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Havelland Nennhausen: Fusionsträume sind geplatzt
Lokales Havelland Nennhausen: Fusionsträume sind geplatzt
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18:00 22.01.2016
Wolfgang Wegwerth Quelle: U. Hoffmann
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Nennhausen

Der Zusammenschluss aller Dörfer im Amt Nennhausen zu einer Einheitsgemeinde ist geplatzt. Aus dem Amt Nennhausen kann 2017 keine Einheitsgemeinde werden. Die Gemeindevertretung Stechow-Ferchesar hatte über die Fusion zu befinden. Doch es gab ein Patt und damit war der Vorschlag abgelehnt.

Der Auftrag an Amtsdirektorin Angelika Thielicke, ein Verfahren zum freiwilligen Zusammenschluss der vier Gemeinden einzuleiten, ist damit zurückgezogen. Nach einer intensiv geführten Diskussion entschieden sich von elf Gemeindevertretern fünf Abgeordnete für die Einleitung des Verfahrens und die Ausarbeitung eines Vertragsentwurfs für den Zusammenschluss. Fünf Abgeordnete stimmten dagegen. Eine Stimmenthaltung komplettierte das Endergebnis. So bekam die Beschlussvorlage keine Mehrheit.

Intensive Diskussion

„Die Sache hat sich damit erledigt“, kommentierte die Amtsdirektorin das Abstimmungsergebnis. Für die Einleitung eines Verfahrens zum Zusammenschluss hätten alle vier Gemeindevertretungen einer gleichlautenden Beschlussvorlage zustimmen müssen. Die Gemeindevertretung Nennhausen hatte vor einer Woche zugestimmt. Die noch ausstehenden Entscheidungen in Kotzen und Märkisch Luch haben sich seit Donnerstagabend erübrigt. Sie werden die Beschlussvorlagen nicht mehr behandeln.

Bürgermeister Michael Spieck ist vom Ausgang der Gemeindevertretersitzung enttäuscht, weil Stechow-Ferchesar 2015 zu den Initiatoren eines möglichen Zusammenschlusses gehörte. „Demokratie ist aber so“, sagt er zur Mehrheitsentscheidung. Persönlich hält er sie für „eine verpasste Chance zur kommunalen Zukunftsgestaltung.“

Beschlussvorlage nicht mehr behandelt

Am Donnerstagabend kämpfte er vehement für die Einheitsgemeinde, letztlich aber ohne Erfolg. Die Skepsis, ein Zusammenschluss werde mehr Nachteile als Vorteile bringen überwog bei vielen Abgeordneten. Achim Horst gehört zu den Zweiflern: „Wir werden als Einheitsgemeinde zu groß. Die Dörfer haben unterschiedliche Interessen und Entwicklungen.“ Man solle erst einmal die Kreisgebietsreform abwarten und in den bestehenden Kommunalstrukturen weitermachen, auch wenn das Geld knapp ist. Lorenz Rauser sieht in einer Einheitsgemeinde mit 16 Abgeordneten nicht mehr die Interessen aller Dörfer vertreten. Bianca Eichler und Jan-Peer Michalek vermissten „Zahlen und Fakten“ für die Einleitung eines Verfahrens zum Zusammenschluss.

Die Richtung für die kommunale Entwicklung sieht Wolfgang Wegwerth in größeren Strukturen vorgegeben. „Aber wir sollten das richtige Schrittmaß finden“, sagte er in einer Diskussion, bei der auch Einwohner ihre Bedenken vortragen durften.

Wolfgang Wegwerth aber auch Angelika Thielicke erleben nun zum zweiten Mal, wie der Fusionsversuch in Nennhausen platzt. Zuletzt hatte es Amtsdirektor Andreas Held versucht. Mit einem freiwilligen Zusammenschluss vor der offiziellen Gemeindegebietsreform wollte er auch noch einmal Geld in die Kassen holen. Doch damals stimmten die Einwohner in den Dörfern gegen das Vorhaben.

Von Norbert Stein

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