühr des Kreises beteiligt werden.

Des Weiteren forderte die Stadt, dass das Schadstoffmobil des Landkreises bei seiner Fahrt durch den Landkreis auch Dispersionsfarben annimmt, die häufig im Haushalt anfallen.

Lösung für Dispersionsfarben gefordert

Denn bisher würden die Bürger erst vor Ort erfahren, dass die Farben nicht angenommen werden, da sie keine Schadstoffe enthalten. Die Bürger bekämen erst dort zu hören, dass sie diese Farben vom Wasseranteil durch Verdunstung befreien und dann in den Hausmüll werfen sollen.

Diese Vorgehensweise sei jedoch laut Kommune nicht jedem Bürger möglich und wahrscheinlich erkläre sich somit, dass Dispersionsfarben häufig in der Landschaft illegal entsorgt würden. Dass man die Dispersionsfarben in den Wertstoffhöfen abgeben kann, sei hingegen nicht ausreichend bekannt.

Von Andreas Kaatz

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