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Gemeindesommerfest gut besucht

Erfolgreiche Premiere im Falkenseer Gutspark Gemeindesommerfest gut besucht

Zum ersten Mal wurde in Falkensee ein ökumenisches Gemeindesommerfest im Gutspark gefeiert, gemeinsam organisiert von der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde. Das Motto lautete: „Leben im Mittelalter – zwischen den Kirchen Seegefeld und Sankt Konrad“.

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Frank Dittmer (vorne) führte durch die Geschichte.

Quelle: Philip Häfner

Falkensee. Von wegen Grexit! Nicht Griechenland ist aus dem Euro ausgestiegen – sondern Seegefeld. Beim ersten ökumenischen Gemeindesommerfest im Gutspark konnte am Sonnabend nicht mit Euros, sondern nur mit Talern bezahlt werden, die am Eingang zunächst eingetauscht werden mussten. Schließlich stand die Veranstaltung, die von der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde gemeinsam organisiert wurde, unter dem Motto „Leben im Mittelalter – zwischen den Kirchen Seegefeld und St. Konrad“. Und da hätten Euros nun wirklich nicht gepasst.

Nicht nur die Währung, auch die Kostüme der Mitwirkenden versetzten die Besucher in vergangene Zeiten zurück. Nach dem Gottesdienst spielten Musiker auf historischen Instrumenten; es konnten Spiele ausprobiert werden, mit denen man sich damals die Zeit vertrieb. Am Abend berichtete Kulturhistoriker Olaf Thomsen in seinem Vortrag „Kienspan, Kittel, Kichererbsen“ vom Alltag der Kinder im Mittelalter.

Das Motto war nicht ohne Grund gewählt. „Wir wollten den Menschen ins Bewusstsein rufen, wie weit die Wurzeln von Falkensee zurückreichen“, sagte Gisela Dittmer, die Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Falkensee-Seegefeld. Der Ortsteil Seegefeld ist in diesem Jahr 750 Jahre alt, er wurde am 12. April 1265 das erste Mal urkundlich erwähnt. Er ist damit deutlich älter als Falkensee, das erst 1923 durch den Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Nachbargemeinden Seegefeld und Falkenhagen entstand. Erst seitdem trägt der Ort seinen heutigen Namen.

Dittmers Mann Frank, Historiker und Leiter der Volkshochschule Havelland, nahm die Besucher mit auf eine Zeitreise durch die Ortsgeschichte, von der Eiszeit bis zur Neuzeit. Er beschrieb die Wirren der Völkerwanderung und das harte 17. Jahrhundert, als erst das halbe Dorf abbrannte, dann die Pest und schließlich der Dreißigjährige Krieg in der Region wütete. „Die Schweden zogen mehrfach durch den Ort, lange vor Ikea“, sagte er. Danach gehörte das Gut Seegefeld für Jahrhunderte den Herren von Ribbeck, ehe diese pleite waren und die Dampfbarone der Industriezeitalters übernahmen. Am Ende nahm jedoch alles ein glückliches Ende. „Nur auf Seegefeld des Herrn’ Segen fällt“, dichtete Frank Dittmer.

Beim Publikum kam sein musikalischer Vortrag mit dem Leierkasten gut an, wie überhaupt das ganze Fest ein Erfolg war: „Es ist spannend zu sehen, was man aus dem Gutspark als Veranstaltungsort machen kann“, so Gisela Dittmer. Ihr Fazit: „Das hat Spaß gemacht.“

Von Philip Häfner

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