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Nauen Waghalsige Sprünge und coole Klänge
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19:47 25.06.2018
Etwas fürs Auge und für die Ohren wird es am kommenden Samstag auf dem Gelände an der Robert-Bosch-Straße in Nauen geben. Quelle: Privat
Nauen

Viel los sein wird am kommenden Sonnabend wieder im Nauener Skate- und BMX Park in der Robert Bosch-Straße. Zwei Veranstaltung an einem Tag erwarten dort ihr jugendliches Publikum. So heißt es ab 11.30 Uhr zum vierten Mal: „Nauen auf Rollen. Dann sind erneut waghalsige Sprünge auf der Anlage zu erleben. Anschließend startet um 18 Uhr das Jugendfestival x up/Music art wheels.

Dieses feiert Premiere, wird vom Verein meilenreich organisiert und ist ein Ergebnis des Workshops „Macht’s auch selbst“, bei dem Jugendliche erstmals den Wunsch nach einer solchen Veranstaltung geäußert hatten. Es soll ein Mix aus Lifestyle, Musik und Jugendarbeit sein. Livebands werden ebenso so zu erleben sein wie DJs. Es gibt BMX-Action und Graffiti-Kunst.

Slackline-Anlage geplant

Aber es wird an dem Tag auch eine Abstimmung geben. Die Jugendlichen haben nämlich die Möglichkeit, sich im Rahmen des Festivals für die ersten Maßnahmen zu entscheiden, mit denen der Skate- und BMX-Park aufgewertet werden soll. So geht es um den möglichen Bau einer Slackline-Anlage, um die Errichtung einer Feuerstelle und um den Bau von Bänken sowie Stufen zum Container, der bereits auf dem Gelände steht. Mindestens einer der Vorschläge soll schon 2018 – eventuell in den Sommerferien – realisiert werden.

Ziel der Stadt ist es, dem 2015 entstandenen Skate- und BMX-Park ein besseres Image zu verpassen, nachdem dessen Ruf in der Vergangenheit arg gelitten hatte. So wurden Vandalismus und Vermüllung beklagt. Es gab Alkohol- und Drogenkonsum von Jugendlichen, die mit der Bahn an sich nichts zu tun hatten, sondern dort nur abhängen wollten. Andere Jugendliche blieben dadurch fern.

Ein Bereich für Jugendliche soll entstehen

Eine Situation, die sich mittlerweile aber verbessert hat, wie es heißt – im Zusammenspiel von Stadt und den Trägern Johanniter, Humanistischer Freidenkerbund und Leonardo-da-Vinci-Campus. Deren Vertreter zeigen regelmäßig Präsenz.

„Wir wollen dort künftig dauerhaft einen Jugendraum für Nauen etablieren“, sagte die städtische Jugendkoordinatorin Anne Gillwald-Leppin. „Denn derzeit gibt es keine ausgewiesenen öffentlichen Flächen, die Jugendliche nutzen können. Der Stadtpark wird nicht angenommen.“ Wie dieser so genannte Jugendraum aussehen und was dort passieren soll, wird Inhalt eines Konzeptes zum Skate- und BMX-Park sein.

Aktionen und Projekte

An diesem wird bereits unter Beteiligung der Jugendlichen gearbeitet. Wann es vorliegt, ist aber noch offen. Inhaltlich wird es um beispielsweise um pädagogische Angebote gehen, um Aktionen, Projekte, Veranstaltungen und Präventionsmaßnahmen. Geplant ist auch, die BMX-AG zweimal wöchentlich stattfinden zu lassen.

Vorstellungen der Jugendlichen dazu, was auf der Fläche an der Boschstraße passieren soll, gibt es jedenfalls reichlich. Im Zuge einer Jugendkonferenz wurde beispielsweise der Wunsch nach einer Toilette oder nach einer Parkerweiterung um einfachere Elemente geäußert.

Container wird zur Wetterhütte

Außerdem sind mehr Aktionen und Events gewünscht – und auch eine Wetterhütte. Diese Funktion soll der Container übernehmen. Dieser muss dazu jedoch umgebaut, sprich: seitlich aufgeschnitten werden. Für diese Arbeiten sucht Anne Gillwald-Leppin noch tatkräftige Mithilfe. „Vielleicht könnte uns ein Schlosser unterstützen“, sagt sie. Zudem werden im Falle der geplanten Feuerstelle oder der Bänke Spender gesucht, die Material zur Verfügung stellen und auch ihr handwerkliches Know how.

Grundsätzlich aber gilt: „Die Jugendlichen sollen ihren Raum selbst gestalten und sie wollen das auch“, sagt Anne Gillwald-Leppin. Auf diese Weise möchten sie auch die teils skeptischen Kommunalpolitiker davon überzeugen, dass es sich lohnt, das Projekt BMX-Park zu unterstützen.

Von Andreas Kaatz

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