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Nauen Kampf hat sich gelohnt: Neues Kita-Gebäude eröffnet
Lokales Havelland Nauen Kampf hat sich gelohnt: Neues Kita-Gebäude eröffnet
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19:43 13.02.2019
Ganz viele Gäste konnten die Kinder in ihrem neuen Haus begrüßen. Zur Feier des Tages sangen sie mehrere Lieder. Quelle: Tanja M. Marotzke
Groß Behnitz

Eigentlich finden die Kinder alles toll an der neuen Kita in Groß Behnitz. Doch manches ist für sie ganz besonders. „Die Kletterburg ist schön“, sagt Nele, und Lilly ist vor allem von den Legosteinen begeistert. Niklas findet die Holzuhr gut und Emely das Hochbett für die Puppen.

Am Mittwoch konnten sie diese und andere Schätze den vielen Gästen zeigen, die zur offiziellen Eröffnung des neuen Hauses kamen. Unter ihnen war auch Nauens Bürgermeister Manuel Meger (LWN), der den symbolischen Schlüssel an Ortsvorsteher Wolfgang Jung überreichte. Das neue Gebäude bietet Platz für 41 Kinder – sechs mehr als im bisherigen Haus gegenüber, das jetzt bis September aufwendig saniert wird.

Überraschender Wasserschaden

Eigentlich wollte Meger schon kurz vor Weihnachten mit einer Pferdekutsche und Geschenken zur Eröffnung vorfahren. Doch das klappte nicht, ein Wasserschaden im Neubau bremste dessen Fertigstellung aus. Nun brachte er die Geschenke eben ein paar Wochen später.

„Sechs Jahre hat der Ort um die Sanierung des alten Gebäudes beziehungsweise um einen Neubau gekämpft“, sagte er. Bei einer gut besuchten Sitzung des Ortsbeirates 2017 im Feuerwehrdepot sei für den Neubau der letzte Schritt getan worden.

Kosten liegen im Plan

„Und die Kosten liegen knapp unterhalb der Planung. Das ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich“, so Meger. Er betonte zudem, dass es sich um den ersten Kita-Neubau nach der Eingemeindung handelt und freute sich, dass die Stadt mit der Kinderwelt Potsdam als Kita-Träger einen Partner hat, mit dem man sich auf kurzem Wege absprechen kann.

Neue Kita für Groß Behnitz

Das neue Kita-Gebäude in Groß Behnitz entstand auf einem etwa 1800 Quadratmeter großen Grundstück. Die Grundfläche des Gebäudes beträgt 370 Quadratmeter.

Alle Gruppenräume haben einen Zugang zum Garten. Im Außenbereich gibt es unter anderem einen Rutschenturm und eine Nestschaukel.

Die Baukosten inklusive der Außenspielgeräte und der Innenausstattung betragen rund 800 000 Euro.

Baubeginn war im Februar 2018. Ende März folgte der erste Spatenstich und am 30. Mai wurde das Richtfest für den Neubau gefeiert.

Dessen Geschäftsführer Gerald Siegert lobte die Kommune für den mutigen Schritt und dankte dem Kita-Team um Leiterin Ulrike Koske, „das im alten Haus eine tolle Arbeit geleistet hat. Aber auch die Eltern haben mitgezogen, damit wir das Ziel erreichen konnten“.

Eltern sind erfreut

Zu ihnen gehört Nadine Schulz, deren Tochter Nala die Kita in Groß Behnitz besucht. „Ich freue mich, dass es mit der neuen Kita nach so vielen Jahren geklappt hat. Wir haben als Eltern lange dafür gekämpft“, sagt sie. Ihr Sohn Tim, der jetzt in die Schule geht, war ab 2010 in der alten Kita. Schon damals setzte sie sich gemeinsam mit weiteren Eltern für eine Lösung ein. Am Mittwoch nun schaute sie gemeinsam mit den anderen Gästen zu, wie die Kinder den Außenspielbereich in Besitz nahmen.

Eingezogen sind Kinder und Erzieherinnen bereits am 4. Februar in das neue Gebäude. „Das war ein harmonischer Vormittag, es gab keine Probleme beim Umzug“, berichtete Kita-Leiterin Ulrike Koske. Sie ist von den verbesserten Arbeitsbedingungen begeistert. Als ein Beispiel nennt sie die Wickelkommode. Wenn jetzt Kinder gewickelt werden müssen, dann können sie über eine ausfahrbare Treppe alleine auf den Tisch klettern. Für die Erzieherinnen sehr rückenschonend.

Küche zum Experimentieren

„Außerdem haben wir eine schöne Küche. Diese ist gleichzeitig auch Experimentier- und Forscherraum“, sagt Ulrike Koske. Die Kinder haben dort eine separate Ebene bekommen. Und schließlich sind die Sanitärräume im Kleinkindbereich so ausgestattet, dass die Kinder auf ausgesprochene Mini-WCs gehen können. Töpfe sind passé. Zudem lobte die Leiterin die hellen Räume mit den großen Fenstern.

Mehrere Lieder sangen die Kinder zur Eröffnung. Quelle: Tanja M. Marotzke

Um den Neubau wurde lange gerungen. Zwischenzeitlich kamen Vorschläge auf den Tisch, die ein größeres Objekt mit mehr Plätzen vorsahen, das ein Stück weiter entstehen sollte. „Ich bin stolz, dass hier heute eine Kita steht und kein Hotel“, sagte Ortsvorsteher Jung.

Glücklicher Tag

„Es hat viel Kraft gekostet, und ohne die Unterstützung der Eltern wäre es nicht gelungen.“ Jung erinnert ans Jahr 2006, als ein „Apfelbäumchen der Hoffnung“ gepflanzt wurde. Zu einem Zeitpunkt, als es um die Zukunft der Groß-Behnitzer Kita ganz schlecht stand. Für ihn ist es kein Zufall, dass dieser Baum 2018 besonders viele Früchte trug.

Jung sprach von einem „glücklichen Tag für uns Behnitzer“ und ermunterte die Bewohner: „Es lohnt sich, Kinder anzuschaffen. Wir kümmern uns darum!“ Denn mit der Sanierung der alten Kita werden bald 35 weitere Plätze zur Verfügung stehen.

Von Andreas Kaatz

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