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Geld kassiert, Ware nie verschickt

Betrug im Internet Geld kassiert, Ware nie verschickt

Eine Nauenerin wurde angeklagt, Käufer im Internet betrogen zu haben. Laut Anklage soll sie Telefone und Schmuck angeboten, aber die Ware nach Eingang der Zahlung nicht verschickt haben. Angeblich wusste die junge Frau nicht, was sich auf ihrem Bankkonto abspielte. Sie belastete vor dem Nauener Amtsgericht ihren ehemaligen Lebensgefährten.

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Vor dem Nauener Amtsgericht muss sich derzeit eine Frau verantworten, der Internetbetrug vorgeworfen wird.

Quelle: dpa

Nauen. Goldschmuck, teure Mobiltelefone und eine Spielkonsole soll eine Nauenerin im Internet zum Verkauf angeboten haben. Die Käufer überwiesen das Geld auf ihr Konto. Die erworbene Ware erhielten sie jedoch nie. Für die Vorspiegelung falscher Tatsachen in zehn Fällen musste sich die 37-Jährige am Montag vor dem Nauener Amtsgericht wegen Betrugs verantworten. Die Angeklagte, die wegen ähnlicher Delikte bereits straffällig geworden ist, wies die Vorwürfe zurück. „Ich habe das nicht gemacht. Ich weiß davon nichts“, sagte die Mutter von zwei Kindern vor Gericht.

Ihr Lebensgefährte, mit dem sie zur Tatzeit zwischen dem 26. Juni und dem 25. November des vergangenen Jahres zusammen lebte, soll ihr die Bankkarte weggenommen und auch die PIN-Nummer gewusst haben. Diese hätte sie ihm aus Angst gesagt. „Wenn er betrunken war, ist er immer sehr aggressiv geworden. Er hat mich bedroht. Ich habe mich nichts getraut“, sagte die Angeklagte. Damit der Lebensgefährte weiter über das Konto verfügen konnte, soll er einschüchternd gesagt haben: „Ich tu dir was an! Die Kinder sind ohne dich besser dran.“

Von dem auf ihren Namen angelegten Kundenkonto beim Internetanbieter Ebay hatte die junge Frau auch keine Kenntnis. Nach ihren Aussagen kannte sie weder die Email-Adresse oder hatte je Kontoauszüge mit Zahlungseingängen gesehen. Laut Anklage haben die betrogenen Käufer aus verschiedenen Teilen Deutschlands beispielsweise für ein Handy 400 Euro oder für eine Goldkette 995 Euro auf ihr Konto überwiesen. Verfügen konnte Sandy G. angeblich nicht darüber. „Er gab mir nur Geld zum Einkaufen“, sagte sie aus.

Von den Betrugsanschuldigungen erfuhr die arbeitslose Frau angeblich erst als sie im zur gemeinsamen Wohnung gehörenden Keller einen Stapel ungeöffneter Post fand. Nachdem sie die Anklagen gelesen hatte, trennte sie sich von ihrem Nauener Lebensgefährten und zog sie zu ihrer Mutter nach Brieselang.

Richter und Staatsanwältin blieben skeptisch, bezweifelten die Glaubwürdigkeit der Angeklagten und appellierten an ihre Ehrlichkeit. Die Staatsanwältin sagte: „Das Konto wurde schon in früheren Verfahren angegeben.“ Die Straftaten geschehen immer auf die gleiche Weise. Der vorsitzende Richter erklärte: „Das passt alles nicht zusammen.“ Beim nächsten Verhandlungstermin, nach den Sommerferien, möchte er den ehemaligen Lebensgefährten der Angeklagten als Zeugen vernehmen.

Von Annett Lahn

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