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Havelland Nauener Tafel im Umzugsstress
Lokales Havelland Nauener Tafel im Umzugsstress
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19:22 24.11.2017
Neben den Umzugsvorbereitungen geht das normale Tafelgeschäft weiter. Täglich werden Lebensmittel abgeholt und sortiert. Quelle: Danilo Hafer
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Nauen

Marina Sult hat derzeit alle Hände voll zu tun. Die gespendeten Lebensmittel müssen sortiert, verpackt und an die Kunden verteilt werden. Und in wenigen Wochen steht die Weihnachtsfeier für Bedürftige vor der Tür. Als wäre das nicht schon genug, muss die Leiterin der Nauener Tafel derzeit auch noch den Umzug der gemeinnützigen Einrichtung vorbereiten. In ihrem kleinen Büro türmen sich bereits die ersten gepackten Kisten. „Wir haben keine Minute Ruhe, weil es noch so viel zu tun gibt und wir noch einige Probleme zu lösen haben, bevor wir in unsere neuen Räume umziehen können“, erklärt Marina Sult, die die Nauener Tafel seit ihrer Gründung 1999 leitet.

Anfang des Jahres wurde das Gebäude in der Ritterstraße 13, in dem sich seit jeher der Sitz der Nauener Tafel befindet, verkauft. Der neue Eigentümer hat der Tafel daraufhin gekündigt. Zum Jahresende muss Marina Sult die Räume besenrein übergeben. „Als wir die Kündigung bekommen haben und der erste Schock verdaut war, haben wir sofort mit der Suche nach einem neuen Objekt begonnen, das war aber sehr schwer“, erklärt die Tafelchefin. Mit der Unterstützung der Stadt Nauen und des Landkreises haben sich die Tafelmitarbeiter in den vergangenen Wochen verschiedene Räumlichkeiten in der Stadt angeschaut, doch keine erfüllte so wirklich die Voraussetzungen für eine Nutzung durch die Tafel. „Zeitweise waren wir wirklich ratlos, bis wir im August schließlich doch noch fündig geworden sind“, so Sult.

Eine ehemalige Bäckerei in der Dammstraße 13 wird das neue Domizil der Tafel. „Die Räume sind noch relativ zentral gelegen und wir können den alten Verkaufsraum für die Ausgabe der Lebensmittel nutzen“, erklärt die Tafelchefin. Bis sich die ersten Bedürftigen jedoch wirklich ihre Lebensmittel abholen können, muss noch einiges getan werden.

Die Dienstleistungsgesellschaft Nauen (DLG) hat in dieser Woche für die Tafel eine Liste erarbeitet mit den Dingen, die dringend vor der Eröffnung zu erledigen sind. Dazu gehören neben der Kontrolle der Elektro- und Gasinstallationen auch der Einbau von drei Brandschutztüren und viele andere Arbeiten. „Das sind viele Probleme und wir wissen nicht, wie wir das bis Jahresende alles schaffen sollen“, sagt Marina Sult. Nicht nur, dass die Arbeiten im neuen Objekt jede Menge Geld kosten, es fehlt auch an Helfern, die die Arbeiten erledigen. „Wir haben jetzt zwei Männer, die mehr oder weniger den Umzug vorbereiten und Kleinigkeiten im neuen Haus erledigen“, erklärt sie.

Für bestimmte Arbeiten bedarf es jedoch Fachkräfte. „Wir würden uns freuen, wenn sich vielleicht der ein oder andere Handwerker findet, der uns ein wenig helfen kann.“ So müsse etwa eine beschädigte Tür ausgetauscht werden. Es gibt aber auch schon Lichtblicke. So konnten die beiden Helfer bereits einen Großteil der neuen Obst- und Gemüsesortierung errichten. Die Überdachung auf dem alten Gelände wird gerade abgebaut, um sie am neuen Ort wieder aufstellen zu können.

Trotz aller Schwierigkeiten, die sich für die Tafel durch die Kündigung ergeben, gehen Marina Sult und der neue Eigentümer im Guten auseinander. Der neue Eigentümer hat sich bereit erklärt, die Tafel bei ihrer Weihnachtsfeier zu unterstützen. An diesem Abend können die Sorgen um den bevorstehenden Umzug einmal vergessen werden, wobei Marina Sult grundsätzlich optimistisch bleibt. „Wir werden am 2. Januar auf jeden Fall in den Räumen sein. Wie viel wir dann noch improvisieren müssen, wird sich zeigen. Aber ich bin überzeugt, dass wir das schaffen“, betont sie.

Von Danilo Hafer

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