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Nauen Neue Galerie im Schloss
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10:12 11.02.2019
Auf Tuchfühlung mit der Kunst: Die neue Flurgalerie im Schloss Ribbeck wurde am Sonntagnachmittag eröffnet. Hier Arbeiten von Ulrike Hogrebe. Quelle: Tanja M. Marotzke
Ribbeck

 Wahrscheinlich ist der richtige Name noch nicht gefunden. Flurgalerie - so soll die neue Ausstellungsetage im Schloss Ribbeck heißen. Sonntag wurde sie eröffnet. Fast einhundert Kunstinteressierte waren dazu gekommen, darunter auch Staatssekretär Martin Gorholt.

Aber Flurgalerie trifft es eben nicht richtig – es hört sich zu klein an für das, was da in Ribbeck zu sehen ist. Nämlich großartige Kunst. Und die wird im Flur der zweiten Etage gezeigt, aber auch in den beiden angrenzenden Räumen: dem Großen Saal und dem Blauen Salon. Eine Galerie-Troika ist da entstanden.

Beitrag zu Fontane.200

Gestaltung der neuen Galerie hat sich Frank Wasser, Geschäftsführer der Schloss Ribbeck GmbH

Frank Wasser begrüßte zur Eröffnung der neuen Galerie. Quelle: Tanja M. Marotzke
Liebermanns Zeichnungen prägten das Bild vom alten Fontane. Quelle: Tanja M. Marotzke

In Ribbeck bekommt der Besucher eine große Portion „richtiger Maler“ geboten. Neben den Zeichnungen von Max Liebermann sind Arbeiten von Künstlern zu sehen, die Fontanes Werk reflektieren.

So zeichnete Harald Metzkes zu Gedichten, von Bernhard Heisig sind Lithografien zum Roman „Schach von Wuthenow“ zu sehen. Reflexionen auf das Werk Fontanes und „Reflexionen mit sich“, so wertete die Galeristin Petra Lange diesen Zyklus des Malers.

Erspüren von Heimat

Als „ein Erspüren der künftigen Heimat“ sah sie die Arbeiten von Gerhard Göschel und Ulrike Hogrebe, die nach der Wende ins Havelland kamen.

Göschel hat in stillen wie packenden Bleistiftzeichnungen seine eigenen „Wanderungen“ festgehalten. Er traf auf Veränderung, Verfall, Chaos. Und er traf dabei mitunter den lakonischen Tonfall, wie man ihn in Fontanes Beschreibungen findet, etwa wenn Göschel sein Blatt „Wanderungen durch die Mark Brandenburg (vor Schweinestall)“ nennt.

Sicht auf das Havelland

In ihrem farbigen Tableau spiegelt Ulrike Hogrebe ihre Sicht auf das Havelland wider. In ihren 15 kleinteiligen Arbeiten hat sie der Landschaft einen eigenen Ausschnitt abgerungen. Die vermeintlich bekannten Dinge des Alltags ergeben so ein neues Ganzes.

Bilder im Saal und Blauen Salon

Immerhin 46 Arbeiten hat die Galeristin auf dem Flur untergebracht. Sie hängen im Spannungsfeld zwischen dem Saal mit seinen großformatigen Metzkes-Gemälden und dem Blauen Salon mit seinen farbigen Gemälden aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Matthias Wacker spielte zur Eröffnung der Galerie. Quelle: Tanja M. Marotzke

Geschäftsführer Frank Wasser konnte sich am Sonntag über den Auftakt der neuen Galerie freuen. Er hofft, die Galerie zu einem Ort formen zu können, in dem die Besucher über Kunst und Gesellschaft zu einem interessanten Austausch finden.

Die Ausstellung ist bis Anfang Mai zu sehen.

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