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Havelland Mit Kopfhörern übers Landgut
Lokales Havelland Mit Kopfhörern übers Landgut
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11:37 14.02.2014
Haben mitgewirkt beim Audio-Guide übers Landgut A. Borsig (v.l.): Nadja Lopez, Fiona Althof, Max Wolff und John Löw vom Leonardo-da-Vinci-Campus in Nauen. Quelle: Andreas Kaatz
Groß Behnitz

Möglich macht dies ein einstündiger Audio-Guide, den Schüler des Leonardo-da-Vinci-Campus in Nauen erstellt haben. Mit Kopfhörern auf den Ohren können die Besucher auf eigene Faust das Landgut erkunden. An sechs Stationen - von der Lokomotive über den Rinderstall bis hin zur Brennerei - erfahren sie dabei vieles über die unternehmerische Leistung Albert Borsigs, können den Gutsverwalter Paul Thamm bei seiner Arbeit begleiten oder erhalten Einblick in die Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis, die sich gegen das nationalsozialistische System richtete und bei der Ernst von Borsig Junior federführend war.

Im Zusammenspiel mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wurde dieser Audio-Guide gestern gemeinsam mit zwei weiteren über Beeskow und die Berliner Schloßstraße in Groß Behnitz vorgestellt. 18 Schüler des LDVC hatten sich zwischen August und Dezember 2013 im Rahmen des Profilkurses Medien und Kommunikation mit dem Landgut befasst - unterstützt von ihren Lehrern Andrej Tschitschil und Andreas Hoffmann. "Wir wollten zeigen, was auf dem Landgut im Laufe der Zeit passiert ist, wie es sich gewandelt hat", sagt Andrej Tschitschil. Und das sowohl auf informelle als auch auf unterhaltsame Weise.

"Anfangs war die Auseinandersetzung mit der Historie recht trocken für die Schüler. Mit der Zeit merkten sie aber, wie schön das sein kann", sagt er. Dazu trug sicherlich auch bei, dass die Neunt- bis Elftklässler professionelle Hilfe bekamen. "Mir hat's Spaß gemacht. Wir erfuhren bei dem Projekt auch, was es für Berufe gibt", sagt Max Wolff, der später mal Musik studieren will. So standen ihnen Drehbuchautoren zur Seite, Sounddesigner und auch Schauspieler, die den historischen Figuren in diesem digitalen Hörspaziergang ihre Stimme gaben. Vieles wurde im Tonstudion in Babelsberg produziert. "Es war somit auch ein Stück Berufsvorbereitung", meint Tschitschil.

Und den Schüler hat es auch sonst etwas gebracht. "Wir haben gelernt, wie man ein Skript schreibt sowie eigene Musik produziert, und wir können nun auch wissenschaftlich recherchieren", sagt Nadja Lopez. So befragten die Schüler während des Projektes auch den Urenkel des Firmengründers August Borsig, Hans-Christoph Harmsen, zur Historie.

Landgutchef Michael Stober freut sich über die Zuarbeit der Da-Vinci-Schüler. "Wir haben sehr viele Besucher, doch die regulären Führungen finden nur an jedem ersten Sonntag im Monat statt", sagt er. Nunmehr können sich die Besucher rund um die Uhr informieren. Der Audio-Guide soll voraussichtlich ab der Saisoneröffnung am 1. April zur Verfügung stehen. "Für ältere Menschen werden wir Geräte zum Ausleihen bereithalten und darüber hinaus auch eine App fürs Handy anbieten", kündigt er an. Zu hören sein wird die Landgutgeschichte aber nicht nur auf deutsch. Stober plant für die Zukunft auch Versionen in Englisch und zwei oder drei weiteren Sprachen.

Susanne Braun von der Stiftung Denkmalschutz begrüßte gestern den Umgang mit den neuen Medien. "Das schlägt Brücken zur Beschäftigung mit dem kulturellen Erbe", sagt sie. Handelt es sich doch bei der Denkmalpflege um ein Thema, das nicht von vornherein Jugendliche anspricht.

Von Andreas Kaatz

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