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Nennhausen Bücherwurm und Fehlerteufel als Ehrengäste
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16:35 13.02.2019
Schüler, Lehrer und Gäste bildeten zur symbolischen Umarmung der Schule eine Menschenkette. Quelle: Norbert Stein
Nennhausen

Mädchen und Jungen der Grundschule Friedrich de la Motte Fouqué „umarmten“ gestern ihr Schulgebäude. Dafür fassten sich die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern und Gästen an die Hände. Sie bildeten eine Menschenkette und sangen für ihre Schule zum 60. Geburtstag „Schön, dass du geboren bist“.

Anschließend ließen Schüler Luftballons mit kleinen Kärtchen aufsteigen. Darauf hatten sie unterschiedlichste Wünsche geschrieben – weniger Hausaufgaben, weitere tolle Erlebnisse in der Schule, sogar eine Eintrittskarte für ein Konzert mit Helene Fischer.

Die Menschenkette symbolisierte eine Liebeserklärung an die Schule und war zugleich Höhepunkt und Abschluss eines besonderen Tages. 60 Jahre alt ist die Schule nun und dennoch jung geblieben.

Den Auftakt machte Friedrich de la Motte Fouqué

Am 13. Februar 1959 war sie mit einer Einweihungsfeier eröffnet worden. In Nennhausen ging damit ein lang ersehnter Wusch in Erfüllung. Den 60. Schulgeburtstag feierten die Schüler und Lehrer mit einem Projekttag, zu dem sie auch die Eltern und viele Gäste eingeladen hatten.

Eine Festveranstaltung in der Aula war der Auftakt für einen erlebnisreichen Tag mit offenen Klassenräumen, interessanten Projekten, vielen Erlebnissen und einer Ausstellung zur Schulgeschichte.

Zum Auftakt begrüßten die Schüler besondere Ehrengäste, denen sie und die Lehrer häufiger im Schulalltag begegnen. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Theater hatten sich zum Beispiel als Fehlerteufel und Bücherwurm kostümiert. Den Auftakt machte jedoch ein Junge in der Rolle des Namenspatrons der heutigen Grundschule: Friedrich de la Motte Fouqué.

Zum Schulstart fehlte das Toilettenpapier

Schulleiterin Marlies Trägenapp nutzte die festliche Stunde in der Aula für einen Rückblick in die Nennhausener Schulgeschichte. Bis Anfang Februar 1959 wurden die Schüler im Schloss und einer Gaststätte unterrichtet. Mit der Fertigstellung des Schulneubaus erfolgte der Umzug.

Jobst Zander war der erste Schulleiter. Es war für damalige Verhältnisse eine Schule mit guten Unterrichtsräumen, einer Aula, Toiletten und Duschräumen. Überhaupt war es der erste Neubau einer Polytechnischen Oberschule auf dem Land im damaligen Kreis Rathenow.

Doch perfekt war nicht alles zur Einweihung. So hatte die Schule zwar Innentoiletten, aber es gab kein Toilettenpapier. Also schnitten die Schüler Zeitungen zurecht. Auch Schulbusse fehlten damals. Die Kinder aus den Nachbardörfern wurden deshalb in den ersten Jahren noch mit einem Trecker oder Pferdegespann zum Unterricht gebracht.

234 Kinder und 17 Lehrer

Gebaut wurde die Schule für 250 Kinder. Heute werden hier 234 Schüler von 17 Lehrern in modern eingerichteten Räumen und Fachkabinetten unterrichtet. „60 Jahre sind eine lange Zeit, in der sich vieles verändert hat“, sagte Amtsdirektorin Ilka Lenke.

Grundschule und Hort würden heute für ein gutes Bildungs- und Betreuungsangebot sorgen, unterstützt von vielen Vereinen und einem engagierten Förderverein. Nun werde man in die Gestaltung des Schulhofes investieren, so Ilka Lenke.

Die Lehrer und Schüler nutzten den Schulgeburtstag für „lebendige“ Geschichtsaktionen. Die Kinder konnten auf alten Schiefertafeln oder mit Tierfedern schreiben. Schallplatten aus den 1960er und 70er Jahren wurden aufgelegt und in Vergessenheit geratene Gesellschaftsspiele wiederbelebt.

Helga Hermann erzählte den Kindern aus ihrer Schul- und späteren Lehrerzeit. Von 2006 bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2012 war sie Schulleiterin der Grundschule Friedrich de la Motte Fouqué.

Von Norbert Stein

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