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Nauen Tagespflege stellt sich vor: Zwischen Presseschau und Mittagsschlaf
Lokales Havelland Nauen Tagespflege stellt sich vor: Zwischen Presseschau und Mittagsschlaf
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17:23 28.02.2019
Beim Tag der offenen Tür kamen in der Tagespflege „Miteinander“ Besucher, Angehörige und das KMG-Team zusammen. Quelle: Laura Sander
Nauen

Gemeinsam kochen, Karten spielen oder singen: In der Tagespflegeeinrichtung „Miteinander“ in der Nauener Schützenstraße hat Langeweile keinen Platz. „Mein Sohn brachte mich auf die Idee, mich hier anzumelden und es gefiel mir auf Anhieb. Alle sind sehr liebenswert und mittlerweile komme ich sogar fünf Tage in der Woche“, sagte Sonja Lubasch. Die Nauenerin genießt die Gesellschaft, der Spaß steht immer an erster Stelle, so die 90-Jährige.

20 Plätze in neu gestalteten Räumen

Insgesamt 20 Plätze bietet die KMG Kliniken Unternehmensgruppe an ihrem Nauener Standort an, den sie 2017 von der Vita Hauskrankenpflege übernommen hat. Seither ist viel passiert. „Wir haben den Garten neu gemacht und auch die Räumlichkeiten komplett umgestaltet. Neue Mitarbeiter bringen frischen Wind und innovative Ideen ins Haus“, sagte Kristina Schröder, Geschäftsführerin der ambulanten Pflege.

Beim Tag der offenen Tür kamen am Donnerstag Besucher, Angehörige und das KMG-Team zusammen. „Es ist sehr wichtig, auch mit den Angehörigen engen Kontakt zu halten. Wir veranstalten regelmäßig Abende, an denen wir uns austauschen“, so Schröder weiter.

Presseschau und Mittagsschlaf

Dieses Angebot nutzt auch Erika Reinholz. Seit rund drei Jahren besucht ihr Mann Walter Reinholz ein bis zwei Mal in der Woche die Nauener Einrichtung. „Wir spielen viel oder diskutieren bei der Presseschau aktuelle politische Themen“, sagte der 81-jährige Nauener. „Ich mache hier außerdem Sport und dann ist da noch der Mittagsschlaf. Der muss auch mal sein“, sagte Walter Reinholz.

Jeden Morgen werden die Besucher der Tagespflege von Zuhause abgeholt, alle haben einen Pflegegrad. „Einige Patienten haben eine beginnende Demenz, bei anderen ist sie bereits stärker ausgeprägt. Viele Besucher haben einfach keine Lust alleine zu sein“, sagte Kristina Schröder. „Manche Patienten kennen sich von früher und treffen sich hier wieder. Sie erinnern sich ganz genau und kommen schnell ins Gespräch“, so die 27-Jährige, die sich ganz bewusst für ihren Beruf entschieden hat.

Bewusste Entscheidung für den Pflegebereich

„Nach meiner Ausbildung habe ich Krankenhausmanagement studiert, weil ich unbedingt im Gesundheitswesen bleiben wollte. Die Arbeit ist so wichtig und hat Zukunft: Wir werden immer pflegebedürftiger und dafür müssen wir uns gut aufstellen.“

Ausflüge zu Karls Erlebnis-Dorf oder zum Eselhof sorgen regelmäßig für Abwechslung. Alle sechs Wochen gibt es eine Arztvisite, auf Anfrage kommt ein Physiotherapeut, ein Logopäde oder der Friseur vorbei. Auch die Zusammenarbeit mit der nahe gelegenen Kita hat das Tagespflege-Team wieder aufgenommen. „Die Kinder singen mit unseren Besuchern oder machen Sport – das ist sowohl für die Kinder, als auch für die Senioren eine Bereicherung. Vor kurzem hatten wir Besuch von einem Pony und einem Hund – das war das absolute Highlight“, sagte Schröder.

Keine Langeweile im Alltag der Besucher

Gedächtnistraining, Gespräche und eine spannende Partie Mensch-Ärgere-Dich-Nicht runden den Alltag der Bewohner ab. „Das wichtigste Ziel unserer Tagespflege und der angeschlossenen ambulanten Pflegeeinrichtung ist es, dass die Menschen so lange wie möglich im eigenen Zuhause bleiben können“, so Schröder.

Von Laura Sander

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