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Nauen Baustellenbesuch im Schlossmuseum
Lokales Havelland Nauen Baustellenbesuch im Schlossmuseum
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18:43 27.02.2019
Noch Baustelle, aber schon imposant: Frank Wasser führte die Gäste durch das künftige Museum des Schlosses Ribbeck. Quelle: Tanja M. Marotzke
Ribbeck

Genau eine Woche vor der Eröffnung der ITB trafen sich die Spitzenvertreter der brandenburgischen Tourismuswirtschaft am Mittwoch in Ribbeck. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte zum „Runden Tisch Tourismus“ eingeladen.

Strategische Ausrichtung

Hier kommen die Tourismusfachleute jährlich einmal zu einer Bestandsaufnahme des märkischen Tourismus und zur Debatte über die strategische Ausrichtung zusammen. Die Vertreter kamen aus der Landesregierung, neben Ministerpräsident Woidke nahm auch Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer an der Beratung teil, vom Städte- und Gemeindebund, vom Landestourismusverband Brandenburg, von der IHK, vom Verband der Campingplatzbetreiber, vom Brandenburgischen Kurorte- und Bäderverband.

Regionale Stärken

Mathias Feige vom Dwif-Consulting Berlin war als Externer gebeten worden, über die Zukunft des Tourismus in Brandenburg zu sprechen. Sein Credo war klar: „Regionale Entwicklung stärken.“

Digitale Offensive

Und diese Stärkung geht nicht ohne eine digitale Stärkung, meinte Dieter Hütte, Geschäftsführer der TMB, der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH. „Hinter uns liegt ein gutes Jahr“, sagte der TMB-Chef rückblickend auf die Saison 2018. Mit Blick nach vorn meinte er: „Die Branche wird digitaler.“ Brandenburg sei da Spitzenreiter, aber es bedarf weiterer Anstrengungen und Ideen, das auszubauen.

Mit Palmentapete und Gründerzeitchic

Wie das genau aussehen könnte, davon haben die Politiker und Tourismusfachleute am Mittwoch im Schloss Ribbeck einen Vorgeschmack bekommen.

Ministerpräsident Dietmar Woidke auf der Museumsbaustelle. Quelle: Tanja M. Marotzke

Vor ihrer fachlichen Beratung im blauen Salon führte Frank Wasser, Geschäftsführer der Schloss Ribbeck GmbH, die Gäste durch das Haus. Und vor allem über eine Baustelle: Die Museumsetage wird komplett umgebaut, vieles ist schon sichtbar: der Gartensaal, der mit seiner Palmentapete die Anmutung einer Orangerie schaffen soll. Oder das Arbeitszimmer, das in seinem Gründerzeitstil an Fontanes Epoche erinnert.

„Regionales stärken“, das heißt in Ribbeck, den Blick auf Fontane zu richten. Und das geschieht im neuen Museum mit überraschenden und interaktiven Dingen: eine begehbare Birne, ein Zeitstrahl mit Klangduschen, ein Lesesaal mit Tablets gehören dazu. „Fehlt nur noch der 3D-animierte Papagei“, witzelte der Ministerpräsident.

Zahlen zum Schloss

Das Schloss Ribbeck erhielt seine heutige Form durch einen massiven Umbau 1893.

Der Besitz der Familie von Ribbeck wurde im Zuge der Bodenreform enteignet, das Schloss ging in Volkseigentum über, wurde lange als Altersheim genutzt.

Der Landkreis Havelland entschloss sich nach der Wende zum Umbau des Hauses als Kultur- und Tourimuszentrum, das wurde vor zehn Jahren eröffnet.

„Gut, dass sich der ehemalige Landrat Burkhard Schröder dafür stark gemacht hat, hier die Mittel der ländlichen Entwicklung zu konzentrieren“, lobte Dietmar Woidke – dann wieder ernsthaft – den Ausbau des Schlosses zu einem Kultur- und Tourismusort. Bei allen Problemen, so ein Haus zu unterhalten, hat das Havelland hier sein Potenzial gesehen und ausgebaut.

Von Marlies Schnaibel

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