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Schönwalder Energiekonzept beschlossen

Energieverbrauch soll jährlich um ein Prozent sinken Schönwalder Energiekonzept beschlossen

Bis 2030 soll der Energieverbrauch in Schönwalde-Glien jährlich um ein Prozent gesenkt werden; der gemeindeeigene Fuhrpark soll auf CO 2-arme Antriebssysteme umgestellt werden und schon bis 2020 in jedem Ortsteil mindestens eine Ladestation für Elektroautos und -fahrräder stehen. Das geht aus dem kommunalen Energiekonzept hervor, das jetzt beschlossen wurde.

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Quelle: imago stock&people

Schönwalde-Glien. Es sind ehrgeizige Ziele, die sich die Gemeinde Schönwalde-Glien in ihrem energiepolitischen Leitbild gesetzt hat. Bis 2030 soll der Energieverbrauch im Ort jedes Jahr um ein Prozent gesenkt werden, der kommunale durch Gebäude und Strombeleuchtung, Strom und Wärme sogar um zwei Prozent; der gemeindeeigene Fuhrpark soll sukzessive auf CO 2-arme Antriebssysteme umgestellt werden und schon bis 2020 in jedem Ortsteil mindestens eine Ladestation für Elektroautos und -fahrräder stehen. Das geht aus dem kommunalen Energiekonzept hervor, das die Gemeindevertreter jetzt mehrheitlich beschlossen haben. Erstellt hatte das Konzept ein Leipziger Ingenieursbüro. 21 000 Euro waren dafür fällig.

Gut investiertes Geld

Aus Sicht der Gemeinde ist es gut investiertes Geld. „Die Gemeinde Schönwalde-Glien ist sich ihrer energie- und klimaschutzpolitischen Verantwortung bewusst und möchte ihren Beitrag zur Energiestrategie 2030 des Landes Brandenburg und zur nationalen Klimaschutzstrategie leisten“, heißt es im Leitbild.

Derzeit verursacht jeder Einwohner von Schönwalde-Glien jährlich etwa acht Tonnen Treibhausgase. Bis 2030 soll dieser Wert um etwa ein Drittel gesenkt werden. Gleichzeitig soll der Energieverbrauch im Gemeindegebiet verringert und der Anteil erneuerbarer Energien erhöht werden. Das alles geht jedoch nur, wenn die Bürger mitziehen. Private Haushalte und die lokale Wirtschaft verbrauchen zusammen knapp 55 Prozent der Energie und verursachen 56 Prozent aller Treibhausgase; für die öffentliche Hand liegen die Werte lediglich bei 1,2 beziehungsweise 1,3 Prozent. Das Leitbild formuliert es so: „Klimaschutz ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, dass nur durch die Einbindung von Bürgern, der Verwaltung, der Wirtschaft, der Vereine sowie von Schulen und Kitas vorangebracht werden kann.“

200 Seiten Energiekonzept

Insgesamt umfasst das Energiekonzept knapp 200 Seiten. Es enthält auch Maßnahmen, die in den kommenden Jahren nach und nach angegangen werden sollen – die jeweilige Zustimmung der Gemeindevertretung vorausgesetzt. Die Gemeinde ist gewillt entsprechendes Geld in die Hand zu nehmen. „In jedem Haushaltsplan werden einige Punkte enthalten sein“, so Bürgermeister Bodo Oehme (CDU).

Höchste Priorität genießt laut Energiekonzept unter anderem die energetische Ertüchtigung kommunaler Gebäude, der Bau von Solaranlagen auf Gebäuden in Gemeindebesitz und eine Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Beleuchtungssysteme mit Dimmungsschaltung. Für zwei Straßenzüge wurde das bereits erledigt.

Zudem soll baldmöglichst ein Klimabeirat eingerichtet werden. Vorerst hat die Gemeindevertretung die Aufgaben dieses Gremiums dem Ausschuss für Umwelt, Ordnung, Sicherheit und Landwirtschaft übertragen.

Von Philip Häfner

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