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Wenn der Mond die Sonne anknabbert

Nauener Schüler verfolgen die Sonnenfinsternis Wenn der Mond die Sonne anknabbert

Die Sonnenfinsternis ist DAS Thema am Freitag gewesen. Natürlich auch an vielen und natürlich auch in Nauen. Dort haben viele Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern das Naturspektakel verfolgt. Und die Schüler waren darauf ziemlich gut vorbereitet.

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Nauer Schüler verfolgen die Sonnenfinsternis.

Quelle: Kaatz

Nauen. Angesichts der Nachfrage waren es letztlich doch zu wenige Sonnenfinsternis-Brillen. "Wir hatten 100 Brillen geordert. Für jede Klasse waren zwei vorgesehen. Aber wie man’s macht, macht man’s verkehrt", meinte Tilo Steinbach vom Leonardo-da-Vinci-Campus in Nauen. Denn wäre es am Freitag bewölkt gewesen, hätte er 100 Brillen zu viel gehabt. Zum Glück herrschten aber beste Bedingungen.

Dabei musste niemand auf das Himmelsschauspiel verzichten. Die vorhandenen Brillen wurden unter den Schülern und Lehrern auf dem Schulhof einfach herumgereicht. Und dann gab’s ja auch noch die Arbeitsgemeinschaft Astronomie. Mit einem Fernrohr zauberte sie das Großereignis auf eine weiße Fläche, wo gefahrlos ‒ ohne Brille ‒ beobachtet werden konnte, wie sich der Mond bis zu 75 Prozent langsam vor die Sonne schob.

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Die partielle Sonnenfinsternis am 20. März 2015 lockte viele Menschen in Brandenburg und Berlin zur Beobachtung auf die Straße.

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"Wir haben im Vorfeld schon gezittert wegen des Wetters", meinte Astronomielehrer Erwin Wohlfarth. Denn die Schüler der Astro AG hatten sich auf das Ereignis gut vorbereitet. Einige waren mit speziellen Aufgaben betraut worden ‒ so wie Luka Pint. Die zwölfjährige Schülerin verteilte Brillen an Mitschüler. Zudem schoss Minako Stefanski (13) alle fünf Minuten ein Foto von der Projektionsfläche. Die Bilder sollen zu einer Sequenz zusammengefügt werden, um die Sonnenfinsternis künftig Gästen, aber auch den Schülern im Unterricht zu zeigen. Die Mädchen waren eifrig bei der Sache: "Wir finden die Astronomie sehr interessant."

Wohlfarth hatte zudem tatsächlich den Eindruck, dass es während der Sonnenfinsternis ‒ wie vorhergesagt ‒ um ein paar Grad Celsius kühler geworden ist. Er fand es auch gut, dass die Schüler auf dem Campus am Ereignis teilhaben konnten. Dass an anderen Schulen in der Zeit aus Sicherheitsgründen extra die Jalousien heruntergelassen wurden, hielt er für übertrieben.

Am Ende war der Lehrer zufrieden. "Die Sonnenfinsternis gehört für die Astro AG zu den ganz großen Himmelsereignissen", sagte Wohlfarth. Zumal der Winter für die Sternengucker wegen des bedeckten Himmels nicht allzu ergiebig war. "Leider konnten wir den Kometen Lovejoy nur einmal fotografieren, und zwar Ende Februar."

Nun hofft er, dass es auch heute beim bundesweiten Astronomietag trotz schlechter Wetterprognosen gute Beobachtungsbedingungen gibt. Denn der Campus wird dazu ab 18Uhr für Jedermann seine Sternwarte öffnen. Derzeit sind Jupiter und Venus gut zu sehen, ebenso das Sternbild Orion. Aber auch bei Regen gibt es für die Besucher einiges zu sehen.

Von Andreas Kaatz

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