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Havelland Nauener Werbetafeln auf dem Prüfstand
Lokales Havelland Nauener Werbetafeln auf dem Prüfstand
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00:59 30.08.2014
Keinen schönen Anblick bietet die Säule in der Mittelstraße. Quelle: Andreas Kaatz
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Nauen

Kaum ein Laternenmast blieb in Nauens Innenstadt und den Ortsteilen von Plakaten für Feste oder Konzerte verschont. Das Stadtbild litt dabei mächtig. 2009 hatte die Kommune daher das Werbekonzept umgestellt. Wer etwas mitzuteilen hatte, konnte ab sofort preisgünstig an einer von sechs Litfaßsäulen in der Kernstadt werben oder an Werbetafeln in den Ortsteilen. Beides bewirtschaftet die Stadt selbst. Laternen in der Altstadt und an Bundesstraßen sind tabu.

Zwar ist das Werbekonzept größtenteils aufgegangen, die Stadt sieht nicht mehr so schlimm aus. Jetzt jedoch soll es auf den Prüfstand. Grund ist Kritik am Aussehen der Litfaßsäulen und Tafeln. Da Plakate nicht richtig befestigt werden, hängen Teile davon her unter oder sie fallen ganz ab. Zudem werden sie kreuz und quer angeklebt, alte Plakate zuvor halb abgerissen. „Beispielsweise ist die Litfaßsäule vor der Kinderoase ein richtiger Schandfleck“, sagte kürzlich Susanne Schwanke-Lück im Ordnungsausschuss der Stadt.

Anlass dafür, dass das Werbekonzept unter die Lupe genommen werden soll, ist aber ein Antrag des Ortsbeirates Wachow. Der möchte, dass die Tafel an der Landesstraße abgebaut wird. „Die Stelle sieht schlimm aus“, sagte Ortsvorsteher Uwe Bublitz. So würden Plakate her untergerissen, Papier fliegt umher, Unkraut wächst drumherum. Zudem nutze kaum jemand die Tafel, für die Wachower mache sie keinen Sinn. Ordnungsamtschefin Ilona Moritz weist indes darauf hin, dass die Tafel-Standorte extra so gewählt wurden, dass Autofahrer sie sehen. Jetzt will sie alle Nauener Ortsbeiräte nach ihrer Meinung zum Thema Werbetafeln befragen.

Preise für Plakate

In der Sondernutzungssatzung von Nauen sind die Preise für Plakate an Litfaßsäulen, Tafeln und Laternenmasten festgelegt.
Im Format A1 kostet ein Plakat an Säulen und Tafeln für zehn Tage 1 Euro, an Laternen pro Tag 1 Euro.

Manuel Meger (LWN) möchte geklärt haben, was die Stadt für die Litfaßsäulen und Tafeln einst ausgegeben hat und wie viel eingenommen wurde. Doch wie Ilona Moritz erinnert, „bestand das Ziel darin, gerade auch den Vereinen eine kostengünstige Werbemöglichkeit zu bieten“. Wenn man Säulen und Tafeln professionell von einer Firma bewirtschaften lasse, werde es deutlich teurer.

Von Andreas Kaatz

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