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Nauen Schüler versuchten sich als Stadtplaner
Lokales Havelland Nauen Schüler versuchten sich als Stadtplaner
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19:27 08.11.2018
Nicolas Schneider (r.) und Luca Zellmer gewannen gemeinsam mit Peter, Evelin, Alex und Friedemann das Planspiel „UrbanPlan“. Quelle: Andreas Kaatz
Nauen

Als Stadtplaner haben sich am Donnerstag Schüler vom Gymnasium des Leonardo da Vinci-Campus versucht. Im Rahmen des Projektes UrbanPlan standen sie vor der Aufgabe, ein „abgebranntes“ Stadtquartier völlig neu zu entwickeln. Mit allem, was dazu gehört. Besonders erfolgreich war dabei die Gruppe „Future is now“, der unter anderem Luca Zellmer (16) und Nicolas Schneider (17) angehörten. Ihr Entwurf gefiel der Jury am besten.

Viel Grün lockert die Anlage auf

Dabei ging es nicht nur darum, dass die Schüler irgendwelche Häuser irgendwie anordnen. Vielmehr sollten sie bewusst gestalten, wobei auch soziale und ökologische Aspekte zu berücksichtigen waren. So wurde aus dem leer stehenden Einkaufszentrum ein Haus mit Gewerberäumen – direkt an der Straße. Im hinteren Bereich ist Wohnen vorgesehen, viel Grün lockert die Anlage auf. Zudem ist ein Jugendzentrum geplant, in dem junge Menschen auch für den künftigen Job fit gemacht werden könnten.

„Ich finde das Projekt gut“, sagte Luca Zellmer. „Da sieht man auch mal selbst, wo es Probleme gibt. Wir mussten sogar die Abstände zwischen den Häusern sowie das Preisliche im Auge behalten.“ Auch Nicolas Schneider fand, dass so eine Stadtplanung gar nicht so einfach ist, wie man sich das vorstellt. Auf eines legte die Gruppe besonders wert: Dass es eine gute Mischung aus Sozialwohnungen, Wohnungen für mittlere Einkommen und luxuriösen vier Wänden gibt. „Wir wollten verhindern, dass ein sozialer Brennpunkt entstehen könnte“, sagte Nicolas Schneider.

Auf gleicher Wellenlänge mit Ines Jesse

Mit dieser Vorgehensweise, die in ähnlicher Form auch andere Projektgruppen wählten, lagen sie auf gleicher Wellenlänge mit Staatssekretärin Ines Jesse, die der Einladung gern gefolgt war. „Gut, dass ihr an die Durchmischung gedacht habt. Wir wollen in Brandenburg Städte für alle haben, Städte, die liebens- und lebenswert sind“, sagte sie. Dabei spielten auch Themen wie Nachhaltigkeit eine Rolle.

„Wir sind froh, dass wir das Projekt zum zweiten Mal mit dem Urban Land Institut durchführen konnten“, sagte Gymnasiumsleiter Olaf Gründel. Für seine Schüler sei dies eine gute Übungsaufgabe, die gut zum Schulprofil „Wirtschaft und Nachhaltigkeit“ passe.

Verständnis von Zusammenhängen

Es gehe um das Verständnis von Zusammenhängen. So sollten bei dem Projekt nicht nur ökologische, soziale und ästhetische Punkte einfließen, sondern am Ende mussten auch Gewinne erzielt werden. „Wir wollen aktuelle gesellschaftliche Probleme in die Schule bringen. Schließlich sollen die Abiturienten später mal Lösungen finden.“

Von Andreas Kaatz

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