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Nauener Meile: Vorwürfe an die Stadt

Nauen Nauener Meile: Vorwürfe an die Stadt

Nach drei erfolgreichen Veranstaltungen fiel 2017 das Laufevent „Nauener Meile“ aus. Die Organisatoren hatten dies schon im Sommer mit hohen behördlichen Auflagen und mangelnder Unterstützung durch die Stadt begründet. Ihre Vorwürfe wiederholen sie nun. Seitens der Stadt heißt es jedoch, dass es nur ein Minimum an Auflagen gegeben habe.

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Auch über den Luther-Platz ging es bei der „Meile“.

Quelle: Archiv

Nauen. Nach drei erfolgreichen Veranstaltungen in den Jahren davor fiel 2017 das Laufevent „Nauener Meile“ aus. Die Organisatoren hatten dies schon im Sommer mit hohen behördlichen Auflagen und wenig Unterstützung seitens der Kommune begründet. Bei einer Aussprache im Nauener Bildungsausschuss wiederholten sie jetzt diese Vorwürfe.

„900 Läufer waren dabei, 3500 Zuschauer standen am Straßenrand“, sagte Alexander Rust vom Verein meilenreich. „Wir hatten das Ziel, eine Veranstaltung durchzuführen, die gleichermaßen für Sport und Kultur steht. Das ist uns gelungen.“ Denn neben den Läufen habe es auch ein großes Kulturprogramm gegeben. Dem Verein gehe es nun nicht darum zu pöbeln, sondern um Kritik zu äußern.

Die formulierte Martin Torkler vom Verein. „Wir haben den Eindruck, dass es im Rathaus kein Dokumentenmanagement gibt.“ So habe es weder eine Eingangsbestätigung für Anträge, noch eine andere Rückmeldung gegeben. Zudem seien Anträge wochenlang nicht bearbeitet worden oder hausintern verschwunden. Es habe darüber hinaus Probleme mit der Werbung an Litfaßsäulen gegeben, und der Verein habe entlang der Laufstrecke auch keine Infotafeln aufstellen können mit Hinweisen dazu, dass dort nicht geparkt und eingefahren werden dürfe. Vielmehr sei seitens der Stadt darauf hingewiesen worden, dass der Verein dies über Handzettel in den Briefkästen regeln solle. „Damit können wir aber nicht alle erreichen“, so Torkler, der sich zudem über eine Bemerkung geärgert hatte, dass sich die Organisatoren nicht bereichern sollten. „Die Entscheidungsträger in Nauen wollen, dass wir die Veranstaltung durchführen, aber die Sachbearbeiter nutzen ihren Handlungsspielraum zu unseren Ungunsten“, kritisierte Torkler, der aber auch hervor hob, dass von den 10 000 Euro, die die Veranstaltung insgesamt kostete, 3500 von der Stadt Nauen kamen.

Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD) betonte, dass der Verein hinsichtlich der Pflichten nur die notwendigsten Dinge auferlegt bekommen habe. Dazu gehörte unter anderem, Flucht- und Rettungswege frei zu halten, oder auch eine Beschallung von 14 bis 22 Uhr. „Die Auflagen waren auf ein Minimum beschränkt“, so Fleischmann. Wenn etwas kritikwürdig sei, dann müsse man es aber gleich besprechen. „Das waren keine weltbewegenden Dinge, die man nicht hätte klären können.“ Die Kritik von Torkler, dass die Stadt sich nicht genug eingebracht habe, um eine Mitwirkung des VfL Nauen oder der Verkehrswacht zu erreichen, wies er zurück. „Wir als Stadt können nicht Vereinen sagen, sie müssten dort mitmachen.“

Maria Voigt von meilenreich meinte, dass Stadt und Verein bei der Organisation Hand in Hand zusammenarbeiten müssten. „Die Nauener Meile ist imagefördernd für die Stadt und keine Privatsache. Uns geht es darum, dass dies auch anerkannt wird“, sagte sie.

Sofern die Rahmenbedingungen stimmen, wird es möglicherweise im nächsten Jahr eine weitere Auflage der Nauener Meile geben.

Von Andreas Kaatz

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