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Nauener Stadtkümmerer im Einsatz

Quartiersmanagement Nauener Stadtkümmerer im Einsatz

Seit April hat Nauens Stadtgebiet „Innenstadt-Ost“ rund um den Karl-Bernau-Ring ein eigenes Quartiersmanagement. Die „Stadtkümmerei“ wird sich künftig in enger Zusammenarbeit mit Einwohnern und Stadtteilakteuren um die Weiterentwicklung des Wohngebietes kümmern. Am Sonnabend gab es den „Auftakt im Grünen“.

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An den Ständen gab es zahlreiche nützliche Informationen.

Quelle: Norbert Faltin

Nauen. Frank Störmer vom Kleingartenverein Einigkeit in Nauen verteilt Blumentöpfe mit selbstgezogenen Küchenkräutern an die Besucher des Infostands und findet dabei dankbare Abnehmer. Er hat viele Ideen, wie man das Miteinander im Wohngebiet verbessern könnte. Er lebt schon seit vielen Jahren hier, und er ist einer der zahlreichen Unterstützer, die am Sonnabend die erste Informationsveranstaltung des Quartiersmanagements „Stadtkümmerei“ begleiteten. Unter dem Motto „Auftakt im Grünen“ sollte den Bewohnern des Viertels rund um den Karl-Bernau-Ring gezeigt werden, wie man Nachbarschaft erlebbar macht, welche Verbesserungen durch das Bund-Länder-Förderprogramm „Soziale Stadt“ in Aussicht stehen, aber auch, welchen Beitrag jeder Einzelne einbringen kann. Frank Strömer sagt: „Es wäre schön, wenn allein mehr Leben in die Kleingartensparte käme, vor allem in der hellen und warmen Jahreszeit. Die Leute kommen hier in den Gärten viel leichter miteinander ins Gespräch. Das war früher schon so“, schwärmt er. Während in den Großstädten die Nachfrage nach Schrebergärten ungebrochen groß sei, verzeichne man in Nauen einen Rückgang, klagt Strömer. „Dabei sind die Pachtkosten für die Gärten im Vergleich zum Umland sehr günstig.“ Schade findet der Kleingärtner vor allem, dass die Kinder im Wohngebiet die Nähe der Gärten so wenig nutzen können. „Wir wollen an den angrenzenden Schulen künftig Exkursionen in unsere Kleingärten anbieten, um die vielen Möglichkeiten aufzuzeigen, die so ein kleines Gärtchen in sich birgt, vielleicht springt ja dabei auch ein Funke bei den Eltern über“, hofft er. Dalila Fazlagic, 12, begutachtet mit ihren Geschwistern ausgiebig die Infotafel, auf der man die Kietz-Logoentwürfe „Innenstadt-Ost“ begutachten kann. Dalila hat sich noch nicht festgelegt, ist sich aber sicher, dass im Wohngebiet einiges geschehen muss. Sie sagt: „Ich fände es schön, wenn ich hier in der Nähe mit meinen Geschwistern oder Freundinnen einen Raum hätte, wo man hingehen könnte. Den Jugendklub gibt es ja nicht mehr. Und sich auf der Straße zu treffen ist ja auch nicht so schön“, sagt sie. Außerdem müssten ein paar stabile Spielgeräte für Kinder aufgestellt werden und deutet dabei auf den Veranstaltungsort, eine kleine Wiese, die als Trampelpfad genutzt wird, gleich am Bredower Weg, Ecke Feldstraße.

Auch Ilona Greve, Leiterin der Primarstufe der benachbarten Graf von Arco Oberschule mit Grundschule, unterstützt die Idee der Stadtkümmerer. Sie stellt fest: „Mit dieser Initiative muss in als Ergebnis viel für die Kinder geschaffen werden, aber auch für die Eltern, die hier leben. Es müssen zudem Treffpunkte geschaffen werden, wo sich Anwohnerinitiativen zusammenfinden können – so, wie es in anderen Städten gang und gäbe ist“, betont sie. Dabei sollten jedoch alle Altersgruppen berücksichtigt werden, ob Senioren oder junge Menschen, die arbeitslos sind, fordert Greve.

Nauens Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD) zeigte sich nach der heutigen Veranstaltung zufrieden: „Das erste Interesse ist geweckt und es wird sich sicherlich schnell herumsprechen, dass es viele nützliche Informationen gab, die man mitnehmen konnte. Wir möchten mit dieser Veranstaltung ja nicht gleich alle Probleme auf einmal lösen, und die Bürger haben nun die Möglichkeit, sich bei der Gestaltung einzubringen“, sagte er.

Die Veranstaltung erfolgte im Übrigen mit tatkräftiger Unterstützung der Kita Kinderland, der Dr. Graf von Arco-Oberschule, der Kleingartensparte Einigkeit und dem Verein Mikado.

Von Norbert Faltin

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