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Nauen Neue Satzung für Baumschutz in Arbeit
Lokales Havelland Nauen Neue Satzung für Baumschutz in Arbeit
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20:41 05.10.2018
Mit der überarbeiteten Satzung wird sich einiges ändern. Quelle: Peter Geisler
Nauen

Ihre Satzung zum Schutz von Bäumen, Hecken und Sträuchern will die Stadt Nauen jetzt überarbeiten. Die bisherige Baumschutzsatzung stammt von 2000 und ist in vielen Punkten verbesserungsbedürftig. Nach heutiger Rechtssprechung besteht die Gefahr, dass sie nichtig sein könnte. So ist beispielsweise der Schutzbereich zu eng ausgelegt, greift damit zu sehr in die Eigentumsgarantie. Zudem soll der Umgang mit dem Thema Baumschutz für den Bürger einfacher und gleichzeitig der Verwaltungsaufwand für die Stadt verringert werden.

Größerer Mindestumfang

So will man beispielsweise den Mindestumfang von Stämmen geschützter Bäume erhöhen. Bisher galten Bäume mit mindestens 30 Zentimetern Stammumfang als geschützter Landschaftsbestandteil, künftig sind es 40 Zentimeter. Dies gilt künftig auch für die Baumarten Esskastanie, Walnuss und Edeleberesche.

Eibe, Rotdorn, Weißdorn und Stechpalme können eigenständig gefällt werden, solange der Umfang nicht 25 Zentimeter erreicht hat. Vorher lag die Grenze bei 20. Gemessen wird generell in einer Höhe von 1,30 Metern über dem Erdboden.

Gesundheit des Baumes spielt auch eine Rolle

Der Umfang von Ersatzpflanzungen richtet sich künftig auch nach der Vitalitätsstufe, so dass der Bürger gegebenenfalls weniger belastet wird. Der Umfang der Pflanzungen reduziert sich etwa bei einem schwer geschädigten Baum um 75 Prozent. Ist der Baum gar durch eine Naturgewalt zerstört oder wegen einer unmittelbaren Gefahr gefällt worden, muss er gar nicht ersetzt werden. Eine Fristsetzung für die Ersatzpflanzungen soll der Verwaltung künftig eine bessere Kontrolle ermöglichen. Ende Oktober soll die Stadtverordnetenversammlung über die neue Gehölzschutzsatzung befinden.

Von Andreas Kaatz

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