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Nauen Diskussion um geplantes Parkdeck
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01:15 07.09.2018
Der heutige Parkplatz gegenüber dem Landgut. Quelle: Andreas Kaatz
Groß Behnitz

Die Erweiterung seiner Hotelkapazitäten plant das Landgut Stober in Groß Behnitz. 175 Einzelzimmer sollen künftig hinzu kommen. Voraussetzung allerdings ist, dass auch eine entsprechende Zahl von Parkplätzen bereitgestellt wird. Die Stellflächen sollen auf dem jetzigen Parkareal gegenüber dem Landgut an der Dorfstraße angelegt werden – in Form eines Parkdecks. Der Ortsbeirat hat es jedoch am Montagabend mit 2:1 Stimmen abgelehnt, eine Änderung des betreffenden B-Planes einzuleiten. Das letzte Wort wird nun die Nauener Stadtverordnetenversammlung am 10. September haben.

Insgesamt sollen 214 Parkplätze entstehen

In der Ortsbeiratssitzung hatte Landgutinhaber Michael Stober sein Vorhaben kurz vorgestellt. So sind derzeit 184 Pkw-Stellplätze auf dem Areal in der Planung, die Stadt Nauen allerdings will, dass insgesamt 214 Plätze entstehen. „Wir müssen deshalb noch welche auf dem Hofgrundstück einrichten“, so Stober. Um die 184 Parkplätze ausweisen zu können, plant er auf der bestehenden Parkfläche eine Stellplatzanlage mit zwei Ebenen. Die untere soll 1,30 Meter in die Erde gehen, die obere 1,20 Meter über der Geländeoberkante stehen.

Eine Planung, die bei einigen der anwesenden Bürger in der Sitzung auf Ablehnung stieß. So befürchtet Janetta Cordier, dass ein Bauwerk entsteht, das optisch wie eine Barriere wirkt – zumal, wenn dann auch noch Autos drauf stehen. „Eventuell sollte man die Anlage noch weiter absenken und somit die Chance nutzen, um weiter ins Erdreich zu gehen“, meinte sie.

Tiefer in die Erde zu gehen, ist eine Preisfrage

„Von einer Barriere zu sprechen ist übertrieben“, entgegnete Stober. Tiefer in die Erde zu gehen sei für ihn eine Preisfrage. Er rechnet für diesen Fall mit Zusatzkosten von mehr als einer halben Million Euro. Denn der Boden könnte derzeit nicht tragfähig genug sein. Deshalb will er ihn untersuchen lassen. Stober verwies darauf, dass das Parkdeck zwar aus Stahlbeton sein soll, aber begrünt werde, so dass es nicht so auffällt.

Ein weiterer Bürger schlug vor, dass unter dem künftigen Hotel eine Tiefgarage entstehen sollte, um das Parkplatzproblem zu lösen. Da geht Stober von Mehrkosten in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro aus, weshalb es für ihn keine Option wäre. Er hätte ohnehin gern eine andere Lösung als die Parkdeckvariante, wie er sagte. Doch es fehle an Flächen.

Ruf nach Parkplätzen für Busse und Lkws

Ein weiteres Thema waren die Busse und Lkws, die bei bestimmten Veranstaltungen auf dem Landgut auf der Dorfstraße stehen. Deshalb wurde der Ruf laut, in dem Zusammenhang auch gleich Parkplätze für diese Fahrzeuge mit zu schaffen. So hatte der Groß-Behnitzer Martin Liepe beklagt, dass die großen Fahrzeuge erst letztens wieder Zufahrten eingeengt hätten.

Bezüglich der Busse sieht Stober allerdings grundsätzlich keinen Handlungsbedarf, da diese nur kurzzeitig vor Ort wären, um die Hotelgäste abzusetzen beziehungsweise abzuholen. Aber es hat es offenbar auch Fälle gegeben, in denen Busse mit ihrem lauten Kühlaggregat längere Zeit auf der Straße parken. Der Landgutchef will nun sein Personal instruieren, in solchen Fällen die Busfahrer auf dem Hof parken zu lassen.

Landgutinhaber zeigte sich enttäuscht

Stober zeigte sich enttäuscht angesichts des Votums des Ortsbeirates. Es gehe doch nur darum, dass an der B-Plan-Änderung gearbeitet wird, aber offenbar wolle man das Vorhaben nicht, mutmaßte er.

Von Andreas Kaatz

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