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Nauen Nauener Kinderstadt entsteht
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08:00 11.07.2018
So wie in Rathenow werden auch in Nauen Schüler ab der kommenden Woche ihre eigene kleine Stadt bauen. Quelle: Christin Schmidt
Nauen

Bauen wir ein Rathaus, eine Post oder soll es gar eine Pizzeria sein? Vor solch schwerwiegenden Entschlüssen werden die Mädchen und Jungen stehen, die gemeinsam in Nauen eine Kinderstadt errichten wollen. 24 Schüler im Alter von sechs bis zwölf Jahren sind dazu in der Bauwoche ab dem 16. Juli gefragt, ihre Ideen einzubringen und beim Bau mitzuhelfen. Die Stadt Nauen hat für das Projekt ein rund 900 Quadratmeter großes kommunales Grundstück in der Gartenanlage am Liebfrauenweg zur Verfügung gestellt.

„Wir wollen mit der Bauwoche starten. Daran schließen sich dann zwei Spielwochen an“, sagt Kerstin Sagrauske-Kaiser von der Caritas. Sie besitzt schon ausreichend Erfahrungen mit solch einem Projekt, hat vor ein paar Jahren die Kinderstadt in Rathenow mit ins Leben gerufen, die jetzt als Vorbild gilt. Kinder aus ganz Nauen konnten sich für das Nauener Projekt bewerben. Jene, die jetzt teilnehmen, stammen aus den Nauener Grundschulen Käthe-Kollwitz, Am Lindenplatz und Graf Arco.

Zuerst werden drei Gebäude errichte

Geleitet wird das Projekt von den drei Schulsozialarbeiterinnen – unterstützt von weiteren Kollegen, die sich mit dem Bauen auskennen. „Wir werden erst einmal drei Gebäude errichten, das wird bis Donnerstag dauern. Dann wird gestrichen und zum Abschluss der Bauwoche soll es ein Fest geben mit Kaffee und Kuchen“, sagt die Caritas-Mitarbeiterin. Der Fußboden wird aus Paletten bestehen, drumherum werden dann Wände gezogen und Flach- oder Spitzdächer aufgesetzt. „Ob Einkaufsladen, Schule oder Wasserturm. Was entstehen soll, das entscheiden die Kinder vor Ort“, sagt Kathrin Sagrauske-Kaiser.

In den beiden Wochen darauf soll die Kinderstadt bespielt werden. „Das Motto lautet dann: Die Stadt wird lebendig“, sagt sie. Da kann ein Bürgermeister gewählt oder eine Kinderstadtwährung eingeführt werden. Auch eine eigene Zeitung ist denkbar. Es sollen Beete angelegt und ein Insektenhotel errichtet werden. Berufe werden vorgestellt und es gibt einen Spieletag.

Weitere Projekte in der Herbstferien

Nach den drei Wochen soll aber keinesfalls Schluss sein. So ist in den Herbstferien eine weitere Projektwoche geplant, in der auch weitere Häuser entstehen könnten. Denn insgesamt ist Platz für acht bis neun Gebäude. Auch nach dem Auftakt in den Sommerferien soll es in der Kinderstadt lebendig bleiben. „Wir suchen noch Kooperationspartner und wünschen uns, dass beispielsweise die Grundschulen dort Projekttage veranstalten oder dass auch mal der Jugendclub das Gelände nutzt.“

Zur gleichen Zeit wie in Nauen gibt es in der Kinderstadt in Rathenow wieder ordentlich Trubel. Und so ist geplant, dass sich die jungen Bauherren aus beiden Städten auch per Skype begrüßen. Denn man kennt sich. Schließlich konnten Kinder aus der Funkstadt in der Vergangenheit in der Kreisstadt bereits mitbauen und waren so begeistert davon, dass sie auch in Nauen ein solches Projekt haben wollten.

Landkreis gibt Zuschuss

Finanziert wird das Ganze über einen Zuschuss vom Landkreis. Zudem kommt Geld von der Stiftung Frauenverein der heiligen Hedwig. Schließlich stellt die Stadt Nauen nicht nur das Grundstück zur Verfügung, sondern sorgt auch für einen elektrischen Stromanschluss und für die Pflege des Geländes. Vier Flächen waren ursprünglich in die engere Auswahl gekommen.

Unter anderem wegen der zentralen Lage fiel dann die Entscheidung für den Liebfrauenweg. Kindergruppen aus Kitas, Horten und Schulen können die Kinderstadt fußläufig erreichen.

Von Andreas Kaatz

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