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Nauen Ribbecker Sommernacht mit Flügel und Klavier
Lokales Havelland Nauen Ribbecker Sommernacht mit Flügel und Klavier
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15:12 12.08.2018
Stefan Paul eröffnete die Ribbecker Sommernacht mit Stücken von Claude Debussy. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Ribbeck

Den altbekannten Liedern der Vögel, die von den Baumkronen rund um den Ribbecker Dorfanger erklangen, lauschte am vergangenen Sonnabend kaum jemand.

Denn die Augen und Ohren der Besucher der Ribbecker Sommernacht verfolgten gespannt das Spiel des Berliner Pianisten Stefan Paul, der die neunte Auflage dieses besonderen Kulturabends mit Stücken aus dem zweiten Band von Claude Debussy eröffnete. Dafür brachten die Veranstalter extra den großen Bösendorfer Flügel, der sonst nur im Ribbecker Schloss zu bestaunen ist, an die frische Luft.

Rund 500 Besucher kamen Sonnabend zur 9. Auflage der Ribbecker Sommernacht. Unter dem Motto „Alle Tasten im Dorf?!“ zeigte sich der Ort in diesem Jahr von seiner musikalischen Seite.

Eine Spezialfirma transportierte das wertvolle Instrument kurz vor der Eröffnung auf den Dorfanger. „Das Instrument der Öffentlichkeit zu präsentieren, war ein Herzenswunsch von Uta von Kameke, der künstlerischen Leiterin“, sagte die Vorsitzende des Ribbecker Kulturvereins Sonja Hermann.

Dabei haben die Veranstalter noch bis zur letzten Minute gebangt, ob das Wetter einen Open-Air-Auftritt überhaupt zulässt. Am Ende ging dann alles gut und die Besucher waren begeistert.

500 Besucher erkundeten das Dorf

Rund 500 Musik- und Kulturinteressierte kamen zur Sommernacht. Unter dem Motto „Alle Tasten im Dorf?!“ drehte sich in diesem Jahr alles um das Thema Musik. Viele Häuser entlang des Angers und der Kirche öffneten ihre Türen und gewährten einen Einblick ins musikalische Innere.

In der Brennerei konnten Besucher Musik im liegen genießen. Birgit Streicher spilelte „Schubert am Stück“. Quelle: Tanja M. Marotzke

Mit dabei war in diesem Jahr auch die Kirche. Zu hören waren hier geistliche Werke, die Kantor Holger Wiesner an der kircheneigenen Orgel spielte, aber auch Momente der Stille. „Wir hatten die Idee, Pausen zwischen den Stücken einzubauen, um den Raum für sich wirken zu lassen und den Besuchern die Chance geben, die Stille direkt wahrzunehmen, aber auch, sich bestimmte Fragen über Gott zu stellen“, sagte Pfarrerin Christine Gebert. In rotes und blaues Licht gehüllt verwandelte sich das Gotteshaus in einen Begegnungsraum zwischen Musik, Licht und Stille. Es blieb kaum ein Platz frei.

Klavierkonzert bei Sonnenuntergang

Um Musik und Licht ging es auch in der ersten Etage der Pension Fuchs und Hase. Während Camille Phelep auf dem Trautwein-Klavier die „Vexations“ von Erik Satie, das vielleicht längste Stück der Klavierliteratur, erklingen ließ, ging langsam die Sonne hinter dem Feld unter und hüllte den Raum ein warmes Abendlicht.

Wer wollte, konnte mit kleinen Ferngläsern durch das große Fenster auch mal ein Reh beobachten, während er gleichzeitig der Musik lauschte. Insgesamt gab an 18 Orten im Dorf kleinere oder größere musiklaische Veranstaltungen.

Entspannung in der Brennerei

Wer zwischen den Gängen, von einem zum anderen Ort, mal eine Pause nötig hatte, konnte in der Brennerei ein wenig Entspannung finden. Die Wiener Pianistin Birgit Streicher spielte drei Stunden „Schubert am Stück“. Auf dem Boden, um das Klavier herum, lagen Matten, auf denen man der Musik im Liegen lauschen konnte.

Ein intimes Konzert gab es auch im „Musikzimmer der Familie N.“ direkt am Dorfanger. Nur zehn Personen passten in das Zimmer, in das der Pianist Roman Hengge zu einer Klavierimprovisation lud. Seine Inspiration holte er sich auch bei den Besuchern, die sich zu Beginn kurz vorstellen mussten.

Auf die Improvisation ließ sich auch Martina Sielaff, mit Partner und Kind ein. Die Nauener waren mit dem Rad gekommen und zum ersten Mal dabei. „Uns gefällt es hier und wir über sind über jede kulturelle Veranstaltung froh, die in der Region stattfindet“, so Martina Sielaff. Der Tochter gefiel vor allem die musikalische Jonglage auf dem Anger. Und so war auch die neunte Sommernacht wieder ein gelungener Abend.

Von Danilo Hafer

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