Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Nauen DLG bringt Licht ins Dunkel
Lokales Havelland Nauen DLG bringt Licht ins Dunkel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:40 30.08.2018
DLG-Mitarbeiter Claus Höfer bei der Wartung einer Straßenlampe. Quelle: Foto: Privat
Nauen

Da war Geschäftsführer Carsten Zieris ziemlich überrascht. Nachdem „seine“ Dienstleistungsgesellschaft Nauen (DLG) im vergangenen Jahr die Wartung und Reparatur der Straßenbeleuchtung in Nauen übernommen hatte, ging es gleich in die Vollen. „Mit Beginn des Vertrages im April sind wir hier förmlich mit Meldungen zu defekten Straßenlampen bombardiert worden“, erinnert er sich. Es gab 440 Störungen in zwölf Monaten.

Es hat sich wieder normalisiert

Beim Vorgänger Swarco waren es gerade einmal 160 im Jahr. „Danach hatten wir auch das Personal geplant und die Ersatzteile“, sagt Zieris. Mittlerweile hat es sich allerdings wieder normalisiert. Seit die kommunale DLG die Aufgabe übernommen hat, gab es bis heute über die Hotline insgesamt etwa 500 Schadensmeldungen aus den Ortsteilen und der Kernstadt.

Die werden meist innerhalb von ein bis zwei Tagen abgearbeitet. Wer es von den Anwohnern besonders gut meint, macht ein Schleifchen um den Mast, damit sich die DLG auch ja die richtige Laterne vornimmt.

Auch ganze Straßenzüge fallen aus

Zwei Elektriker bringen wieder Licht ins Dunkel. Dabei kümmern sie sich um verschiedene Arten von Vorfällen – von defekten Lampen oder Trafos bis hin zum Ausfall ganzer Straßenzüge. So wurde es etwa in der Heinrich-Heine Straße, wo sich ein altes Kabel aus den 1930er-Jahren befindet, komplett duster. Da mussten oberirdische Kabel verlegt werden.

Aber auch wenn Lampen bei Verkehrsunfällen beschädigt werden – so am 13. März am Lindenplatz oder am 31. März in der Markeer Straße in Schwanebeck – dann wird die DLG aktiv. „Wir machen dann die erste Sicherung und klären mit der Stadt, wie wir weiter vorgehen, ob wir den Mast reparieren oder austauschen“, sagt Zieris.

Freileitung beim Sturm gerissen

Bei Stürmen müssen die Mitarbeiter immer damit rechnen, dass etwas passiert. So auch im Herbst 2017, als die beiden Orkane übers Land fegten. Reihenweise kippten Bäume um. So war am Weinberg aus diesem Grund eine Freileitung gerissen. Ansonsten blieb in den Ortslagen selbst meist alles heil, da es dort nicht allzu viele oberirdisch verlegte Kabel gibt. Für eine stark erhöhte Anzahl von Schadensfällen sorgten die Stürme jedenfalls nicht.

Einen Großteil der Arbeitszeit nimmt die Wartung in Anspruch. „Wir gehen nach und nach Straßenzug für Straßenzug durch. Noch waren wir aber nicht überall“, sagt der Geschäftsführer. Alle vier Jahre ist jeder Lichtpunkt dran, 2600 sind es insgesamt. Manchmal treffen die Elektriker bei ihrer Arbeit auch auf Schaltschränke mit veralteter Technik – so an der Ecke Berliner Straße/Ritterfeld. Der undichte Uralt-Schrank wurde abgerissen, die Leitungen auf eine andere Anlage umgeklemmt.

Zahl der Schadensfälle wird sinken

Zudem gibt es auch die eine oder andere Überraschung. So finden die Techniker in abgelegenen Ecken auch Laternen, die ihren Strom von einem Privatgrundstück beziehen und einen eigenen Zähler haben. Nicht in jedem Fall sagen die vorhandenen Unterlagen etwas darüber aus. So lernen die Mitarbeiter immer wieder etwas dazu. Der Geschäftsführer geht davon aus, dass die Zahl der Schadensfälle in Zukunft sinken wird, wenn die Anlagen regelmäßig gewartet werden.

Gut 50 000 Euro netto stehen der DLG jährlich für die Reparaturen und die Wartung des Lampennetzes zur Verfügung. „Momentan kommen wir mit diesem Budget aus. Es hat sich eingespielt“, sagt Carsten Zieris.

Zu Beginn musste investiert werden

Zu Beginn musste allerdings auch investiert werden. So wurde extra eine 12-Meter-Hebebühne angeschafft. Diese dient aber auch dazu, um beispielsweise Dachrinnen sauber zu machen oder andere Arbeiten zu erledigen.

Von Andreas Kaatz

Nachdem der bisherige Wochenmarkt 2011 eingestellt wurde, soll es nun in Nauen einen erneuten Anlauf geben. Allerdings gestaltete sich schon der Anfang schwierig. Eventuell wird die Stadt das Projekt in Eigenregie entwickeln.

29.08.2018

Zuzug statt Leerstand, lebendige Dörfer statt aufgegebener Ortschaften – die düsteren Prognosen für die Randgebiete Brandenburg haben sich nicht bewahrheitet. Eine Enquete-Kommission des Landes Brandenburg kommt am Freitag in Ketzin zusammen, um aus dem Ist-Stand Lehren für die Zukunft zu ziehen.

31.08.2018

Nach der Kritik des Organisationsleiters der LesBi-Schwule-Tour an der Stadt Nauen wegen mangelnder Unterstützung äußert sich jetzt auch der Landesverband der SPDqueer zu dem Thema. Nach dessen Ansicht müssten auch die zivilgesellschaftlichen Kräfte vor Ort eingebunden werden.

28.08.2018