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Nauen Zwei weitere Kitas entstehen
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20:43 26.06.2018
Für die neue Groß-Behnitzer Kita mit mehr als 40 Plätzen wurde kürzlich erst Richtfest gefeiert. Zum Jahresende soll sie fertig sein. Wegen des Kitaplatz-Mangels in Nauen bleibt die alte Kita im Ort vorläufig in Betrieb. Quelle: Wolfgang Balzer
Nauen

Gleich zwei neue Kindertagesstätten will die Stadt Nauen kurzfristig in den Ortsteilen errichten. Am Montagabend haben die Stadtverordneten beschlossen, die entsprechenden Projekte in Angriff zu nehmen. Eine Kita soll am Behnitzer Weg im Ortsteil Berge entstehen, neben dem Sportplatz. Eine weitere ist am Falkenweg in der Waldsiedlung geplant.

Hintergrund ist der derzeitige Mangel an Kita-Plätzen in der Stadt, woran sich wegen des Zuzugs nichts ändern wird. „In meiner bisher kurzen Amtszeit als Bürgermeister musste ich etwa 50 Ablehnungen unterschreiben“, sagte Bürgermeister Manuel Meger (LWN).

Es gibt keinen Spielraum mehr

Erst vor Kurzem habe er wieder zwei Eltern eine Absage erteilen müssen. Denn die Einrichtungen sind ausgelastet, und auch in der größten Kita „Kinderland“ mit ihren 244 Plätzen gibt es keinen Spielraum mehr. Im Gegenteil: Zum siebten Mal musste für diese Einrichtung eine Ausnahmegenehmigung für mehr als 20 Plätze beantragt werden.

Die geplanten beiden Kitas sind für Meger ein Signal, „dass die Stadt einsieht, dass es zu wenig Plätze gibt, und deshalb jetzt handelt“. Ursprünglich war nur in Berge eine Kita mit etwa 50 Plätzen geplant – anfangs neben der Kirche.

Das gleiche Gebäude wie in Groß Behnitz entsteht

Um Planungskosten und -zeit einzusparen, soll nun im Behnitzer Weg das gleiche Gebäude entstehen, wie es derzeit in Groß Behnitz gebaut wird. Notwendig ist allerdings ein B-Plan, für den die Stadtverordneten jetzt den Aufstellungsbeschluss gefasst haben. „Im Februar/ März nächsten Jahres könnte der erste Spatenstich sein, so dass die Kita Ende 2019 bezugsfertig ist. Das ist durchaus sportlich“, sagte der Bürgermeister.

Finanziert werden soll der Bau der Einrichtung auch mit Fördermitteln, die die Stadt ursprünglich für den Bau einer Kita im geplanten Wohngebiet „Lichtblick I“ nahe Aldi eingeplant hatte. Dort soll eine Einrichtung mit 150 Plätzen entstehen. Allerdings wird es mit diesem Vorhaben noch ein wenig dauern.

Investor ist bereits gefunden

Ein Investor ist zwar gefunden, aber es laufen derzeit noch mit der kommunalen Grundstücksgesellschaft GGN Gespräche zum Grundstück. Somit droht der Bescheid zu verfallen, unlängst erst war dessen Gültigkeit bis 31. Oktober 2018 verlängert worden.„Es wäre fatal, wenn wir den Förderbescheid wieder zurückgeben müssten“, sagt Meger. Damit das nicht passiert, soll das Geld in Berge ausgegeben werden.

Berge hatte nach einem Variantenvergleich zum Kita-Standort den Vorzug vor der Waldsiedlung erhalten. Doch kurzfristig fiel jetzt die Entscheidung, zusätzlich auch in diesem Ortsteil eine Kita zu errichten. So wurde am Montag eine entsprechende Tischvorlage von den Fraktionen LWN+Bauern, SPD, CDU und Die Linke gemeinsam eingebracht und von den Stadtverordneten einstimmig verabschiedet.

Versammlungsraum wird integriert

Die in der Waldsiedlung geplante Einrichtung soll zwar auch 40 bis 50 Plätze haben, aber darüber hinaus zusätzlich einen Versammlungsraum erhalten, der für Wahlen, Senioren-, Kinder- und Vereinsarbeit sowie für Familienfeiern genutzt werden kann. Daran fehlt es dort nämlich seit Jahren. Geplant ist, den Bau 2019 zu planen und 2020 zu errichten. Ein B-Plan besteht schon. Die 25 000 Euro für die Planung sollen aus dem Sozialraumbudget genommen werden.

Zur Trägerschaft beider Kitas gibt es noch keine Festlegungen. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir sie selbst bewirtschaften, aber auch, dass andere dies tun“, so Meger.

Von Andreas Kaatz

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