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Nauen Vor 20 Jahren wurde die neue Klinik eröffnet
Lokales Havelland Nauen Vor 20 Jahren wurde die neue Klinik eröffnet
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18:27 14.06.2018
Kliniken-Geschäftsführer Jörg Grigoleit und Pressesprecherin Babette Dietrich. Quelle: Andreas Kaatz
Nauen

Wenn Jörg Grigoleit zurück blickt, kann er es angesichts heutiger Planungszeiträume immer noch kaum glauben, dass damals alles so schnell ging. Am 25. November 1993 wurde die Entwurfsplanung für das neue Nauener Krankenhaus beschlossen, fünf Monate später lag der Bewilligungsbescheid über 147 Millionen Mark vor und am 13. August 1994 folgte der erste Spatenstich. Schließlich konnte die damalige Havellandklinik am 1. Mai 1998 eingeweiht werden.

Das ist jetzt 20 Jahre her und wird am 23. Juni mit einem Fest ordentlich gefeiert. Alle Interessierten sind eingeladen. „Wir haben den Bau in Rekordzeit vollzogen“, so der heutige Geschäftsführer der Havelland Klinken Unternehmensgruppe.

Der Bau wurde preiswerter als gedacht

Damals schob er als Gesundheitsdezernent des Landkreises Nauen das Vorhaben mit an und ist immer noch stolz darauf, dass das Projekt neun Millionen Mark preiswerter ausfiel, als geplant. Brandenburgs Sozialministerin Regine Hildebrandt kam zur Eröffnung. Schließlich war es nach der Wende einer der ersten Klinik-Komplettneubauten im Land.

Dass es so schnell ging, hing laut Grigoleit aber auch damit zusammen, dass das benachbarte Spandau Druck gemacht hat. „Wir hatten die spannende Situation, dass das Krankenhaus in Staaken exterritorial war“, sagt er. Denn mit dem Einigungsvertrag lag die 1992 mit dem Kreiskrankenhaus Nauen fusionierte Einrichtung, in der zu DDR-Zeiten auch viele Nauener geboren wurden, plötzlich auf Spandauer Gebiet.

Staakener Krankenhaus sollte schon 1993 geschlossen werden

„Das Krankenhaus sollte 1993 geschlossen werden, wir konnten es aber bis 1998 verlängern“, erinnert sich der Geschäftsführer. Spandau wollte das Areal angeblich für andere Zwecke nutzen. Passiert ist dort indes bis heute nichts. „Hätte es aber den Druck nicht gegeben, wäre es wohl schwierig gewesen, den Krankenhausbau in Nauen durchsetzen“, so Grigoleit rückblickend.

Seit 1998 schreibt das Krankenhaus schwarze Zahlen. Anfangs waren am Standort Nauen 437 Mitarbeiter tätig – darunter aus der im gleichen Jahr geschlossenen Klinik in Staaken. Jetzt sind es 603 Beschäftigte, wobei ein Teil davon für die gesamte Unternehmensgruppe tätig ist.

Dank an die Mitarbeiter

Den Mitarbeitern gilt letztlich auch Grigoleits besonderer Dank. „Ein neues schickes Krankenhaus allein nutzt nichts. Es muss auch mit Leben erfüllt werden.“ Und das sei gut gelungen. Im Jahre 2003 folgte die Fusion mit dem Rathenower Krankenhaus, das zusammen mit Nauen bis heute die Havelland Kliniken GmbH bildet.

Immer wieder wurde im Laufe der Zeit gebaut. Schon 1999 musste man Räume für die Psychiatrie herrichten. Danach folgten weitere Vorhaben, und es geht munter weiter: „Wir werden ein umfangreiches Bauprogramm umsetzen“, kündigt Grigoleit an. So soll der Bereich der Notfallversorgung demnächst umgebaut werden. Dazu zieht diese noch 2018 vorübergehend in einen anderen Gebäudetrakt. Zudem wird die Intensivmedizinische Abteilung umgebaut und erweitert.

Baubeginn für Pflegefachschule ist geplant

Ein ehrgeiziges Vorhaben soll ebenfalls noch in diesem Jahr starten: Der Bau der Pflegefachschule, die hinter dem Seniorenzentrum in der Ketziner Straße entsteht. Die Baugenehmigung liegt mittlerweile vor. „Wir hoffen, die Einrichtung zum Oktober nächsten Jahres in Betrieb nehmen zu können“, sagt Grigoleit und hatte gleich noch eine weitere gute Nachricht zu vermelden: Die Schule in Selbelang hat die Zulassung als Krankenpflegeschule erhalten. Diese wird später in das neue Nauener Gebäude umziehen.

Auch die Medizintechnik wird weiter erneuert. So kann die Radiologie bereits auf ein erweitertes Leistungsspektrum verweisen. Der Herzkatheterplatz wird modernisiert und ein weiterer eingerichtet. Und auch der Service für die Patienten erfährt eine Verbesserung – nicht nur beim Wlan. So sollen Schritt für Schritt bis 2025 die Zimmer umgebaut werden, so dass es letztlich nur noch Ein- bis Zweibett-Zimmer gibt.

Leistungsangebot in der Geriatrie wird erweitert

In Sachen Medizin will man künftig verstärkt unter anderem auf die Geriatrie orientieren. „Die Bevölkerung wird immer älter und so müssen wir das Leistungsangebot bei der Altersmedizin ausweiten. Auch die Telemedizin wird ein Thema sein“, kündigt Grigoleit an. Darüber hinaus wird ein onkologisches Zentrum entwickelt.

Von Andreas Kaatz

Zu einer Bombenentschärfung wird es am Freitag, 22. Juni, in der Nähe des Nauener Bahnhofs kommen. Bei der Untersuchung eines Baufeldes in einem Siedlungsbereich wurde eine Anomalie festgestellt, bei der man von einer Weltkriegsbombe ausgeht.

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