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Havelland Nele will bei „Jugend musiziert“ ins Bundesfinale
Lokales Havelland Nele will bei „Jugend musiziert“ ins Bundesfinale
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10:47 15.03.2018
Beeindruckender Auftritt. Nele Bree bei ihrer Generalprobe am Dienstagnachmittag in der Musik- und Kunstschule an der Bammer Landstraße. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Wenn in diesen Tagen die 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Landkreis Havelland zum Landesfinale des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ nach Potsdam reisen, gehört Nele Bree zu den aussichtsreichsten Kandidaten. Das 14-jährige Mädchen aus Rathenow hat Ende Januar beim Regionalwettbewerb Brandenburg-West mit 24 von 25 möglichen Punkten von allen Teilnehmern aus dem Havelland das beste Ergebnis erreicht.

Sie startet im Bereich Musical. Mit Gesang, Tanz und Schauspiel muss sie die Jury beeindrucken. Am Dienstag, dem Probentag des Fachbereichs Musical der Musik- und Kunstschule an der Bammer Landstraße 10, hat sie ihre Generalprobe gehabt. Da hat sie vor ihren drei Lehrkräften und den anderen Mädchen einen beeindruckenden Auftritt hingelegt: Nach ihrem 16-minütigen Solo hat sie stürmischen Beifall bekommen – dann sind alle erstmal sprachlos gewesen.

Die Rathenower Musicaldarstellerinnen Nele Bree und Celine Pierzinski mit Gesangslehrerin Veronika Fölster und Klavierbegleiter Niels Fölster. Quelle: Uwe Hoffmann

Natürlich haben ihr Gesangscoach Veronika Fölster, Tanzcoach Marie-Jo Friske und Niels Fölster, Fachbereichsleiter Musical, der sie am Klavier begleitet, noch ein paar Hinweise gehabt. Aber insgesamt gesehen war sie schon nahe daran, perfekt zu sein.

„Sie bringt von Natur aus alles mit“, berichtet Gesangscoach Veronika Fölster, „sie hat ein gutes Gefühl für die Musik und weiß genau, wie sie ihre Stimme einsetzen kann.“ Sie könne sich gut daran erinnern, wie die damals erst neunjährige Nele vor ihr stand und um Gesangsunterricht bat. Weil sie dafür zu klein war, hat sie Nele in ihren Kinderchor genommen. Bei dessen Auftritten hat sie bald Solopartien bekommen, unter anderem im Kulturzentrum. „Das war so süß!“, kann die Lehrerin noch heute schwärmen.

Wenn sie etwas nicht kann, übt sie so lange, bis sie es kann

„Das tänzerische Feeling bringt sie mit“, stellt ihr Tanzcoach Marie-Jo Friske fest. Nele sei sehr fleißig und „unfassbar ehrgeizig“. Wenn sie etwas nicht könne, übe sie so lange, bis sie es kann. Sie sei immer da, an jedem Probentag. Selbst mit Krafttraining und Stretching sei sie nicht zu erschrecken. Was ganz besonders kennzeichnend für sie sei: Wenn am Ende eines schon vier Stunden laufenden Probentages bei allen die Kräfte langsam erlahmen, hört man Nele fragen, ob sie diese oder jene Passage noch mal durchgehen könne.

Nunja: Die Musik wurde ihr in die Wiege gelegt. Ihr Opa Jürgen hat schon vor Jahrzehnten bei den „Shearings“ in Rathenow gesungen und Gitarre gespielt. Ihr Vater Daniel singt und spielt heute Gitarre mit der Band „Mehrweg“. Bei einigen Auftritten habe er sein kleines Mädchen auf der Bühne mal singen lassen, erzählt er. Schon als Vierjährige habe sie mit „Knockin’ on heaven’s door“ von Bob Dylan die Fans vom Hocker gerissen.

Landeswettbewerb „Jugend musiziert“

Das Landesfinale des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ findet vom 15. bis 17. März in Potsdam statt.

Aus dem Landkreis Havelland haben sich dafür 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer qualifiziert.

Vom Standort Rathenow der Musik- und Kunstschule Havelland sind 13 Schülerinnen und Schüler dabei.

Der Regionalausscheid für den Bereich Brandenburg-West fand am 19. und 20. Januar in Rathenow statt.

Zur Region Brandenburg-West gehören die Landkreise Havelland, Potsdam-Mittelmark, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Teltow-Fläming

sowie die Städte Potsdam und Brandenburg an der Havel.

Von 186 Wertungen des Regionalwettbewerbs wurden 117 Mädchen und Jungen zum Landesfinale delegiert.

Die Wertungsgruppe Musical, in der Nele Bree aus Rathenow antritt, ist am Sonnabend, dem 17. März, dran.

Der Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ findet vom 18. bis 24. Mai in Lübeck statt.

„Ich wollte schon immer singen, wo sich die Möglichkeit bot“, weiß Nele zu berichten. Als sie elf war, habe Veronika Fölster sie zum Casting für das Musikschul-Musical „Frei wie der Wind“ mitgenommen. Da habe sie die Rolle des Schutzengels „Nike“ bekommen und schnell festgestellt: „Das ist genau mein Ding.“

Vor großem Publikum hat sie also schon öfter auf der Bühne gestanden. Der Auftritt vor einer Jury ist eher Neuland für sie. „Ich bin unglaublich dankbar für alles, was meine drei Coaches mir beibringen“, teilt Nele Bree mit. Zu Hause übt sie aber noch reichlich alleine. Drei bis viermal die Woche, wie ihr Vater erzählt. „Ich übe für alles, was ansteht“, berichtet sie lächelnd, „es macht mir immer viel Spaß.“ Jetzt, da es in Potsdam um Perfektion und das Bundesfinale geht, ist da ein ganz neuer Ehrgeiz bei ihr geweckt? Sie antwortet trocken: „Natürlich.“

Von Bernd Geske

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