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Nauen Schlossfestspiele Ribbeck setzen auf Effi Briest
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12:48 26.02.2019
Das Effi-Briest-Ensemble sorgte 2014 für einen Erfolg der Schlossfestspiele Ribbeck. Nun soll daran angeknüpft werden. Quelle: privat
Ribbeck

Den bekannten und den unbekannten Fontane haben die Schlossfestspiele Ribbeck in diesem Jahr im Blick. Effi Briest und Fontanes vergessene Fragmente haben sie sich dafür ausgesucht.

Freilichttheater vor historischer Kulisse

Freilichttheater vor historischer Kulisse, dazu ein Stück des Autors, dessen Name mit dem Schloss Ribbeck verbunden ist – das war die Idee von Regisseur Claus Stahnke, der 2014 die Schlossfestspiele Ribbeck aus der Taufe hob.

Theodor FontanesEffi Briest“ erwies sich als ideal für die Eröffnung der 1. Schlossfestspiele Ribbeck. Damals kamen 2000 Besucher zu den sieben Vorstellungen, nun wird die Produktion im Fontanejahr erneut aufgeführt.

Geheimnis um Hauptrolle

„Die Besetzung steht“, sagte Marietta Grade, Pressesprecherin der Schlossfestspiele. Drei Schauspieler aus der alten Besetzung sind dabei, die anderen Rollen werden neu besetzt, darunter die der Effi. Das Geheimnis, wer die begehrte Titelrolle spielt, soll im März gelüftet werden.

Derweil wurde das Textbuch ein wenig überarbeitet, die Schauspieler können schon mal mit dem Textlernen beginnen, ehe ab Ende Mai geprobt wird. Inzwischen werden Requisiten und Kostüme besorgt. Kutsche, Schaukel und Strandkorb sollen auch 2019 nicht fehlen.

Hintergrund

Mit „Effi Briest“ begannen die Schlossfestspiele Ribbeck im Jahr 2014.

In den Folgejahren waren zu sehen: „Amadeus“, als Gastspiel „Sommernachtstraum“, dann „Romeo und Julia“ und im vergangenen Jahr „Die Drei Musketiere“.

Mehr unter www.schlossfestspiele-ribbeck.de.

Dabei wollen die Veranstalter im Fontane-Jahr an den Erfolg von vor fünf Jahren anknüpfen. „Im vergangenen Jahr hatten wir Wetterglück“, blickt Marietta Grade zurück, obwohl eine Veranstaltung wegen drohenden Gewitters abgebrochen werden musste.

Premiere im Juli

Premiere hat das Stück am 12. Juli im Schlossgarten Ribbeck. Fünf weitere Veranstaltungen in Ribbeck sind geplant. Und die Schlossfestspiele gehen mit der Produktion auf Reisen. Bereits acht Gastspiele stehen im Terminkalender: in Fontanes Geburtsstadt Neuruppin, im Berliner Jagdschloss Grunewald, in Neustadt/Dosse auf dem Paradeplatz des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts und im Trakehner-Gestüt Gut Staffelde, auf der Burg Beeskow und mit einer Doppelvorstellung zur Landesgartenschau Wittstock.

Dabei muss die Produktion an den jeweiligen Spielort angepasst werden, nicht überall ist es möglich, mit Kutsche und großer Schaukel zu agieren. In Ribbeck schon.

Vergessene Fragmente

Nach der Effi-Saison richten die Schlossfestspiele ihre Kraft auf ein zweites Fontaneprojekt: Am 5.Oktober werden im Museum Neuruppin erstmals „Fontanes vergessene Fragmente“ auf die Theaterbühne kommen.

Regisseur Claus Stahnke hat dafür ein Programm zusammengestellt. Er knüpfte dafür an Fontanes Shakespeare-Interesse an. Im Nachlass des Dichters wurde eine Übersetzung von Shakespeares Hamlet gefunden. Auch Fontane versuchte Werke im Stile von Shakespeare zu schreiben.

Ebenso im Nachlass fand sich das parodistische Stück „Der letzte Liepewinkler". Auf solche Arbeiten wollen die Schlossfestspiele zurückgreifen. Das Programm richtet sich an Fontane-Liebhaber und künftige Fontane-Fans. Derzeit sind Aufführungen in Neuruppin und in Kirchen der Region geplant.

Abschluss mit Dickens

Ganz ohne Fontane wird das Jahr dann für die Schlossfestspiele zu Ende gehen. „Wir bereiten die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens vor“, sagt Marietta Grade. Die wird dann zwischen Wittenberge und Cottbus aufgeführt – und natürlich auch im Havelland.

„Aber erst einmal freuen wir uns auf Effi“, sagt die Theaterfrau. Sie hofft, dass die Zuschauer diese Freude teilen. Der Kartenvorverkauf für „Effi Briest“ hat begonnen und stimmt die Veranstalter schon mal optimistisch.

Von Marlies Schnaibel

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