Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Nauen Weiter Streit um Strandbad Schönwalde
Lokales Havelland Nauen Weiter Streit um Strandbad Schönwalde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:07 10.07.2015
Das Strandbad Schönwalde ist bei Familien beliebt. Quelle: Tanja M. Marotzke
Schönwalde-Glien

Gegner und Befürworter der Ausbaupläne rund um das Strandbad in der Schönwalder Siedlung haben sich am Donnerstag zur Einwohnerversammlung getroffen. Der entscheidende Satz fiel dabei erst ganz am Ende: „Hoffentlich finden wir eine Lösung, mit der beide Seiten leben können“, sagte eine Anwohnerin fast flehend. „Ich möchte nicht, dass sich beim Edeka keiner mehr grüßt und die Leute sich nicht in die Augen schauen können.“

Die Sorge ist nicht ganz unbegründet. Bereits während der Planung des jetzigen Strandbads hatte es erheblichen Unfrieden in der Gemeinde gegeben. „Die Fragestellung ist dieselbe wie damals: Ist eine Sportstätte an dieser Stelle sinnvoll?“, sagte Stephan Stroux, ein Gegner der Ausbaupläne. „Ich sehe keinen anderen Standort, an dem sich ein derartiges Gelände mit Sportplatz, Wasserfläche und Liegewiese realisieren lässt“, hielt Schönwaldes Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) dagegen.

Die Gemeinde plant das Areal zu vergrößern. Beabsichtigt ist der Bau einer Beachvolleyballanlage und eines Spielbereichs für Kleinkinder; außerdem sollen die angrenzenden Fußballplätze um einen Kunstrasenplatz erweitert, eine Tribüne errichtet und zusätzliche Parkplätze angelegt werden. Auch die Gaststätte muss modernisiert werden. Gesamtkosten: rund 1,3 Millionen Euro, wobei die Gemeinde Fördermittel beantragt hat. Dennoch bliebe ein Eigenanteil von etwa 350 000 Euro.

Gegen die Pläne wehrt sich ein Bündnis aus Grünen, Forum Schönwalde und den Vereinen Pro Natur Schönwalde-Glien und EFCS (Verein zur Erhaltung und Förderung des Charakters von Schönwalde). Sie beklagen mangelnde Bürgerbeteiligung. „Viele Fragen hätte man im Vorfeld klären können, dann bräuchten wir jetzt keine Versammlung“, sagte Karl-Heinz Kordt (Grüne). Weil der Vorentwurf für den Bebauungsplan in der Weihnachtszeit ausgelegt wurde, wenn viele verreist sind, „drängt sich der Verdacht auf, dass Bürgerbeteiligung bewusst ausgeschlossen werden sollte“, so Christian Kaiser vom EFCS.

Inhaltlich hat das Bündnis drei Hauptkritikpunkte: die Baumfällungen, höhere Lärmbelastung und die fehlende Zugänglichkeit der Fußballplätze für die Öffentlichkeit. „Wenn wir das machen würden, ist der Platz in spätestens einem Jahr nicht mehr benutzbar“, entgegnete Uwe Venzke, Jugendleiter beim Schönwalder SV 1953. Der Bedarf für den Kunstrasenplatz sei da. Weil am Sportplatz am Schullandheim keine sanitären Anlagen vorhanden sind – und wegen des Naturschutzgebietes auch nicht gebaut werden dürfen –, können dort keine Punktspiele ausgetragen werden.

Unterschiedliche Meinungen gibt es zum Lärmschutz. Zwar hat ein Gutachter den geplanten Ausbau als immissionsschutzrechtlich unbedenklich eingestuft, selbst ohne eine Lärmschutzwand, doch die Kritiker haben ihre Zweifel. Ein Gutachten allein sei nichts wert, sagen sie. „Schon damals kamen verschiedene Prüfer zu ganz unterschiedlichen Schlüssen“, sagte Stephan Stroux.

Der Badebetrieb bleibt von den Plänen unverändert. Dass künftig Eintritt erhoben wird, schloss Bürgermeister Bodo Oehme aus.

Von Philip Häfner

Nauen Sie kommen aus Syrien, Kamerun und dem Iran - Erste Flüchtlinge in Falkensee eingezogen

In die Falkenseer Flüchtlingsunterkunft in der Kremmener Straße sind in dieser Woche die ersten Asylbewerber eingezogen. Sie stammen überwiegend aus Syrien und Kamerun, aber auch aus Somalia und dem Iran. Eines ist allen gemeinsam: die Dankbarkeit und die Hoffnung auf ein besseres Leben.

09.07.2015
Nauen Dallgow-Döberitz und Wustermark wollen Projekt mit Potsdam realisieren - Rad- und Reitwege zur Döberitzer Heide geplant

In Dallgow-Döberitz hofft man auf eine bessere Anbindung der Döberitzer Heide. Im Rahmen eines Stadt-Umland-Wettbewerbs mit Potsdam soll ein Rad- und parallel dazu ein Reitweg entstehen, der die Heide besser erreichbar macht. Die Potsdamer wollen die Döberitzer Heide ihrerseits von Krampnitz aus erschließen. Auch aus Elstal soll es bessere Zuwege geben.

09.07.2015
Nauen 40 Brandnester in Wolfslake entdeckt - Waldbrand bleibt unter Beobachtung

Nach dem Waldbrand am Dienstagnachmittag nahe der Tankstelle Wolfslake bleibt das Gelände noch mindestens bis Donnerstagabend unter Beobachtung der Feuerwehr. Man habe 40 Brandnester entdeckt, sagte Norbert Krumm, Gemeindewehrführer von Schönwalde-Glien.

08.07.2015