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Havelland Neben neuer Kita könnte ein Hotel entstehen
Lokales Havelland Neben neuer Kita könnte ein Hotel entstehen
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02:15 19.02.2017
Das derzeitige Kita-Gebäude ist stark sanierungsbedürftig. Auf der Fläche gegenüber soll ein Neubau entstehen. Quelle: Jens Wegener
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Groß Behnitz

Auch wenn schon Geld im Haushalt 2017 dafür eingestellt ist, so steht aber noch nicht fest, ab wann das neue Gebäude für die Kita in Groß Behnitz gebaut werden kann. Allerdings wird es möglicherweise nicht die einzige Einrichtung sein, die auf der dafür vorgesehenen, rund 8000 Quadratmeter großen Fläche gegenüber dem jetzigen Kita-Gebäude entsteht. Die Stadt Nauen prüft derzeit, ob auf dem Areal auch noch ein Hotel errichtet werden kann.

Interesse daran hat Landgut-Inhaber Michael Stober. Denn die 128 Doppelzimmer, die auf dem alten Gutsgelände zur Verfügung stehen, reichen ihm schon lange nicht mehr aus. Er will sich erweitern. „Die kleinen Flächen, die wir noch auf dem denkmalgeschützten Hof haben, eignen sich dafür nicht“, sagt Stober. So kamen ihm die Überlegungen der Stadt zum Kita-Neubau gerade recht. „Allerdings befinden wir uns erst in der Planungsphase“, betont der Landgut-Chef.

Auch Nauens Vize-Bürgermeisterin Marion Grigoleit verweist darauf, dass man sich noch in einem sehr frühen Stadium befinde. „Zur Zeit laufen Abstimmungsgespräche zwischen der Verwaltung, dem Betreiber des Landguts und dem Ortsvorsteher zum genauen Standort der Kita. Diese Gespräche sind noch nicht abgeschlossen.“ Davon hängt wiederum der mögliche Standort für ein Hotel ab. „Wir würden aber unterschiedliche Zufahrten hinbekommen, so dass man den Hotel- und den Kita-Betrieb trennen kann“, sagt sie.

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Die Planungen gehen bisher davon aus, dass das neue Kita-Gebäude spätestens 2018 fertiggestellt ist.

Anfangs wollte die Kommune das Gebäude an den Träger Kinderwelt Potsdam verkaufen, so dass dieser die Sanierung vornimmt. Die Verhandlungen scheiterten aber. Jetzt kümmert sich die Stadt selber darum, hat sich aber für einen Neubau entschieden.

Der Stadt käme eine solche Lösung insofern entgegen, als dass man nicht ewig mit dem alten und künftig leerstehenden Kita-Gebäude leben müsste. „Wir wollen nicht eine neue Kita bauen und auf der anderen Seite steht eine Ruine“, sagt Marion Grigoleit. So wäre es denkbar, dass auf dem Areal der jetzigen Kita die Parkplätze für das Hotel entstehen. Aber letztlich ist auch nicht ausgeschlossen, dass dort das Hotel selber errichtet wird.

Für den Groß-Behnitzer Ortsvorsteher Wolfgang Jung geht es auch um Grundsatzfragen: „Brauchen wir im Dorf noch ein weiteres großes Hotel mit 110 Einbett-Zimmern? Inwieweit verträgt es sich mit einer Kita? Und was hat die Stadt Nauen davon?“ Bei ersten Gesprächen mit Vertretern von Vereinen des Dorfes sei er „überrascht gewesen über die dort geäußerte Empörung“. Er will in naher Zukunft eine Ortsbeiratssitzung einberufen, auf der der Planer dann den Bürgern die Varianten vorstellen soll.

Michael Stober selber ist nichts von Unmut der Dorfbewohner bekannt. Ihm seien vor allem zwei Dinge wichtig: „Mir geht es darum, dass durch die Hotel-Planung nicht die Kita-Planung durcheinander kommt und sich verzögert. Außerdem soll sich das Hotel in den Ort einfügen. Zeitliche Vorstellungen habe ich bisher nicht.“ Zur Hotel-Größe will er sich noch nicht äußern. Auf jeden Fall wird ein B-Plan-Verfahren nötig sein.

Ortsvorsteher Jung hofft indes, das es bald mit der neuen Kita voran geht. Dazu meinte Marion Grigoleit unabhängig von der Standortfrage: „Da die Kita auf dem gegenüberliegenden Grundstück gebaut werden soll, muss zunächst klar sein, ob dafür noch baurechtliche Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Wir befinden uns außerdem derzeit in der sogenannten vorläufigen Haushaltsführung, weil unser Haushalt auf Grund einer Kreditaufnahme genehmigungspflichtig ist. Solange er von der Kommunalaufsicht nicht genehmigt ist, dürfen keine neuen Bauvorhaben ausgeschrieben werden.“

Von Andreas Kaatz

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