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18:53 26.02.2019
Michael Stober wird auf Schadenersatz verklagt. Quelle: W. Balzer
Groß Behnitz

Fällmaßnahmen aus dem Jahre 2016 am Groß-Behnitzer See haben jetzt ein juristisches Nachspiel. Die Stadt Nauen will von Landgut-Inhaber Michael Stober Schadenersatz. Mit Datum vom 11. Februar dieses Jahres hat die Kommune Klage beim Landgericht Potsdam eingereicht. Sie fordert eine Summe von rund 28 000 Euro. Auf Schreiben, die die Stadt ihm zuvor zugesandt hatte, soll Stober nicht reagiert haben.

Dem Landgut-Inhaber wird vorgeworfen, dass er Ende Februar 2016 vier Erlen sowie Gestrüpp entfernen ließ – auf einer Fläche, die im Eigentum der Stadt Nauen ist. Diese untersagte ihm daraufhin, die Fällungen fortzusetzen.

Freie Sicht auf den See

Hintergrund ist ein Konzept, das eigentlich zur Bundesgartenschau 2015 umgesetzt sein sollte. Dabei war geplant, dass der Uferstreifen, der teilweise Stober gehört und teilweise der Stadt, umgestaltet wird, um freie Sicht zu schaffen. So lag damals ein mit Naturschutz- und Denkmalschutzbehörden abgestimmtes „Pflege- und Entwicklungskonzept für den Uferbereich der denkmalgeschützten Parkanlage“ vor, dem auch die Stadt Nauen ursprünglich zugestimmt hatte. Auch die Untere Naturschutzbehörde gab ihr OK.

Allerdings konnten die Arbeiten bis zur Buga aus Zeitgründen nicht mehr ausgeführt werden. Das wurde Anfang 2016 nachgeholt. „Der Grundstücksnachbar hat unsere Bäume dann mit abgesägt. Aber wir hatten zuvor entschieden, die Bäume doch nicht zu fällen“, sagte Bürgermeister Manuel Meger (LWN), der darum von illegalen Baumfällungen spricht. Der Verursacher sei dann aufgefordert worden, zehn Bäume in Groß Behnitz nachzupflanzen. Doch mehrere Fristen im vergangenen Jahr seien verstrichen, ohne dass etwas passiert sei.

Von Fällstopp überrascht

Dass die Stadt jetzt den Klageweg beschreitet, ist für Michael Stober „Politik mit der Brechstange“. Er erinnert daran, dass die Kommune und er damals gemeinsam die Anträge für die Umgestaltung des Ufers gestellt haben. Rund 50 Bäume, die sich wild entwickelt haben – zumeist Erlen – sollten entfernt werden. Stober wollte dies auf seine Kosten machen. Als dann der Fällstopp kam, war er überrascht. „Man hatte mir vergessen zu sagen, dass die Stadt das nicht mehr möchte“, so der Landgut-Chef.

Wie er sagt, habe es danach einen Deal mit dem damaligen Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD) gegeben. Danach sollte die Stadt ihm anteilig die verauslagten Kosten – etwa für Vermessung – ersetzen. Die Rede ist von etwa 6000 bis 7000 Euro. „Im Gegenzug pflanze ich dann die zehn Bäume.“ Doch die Stadt habe bisher nichts bezahlt. Eine schriftliche Vereinbarung mit Fleischmann gibt es nicht. Vielmehr gehe der Deal aus dem Schriftverkehr hervor, so Stober.

Grund zur Freude

Während ihm bei dieser Angelegenheit Ärger ins Haus steht, gab es für ihn kürzlich aber auch Grund zur Freude. So wurde das Landgut Gewinner des Meeting Experts Green Award in der Kategorie Nachhaltiges Veranstaltungszentrum/Hotel. Dieser wurde auf Initiative der beiden Vereine GCB German Convention Bureau und Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren in Leipzig verliehen.

Von Andreas Kaatz

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