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Havelland Nauener Feuerwehren schrumpfen weiter
Lokales Havelland Nauener Feuerwehren schrumpfen weiter
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17:15 26.03.2017
Feuerwehrleute löschen brennende Autos in Nauen. Quelle: Julian Stähle
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Nauen

Die Zeichen stehen auf Alarm bei den Feuerwehren der Stadt Nauen. Seit einigen Jahren gehen die Mitgliederzahlen zurück, im Vorjahr sind wieder drei Kameraden ausgeschieden. Das bezeichnete Stadtwehrführer Jörg Meyer am Samstag in der Jahreshauptversammlung als „fast schon positiv, wenn man das mit manchen Vorjahren vergleicht“. Er musste konstatieren, dass es 2016 nicht gelungen war, neue Mitglieder für den aktiven Dienst zu werben. Auch die Belebung oder Neugründung der Jugendfeuerwehren in den Ortsteilen Bergerdamm und Tietzow kam nicht zustande und bleibt somit ein Ziel für dieses Jahr“, sagte er.

Als Ursache für den Mitgliederrückgang führte der Stadtwehrführer gesellschaftspolitische Gründe an – vor allem die mangelnde Unterstützung seitens der Politik. „Es ist traurig, dass Ehrenamtliche ihre Freizeit, ihre Gesundheit und im schlimmsten Fall ihr Leben einsetzen, um anderen Menschen zu helfen, jedoch für ihr jahrelanges Engagement nicht einmal 5 Euro mehr Rente bekommen“.

Auch bei der Mitgliederwerbung sieht Jörg Meyer neben den Eltern vor allem die Politik in der Pflicht. „Im Saarland, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sehe ich Bus-Flotten des Kreises mit Feuerwehr-Werbung durch die Städte fahren. Dort laufen TV-Spots, die von der Politik finanziert werden. Warum klappt so etwas nicht im Land Brandenburg“, fragte Meyer.

Er forderte die Politiker zudem auf, dem wachsenden Missbrauch von Hilfeleistungen einen Riegel vorzuschieben: „2016 hatten wir 28 Türnotöffnungen, von denen ich 13 als Erschleichung von Dienstleistungen einstufe“, rechnet er vor. „Wir haben keine Lust mehr, wegen eines Betrunkenen auszurücken, der sein Schlüsselloch nicht trifft, und wir ihm dann die Tür aufschließen sollen“, beschwerte sich Meyer. Hier sei die Politik gefordert – wenn man solche Einsätze in Rechnung stellen könnte, würden Missbräuche derlei Art unterbleiben. „Wir sind richtig teuer“, drohte er.

Zu 349 Einsätzen wurden Feuerwehrleute aus Nauen und den Ortsteilen im Vorjahr gerufen. Den Löwenanteil von 159 trug dabei die Einheit Nauen. 184 Mal leisteten die Kameraden Hilfe, etwa bei Verkehrsunfällen, 165 Mal wurden sie zu Bränden gerufen.

Insgesamt sind 240 Feuerwehrleute – darunter 42 Frauen in den Einheiten ehrenamtlich tätig. „Bei der Jugendfeuerwehr haben die Jungs mit 79 Mitgliedern zwar die Nase vorn – die Mädchen sind aber mit 33 sehr gut vertreten“, sagte der oberste Nauener Feuerwehrmann.

Von Jens Wegener

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