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Nauen Schönwalde plant Willkommensinitiave
Lokales Havelland Nauen Schönwalde plant Willkommensinitiave
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00:30 30.07.2015
Musik wäre eine Möglichkeit die Asylbewerber zu integrieren. Quelle: dpa
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Schönwalde-Glien

Nach dem Vorbild der Falkenseer Bürgerinitiative soll sich bald auch in Schönwalde-Glien eine Initiative „Neue Nachbarn in Schönwalde“ gründen. Sie wolle eine Integration der Asylbewerber erreichen, die im November in Wohncontainer im Erlenbruch einziehen werden, und dabei die Sorgen der Dorfbewohner berücksichtigen, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Wilfried Seiring, einer der Organisatoren. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung stellte er die Pläne erstmals öffentlich vor.

400 Flüchtlinge kommen im Herbst

400 Flüchtlinge werden ab Herbst in Schönwalde-Dorf erwartet. Die Kapazität des Containerdorfs läge sogar noch höher, bei 438, doch es ziehen maximal 400 Asylbewerber ein, so Bürgermeister Bodo Oehme (CDU).

Wo kommen sie her? Was brauchen sie? Was bringen sie mit an Erfahrungen und Fähigkeiten? Wo sind Notlagen? Welche Bedürfnisse haben sie über die rein materiellen hinaus? Wie kann es gelingen, sie aus der Isolation herauszuholen? Wo können sie uns helfen und unseren Horizont erweitern? Diese und andere Fragen will die neue Initiative klären. „Wir wollen ins Gespräch kommen trotz sprachlicher und kultureller Hürden“, so Wilfried Seiring.

Erstes Treffen nach den Schulferien

Am 3. September, nach den Schulferien, soll es ein erstes Treffen geben, zu dem die örtlichen Vereine, Kirche und Feuerwehr, die Abgeordneten, aber auch normale Bürger eingeladen sind. Die Veranstaltung findet um 19 Uhr im Gemeindesaal, Berliner Allee 3, statt.

Als Mitglied des Ortsbeirats im Dorf befasst sich Wilfried Seiring intensiv mit der Flüchtlingsproblematik. In der jüngsten Gemeindevertretersitzung konfrontierte er Bodo Oehme mit Gerüchten, er habe bereits Ende 2013 von den Plänen des Landkreises gewusst im Erlenbruch Asylbewerber unterzubringen, ohne ein Wort zu sagen. Oehme verwahrte sich dagegen. Erst am 1. April 2015 habe es eine erste Begehung des Areals sowie des Schafstallgeländes in der Siedlung gegeben; die Entscheidung für den Erlenbruch sei ihm dann am 27. Mai mitgeteilt worden, so der Bürgermeister.

Öffentliche Meinung zum Thema Asyl

Knut Leitert (Familie) war dennoch empört: „Mir fehlen echt die Worte“, sagte er. „Wenn Sie am 1. April davon erfahren haben, dann muss ich mich ernsthaft fragen, weshalb die Gemeindevertretung oder zumindest die Fraktionsvorsitzenden nicht früher informiert worden sind.“ Ob man die öffentliche Meinung zum Thema Asyl anders hätte steuern können, sei zwar fraglich. „Aber man hätte sich auf die Lawine vorbereiten können“, so Leitert.

Oehmes Antwort: „Am 1. April stand noch nichts fest. Ich habe sie frühzeitig informiert.“ Lothar Lüdtke (CDU) gab die Kritik postwendend an Knut Leitert zurück: „Sie haben als Kreistagsmitglied doch viel früher als wir von den Plänen erfahren“, sagte er. Das wiederum wies Leitert zurück.

Von Philip Häfner

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