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Nauen Wohnungsnot in Berlin – Nauen wächst weiter
Lokales Havelland Nauen Wohnungsnot in Berlin – Nauen wächst weiter
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01:15 08.10.2018
Mehrfamilienhäuser entstehen an der Bauernfeldallee. Quelle: Andreas Kaatz
Nauen

Die Stadt Nauen rechnet auch in Zukunft mit einem hohen Bedarf an Wohnungen sowie an Flächen für Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser. Ein Grund dafür ist der angespannte Wohnungsmarkt in Berlin. Schon jetzt ist eine rege Bautätigkeit vor allem im Südwesten von Nauen zu verzeichnen, weitere Vorhaben sind in Vorbereitung.

Weil aber voraussichtlich noch viel mehr Wohnungen gebraucht werden, will die Stadt jetzt steuernd eingreifen und den Flächennutzungsplan für die Kernstadt anpassen. Die Änderung betrifft rund 1130 Hektar. Der Geltungsbereich wird im Norden begrenzt durch den Großen Havelländischen Hauptkanal, im Osten durch die Grenze zu Brieselang, im Süden durch die B 5-Ortsumgehung und im Westen durch das SPA-Gebiet Rhin-Havelluch. Noch in diesem Monat wird der Auftrag an das ausgewählte Planungsbüro erteilt.

Beschluss voraussichtlich Ende 2020

Nach Einschätzung des Nauener Bauamtes soll der geänderte Flächennutzungsplan voraussichtlich im vierten Quartal 2020 der Stadtverordnetenversammlung zum Beschluss vorgelegt werden.

Die Bevölkerungszahl von Nauen nimmt in letzter Zeit stetig zu, vor allem in der Kernstadt. So lebten zum Stichtag 31. Dezember 2017 in der gesamten Stadt – einschließlich Ortsteile – 18 135 Menschen und damit 298 mehr als ein Jahr zuvor. Am 31. Juli 2018 lag die Bevölkerungszahl bereits bei 18 324. Zu diesem Termin waren es allein in der Kernstadt schon 11 714 Einwohner – 162 mehr als am Jahresende 2017. Diese Zahl übertraf damit den Zuwachs in der Kernstadt für das gesamte Jahr 2017, dieser betrug 151 Menschen.

Reihenhäuser könnten entstehen

Derzeit sind bereits mehrere Bebauungspläne in Vorbereitung. Unter anderem soll der B-Plan „Wohnen an den Mühlenstücken“ – verlängerte Ziegelstraße Ost – derart geändert werden, dass dort auf knapp 1,3 Hektar statt Einfamilien- und Doppelhäusern auch rund 40 Reihenhäuser entstehen können. Aus Sicht der Bauverwaltung wäre es eine „wünschenswerte Verdichtung“ an der Stelle.

Darüber hinaus soll ein B-Plan für das Bahnhofsquartier „Am Schlangenhorst“ aufgestellt werden. Ziel ist es, eine abgestimmte städtebauliche Entwicklung für das 11 Hektar große Areal zu ermöglichen, das etwa 500 Meter nördlich des Bahnhofs liegt. Das Hauptaugenmerk soll auf einer starken Verflechtung von Wohnen und Arbeiten liegen. Herauskommen soll ein Stadtquartier der kurzen Wege, wie es heißt.

Vorhaben ist noch völlig offen

Dabei ist auch Geschosswohnungsbau geplant. Wie Bauamtsleiter Bert Lehmann sagte, habe der Vorhabenträger aber nur etwa ein Viertel der Fläche in seinem Eigentum. Allerdings soll er bereits mit allen anderen Eigentümern gesprochen haben. Letztlich ist noch offen, ob und wie sich das Vorhaben umsetzen lässt.

Der vorgesehene Bebauungsplan umfasst Flächen zwischen der Ludwig-Jahn-Straße im Norden, dem Liebfrauengraben im Osten, der Straße Am Schlangenhorst im Süden und dem Grundstück der Havelbus Verkehrsgesellschaft im Westen. Der Bauausschuss hat die Aufstellung des Bebauungsplanes empfohlen.

Von Andreas Kaatz

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