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18:00 20.12.2015
Hartmut Janik erhielt 2015 eine Ehrenamtsauszeichnung. Quelle: Foto: UG
Wansdorf

In Königs Wusterhausen geboren, wuchs Hartmut Janik in Wansdorf im schönen Havelland auf. Und blieb. Wegen der Familie. Und auch, weil es so schön ist.

So schön, dass seine zwei Kinder aus Hannover und Potsdam gerne mit den drei Enkeln zu Besuch kommen. „Dann bin ich viel mit den Enkelkindern draußen in der Natur“ verrät der 55-Jährige, der seine Liebe zur Natur zum Beruf gemacht hat. Er absolvierte eine Lehre im Bereich Garten- und Landschaftsbau bei der GPG Nauen. „Wir haben Rosen und Obstgehölze veredelt“, erinnert sich Janik, der in seiner Freizeit allerdings nicht allzu gerne im Garten arbeitet. Nur das Holz für den Kamin, vor dem er gerne mit seiner Frau ein Glas Wein trinkt, das hackt er gerne selber. Um zu entspannen. „Ich hole es selbst aus dem Wald und arbeite es auf“, berichtet er. Am liebsten, auch zum räuchern, sei ihm Buche. Birke und Eiche seien aber auch nicht zu verachten.

Beruflich hat sich Hartmut Janik nach und nach wieder Wansdorf angenähert. Um schneller bei der Familie sein zu können, übernahm er erst einen Job bei der LEW in Hennigsdorf, dann wurde er Schlosser bei den volkseigenen Gütern in Wansdorf. Seit 2004 arbeitet er im Grünflächenamt der Gemeinde Schönwalde-Glien. „Wir machen alles. Es ist ein schöner, abwechslungsreicher und umfangreicher Beruf, bei dem man unter Leute kommt. Denn wir mähen nicht nur Rasen, sondern verlegen auch Pflaster oder helfen in den Kitas“, erklärt der begeisterte Feuerwehrmann, der Anfang Dezember für sein ehrenamtliches Engagement von Schönwaldes Bürgermeister Bodo Oehme ausgezeichnet worden ist.

Als Achtzehnjähriger kam Hartmut Janik zur Freiwilligen Feuerwehr Wansdorf, die im kommenden Jahr ihr 130-jähriges Bestehen feiern wird. „Wir waren damals eine eingeschworene Truppe, manche waren schon vorher bei der Jugendfeuerwehr. Gemeinsam sind wir 1978 eingetreten.“ Keinen Tag habe er davon bereut, so Janik überzeugt, auch wenn so manches Wochenende für Weiterbildungen und Lehrgänge, zuletzt zur Einführung des Digitalfunks, draufgegangen sei. „Unsere Zeit bei der Feuerwehr kann man gar nicht bezahlen.“

Auch bei den Hochwassereinsätzen an Elbe und Oder waren die Kameraden dabei. „Das hätte mir doch auch passieren können“, bringt es der stets hilfsbereite Wansdorfer auf den Punkt. Froh sei er nur, dass er noch nie ein totes Kind bei einem Einsatz sehen musste. „Natürlich lasten Verkehrsunfälle oder Wohnungsbrände auf unseren Schultern“, gibt er ehrlich zu.

Zur Entspannung setzt Janik sich dann auf sein Motorrad und fährt ins Grüne. Gerne auch mit Freunden übers Wochenende. Bei Feierlichkeiten im Dorf ist der Wansdorfer stets hinter dem Grill anzutreffen. Auch um den Förderverein der Dorfkirche zu helfen. Nur die Familie steht über allem: „Seit zwölf Jahren machen wir ein Pfingstfamilientreffen. Dann kommen 50 Gäste zu uns auf den Hof.“

Von Ulrike Gawande

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