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Nauen Unterricht mit Laptop und Tablet
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15:23 24.04.2018
Nauener Drittklässler arbeiten im Unterricht mit Laptops. Quelle: Peter Stuhlmann
Nauen

Schüler der dritten Klasse der Käthe-Kollwitz-Grundschule staunten nicht schlecht, als ihr Unterricht nicht wie gewohnt in ihren Klassenräumen sondern in der Aula stattfand, wo auf Gruppentischen Tablets und Laptops lagen. Ein Projekttag zum „Umgang mit sich und anderen in der digitalen Welt“ stand im Stundenplan.

So ganz wussten die Mädchen und Jungen zu dem Zeitpunkt noch nicht, was sie erwarten würde. „Dürfen wir heute mit der Technik arbeiten?”, fragte eine Schülerin. Doch Lehramtsstudentin Anne-Sophie Rückemesser, die, anstatt im Hörsaal der Universität in Potsdam zu sitzen, die Schüler beim Projekttag unterstützte, bat um Geduld. „Zuerst bearbeitet ihr in den Gruppen einige Aufgaben. Dazu braucht ihr noch keine Technik.”

Hohe Motivation bei den Schülern

Anne-Sophie Rückemesser war nicht das einzige neue Gesicht an diesem Tag in der Kollwitzschule. Auch zwei Medienpädagoginnen der gemeinnützigen Organisation „Get Your Wings“ aus Berlin und zwei weitere Lehramtsstudentinnen aus Potsdam begleiteten die Schüler beim Projekttag.

Medienpädagogin Anabel Ternès, die vor drei Jahren die Organisation „Get Your Wings“ gegründet hat, kennt die Neugierde der Kinder, wenn Smartphones oder Tablets im Unterricht eingesetzt werden. „Wenn Kinder im Unterricht etwas Neues ausprobieren dürfen, ist die Motivation meist sehr hoch, sofort loszulegen. Wichtig ist uns allerdings, den Schülern einen reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln.” Dazu gehöre es zu wissen, wann und für welche Tätigkeit ein Arbeiten mit digitalen Medien sinnvoll ist und wann nicht, welche grundlegenden Sicherheitsstandards zu beachten sind oder wie man seine Privatsphäre schützt.

Mobile Geräte sind schneller einsetzbar

Seit dem Schuljahr 2016/17 ist Medienbildung fachübergreifend im Rahmenlehrplan für Berlin und Brandenburg integriert. Trotzdem kommen Schüler im Unterricht eher selten mit digitalen Medien in Berührung. „In unserer Schule gibt es zwar einen Informatikraum, aber wir haben keine Tablets”, sagt Schulleiterin Nadine Croux. Gerade mobile Geräte seien besser in den Unterricht integrierbar und schneller einsetzbar. „Wir arbeiten gern mit Medienpädagogen zusammen, die die Technik, aber auch das Know how dafür mitbringen und die Anwendung mit unserem Lehrplan kombinieren”, ergänzt sie.

Im Sachkundeunterricht der Drittklässler der Käthe-Kollwitz-Grundschule wird momentan der Umgang mit sich und anderen in der digitalen Welt behandelt. Medien spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Heutzutage kommunizieren und spielen Kinder immer mehr mit dem Smartphone. „Sie nehmen es mit, wenn sie sich mit Freunden treffen oder chatten, wenn sie mit der Familie am Esstisch sitzen. Social Media und Online-Spiele sind angesagt, das klassische Gespräch und die persönliche Nähe zu Menschen treten dabei in den Hintergrund“, so Anabel Ternès. Soziale Kompetenzen seien in dieser digitalen Zeit immer wichtiger. Beim Projekttag wurden deshalb beide Themen miteinander verknüpft.

Für beide Seiten gewinnbringend

Die Schüler befassten sich mit den Themen faires Verhalten, Umgang mit Konflikten und digitale Freunde. In Gruppen schrieben sie Artikel für ein digitales Buch, malten Bilder, erstellten ein Layout und vertonten ihre Kapitel. Am Ende war ihr eigenes digitales Buch fertig. „Projekte, wie diese sind gewinnbringend nicht nur für die Lehrkräfte sondern auch für die Schüler”, sagte Nadine Croux. „Die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern bedeutet zugleich Vielfältigkeit für die Gestaltung des Unterrichts. Es gibt immer verschiedene Teilwege zu einer Problemlösung – ob mit oder ohne Medien.”

Von Carina Troxler

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