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Nauen Wenn der Traktor still steht, ist er zur Stelle
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16:54 28.06.2018
Peter Schulz aus Nauen kümmert sich um Traktoren und Schlepper. In seiner Freizeit schraubt er an VW-Bussen. Quelle: Danilo Hafer
Nauen

Mit Traktoren, Feldhäckslern und Mähdreschern kennt sich Peter Schulz aus. Der Nauener ist Landmaschinenmechanikermeister und hat jüngst eine Zusatzausbildung als Betriebswirt bei der Handwerkkammer in Potsdam abgeschlossen. „Die Ausbildung war ein Stipendium, das ich als Brandenburgs bester Meister gewonnen hatte“, erzählt der 29-Jährige.

Fällst ein Gerät zur Ernte aus, ist der Druck besonders groß

„Die Firma, bei der ich arbeite, betreut in erster Linie landwirtschaftliche Betriebe und deren Fuhrpark“, so Schulz. Wenn also etwas kaputt geht, rückt er oder einer seiner Kollegen aus, um den Schaden vor Ort zu beheben. Besonders hoch sei Druck immer dann, wenn ein Gerät ausgerechnet in der Erntezeit kaputt geht und der Stillstand für den Landwirt einen enormen wirtschaftlichen Verlust bedeuten kann. Als Mechaniker müsse man dann jedoch einen kühlen Kopf bewahren.

„Hinzu kommt noch, dass viele Teile extrem teuer sind. Der Austausch einer Kraftstoffhochdruckpumpe kostet zum Beispiel 3000 Euro und das ist noch günstig im Vergleich zu anderen Bauteilen“, erklärt Schulz. Dabei müsse man aber auch die Relationen sehen. Ein moderner Schlepper mit 500 PS koste schnell mal über 300 000 Euro.

Bereits seit Vater arbeitete in der Landwirtschaft

Dass sich Peter Schulz ausgerechnet um Landmaschinen kümmert hat vor allem einen familiären Hintergrund. „Mein Vater arbeitete in einem landwirtschaftlichen Betrieb und so habe ich schon als Kind viel von der Technik mitbekommen und bin daher dort gelandet, wo ich heute bin“, erzählt der 29-Jährige. Er entschied sich nach dem Abitur eine Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker zu machen, in dem Betrieb, in dem er noch heute tätig ist. Gleich im Anschluss an die Ausbildung machte er seinen Meister.

Die Anforderungen an den Beruf haben sich verändert

Heute kümmert sich Peter Schulz hauptsächlich um die Disposition der Mechaniker und schätzt vor allem den Kundenkontakt. „Viele Kunden kenne ich nun schon viele Jahre und so sind mit der Zeit gute Verbindungen entstanden“, so Schulz. Im Laufe der Jahre haben sich aber auch die Anforderungen an den Beruf verändert. „Die größte Herausforderung ist die Komplexität der einzelnen Systeme“ so Schulz. Vieles, was heute in den Maschinen verbaut ist, hat es vor zehn Jahren noch nicht gegeben.

Angeln als Ausgleich

Das Schrauben verfolgt Peter Schulz auch in seiner Freizeit. „Ich habe eine Leidenschaft für VW-Busse und baue gerade wieder einen um“, erklärt er. Daneben reist er gerne nach Norwegen, auch um dort zu Angeln. „Ich angel aber auch mal ganz gerne an der Havel, das ist ein guter Weg, um etwas abzuschalten“, erzählt der 29-Jährige.

Von Danilo Hafer

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