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Nennhausen Wo früher schon der Opa mit der Oma tanzte
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10:40 29.08.2018
Sven Irrgang (3.v.r.) mit Vereinsmitgliedern und Ilka Lenke (2.v.r.). Quelle: N. Stein
Kotzen

Sven Irrgang kann sich noch gut erinnern. Als Junge erzählte ihm sein Opa oft von rauschenden Festen, von Rummel und Zirkusvorstellungen, Tanzabenden und anderen Veranstaltungen auf dem Dorfplatz in Kotzen. So war es vor Jahrzehnten und so soll es nun auch wieder werden.

„Wir wollen den Dorfplatz wieder zum Treffpunkt der Einwohner und zum Veranstaltungsmittelpunkt des Ortes machen“ , sagt Sven Irrgang, Vorsitzender des Heimat- und Sportvereins Kotzen bei einem Treffen mit Vereinsmitgliedern und Amtsdirektorin Ilka Lenke auf dem Dorfplatz.

Diese Aufgabe werden die Vereinsmitglieder nun in Angriff nehmen. Die ersten Vorbereitungen sind bereits erledigt. Anika Bublitz hat mit einer Bachelorarbeit die zukünftige Gestaltung des Dorfplatzes erarbeitet. Sie wohnt in Kotzen und ist Mitglied im örtlichen Heimat- und Sportverein.

Ein großer Pavillon für Veranstaltungen soll auf den Platz

Das Gestaltungskonzept erläuterten Vereinsmitglieder beim Treffen auf dem Dorfplatz. Der prägnante Baumrahmen des Platzes soll durch die Pflanzung weiterer Linden ergänzt werden, um den Ort eine abschließende Raumkante zu gegeben.

Auch eine Platane soll auf dem Platz gepflanzt werden, als würdigen Nachfolger für die im Park gefällte Platane. Ein gepflasterter Gehweg diagonal durch die Anlage wird die Erschließung und Belebung des Dorfplatzes ermöglichen.

Entlang des Gehweges werden Bänke zum Verweilen einladen. Durch den Bau eines 72 Quadratmeter großen Pavillons wird ein zentraler Veranstaltungsort und Treffpunkt auf dem Dorfplatz entstehen. Die ersten vorbereitenden Arbeiten sind bereits erledigt. Bei einem Arbeitseinsatz im Frühjahr haben Vereinsmitglieder und Einwohner Gestrüpp vom Dorfplatz geräumt.

Der regionale Energieversorger hat in der letzten Woche einen Elektroanschluss verlegt. Dafür war die Edis mit acht Auszubildenden in Kotzen im Einsatz. Die zukünftigen Energie-Elektriker haben Gräben ausgehoben und Leitungen verlegt. „Die Azubis haben fleißig gearbeitet“, sagt Thomas Sprange, der seitens des Heimat- und Sportvereins dabei war.

Edis-Azubis haben Gräben ausgehoben und Leitungen für den Dorfplatz in Kotzen verlegt. Quelle: Norbert Stein

Es sei ein ein gutes Azubi-Projekt gewesen, mit dem die Edis Netz GmbH gerne geholfen habe in Kotzen die dörfliche Entwicklung voranzubringen, sagte dessen Edis-Referent Lars Klemmer beim Treffen der Vereinsmitglieder in der Dorfmitte.

Eigentümerin des Dorfplatzes ist die Gemeinde. Deshalb wird der Verein sein Vorhaben auch in enger Abstimmung mit deren Verwaltung, dem Amt Nennhausen, realisieren. Die Zusammenarbeit sei gut und das Amt unterstütze den Verein gerne bei der Gestaltung des Dorfplatzes, so Ilka Lenke. Die Vereinsmitglieder werden bei der Gestaltung des Dorfplatzes kräftig anpacken.

Rund 45000 Euro braucht der Verein für das Vorhaben

Doch nicht alles lässt sich in Eigenregie erledigen. Einige Arbeiten können nur Fachfirmen erledigen und Material muss auch bezahlt werden. Rund 45 000 Euro benötigt der Verein für sein Vorhaben.

„Wir werden mit Sponsoren sprechen und Fördermittelanträge stellen“, erklärt Sven Irrgang die nun anstehenden Aufgaben zur Sicherung der Finanzierung. „Allein mit Bier zapfen bei Veranstaltungen im Dorf sei das Geld nicht aufzubringen“, sagt der Vereinsvorsitzende mit leichtem Schmunzeln.

Der Heimat- und Sportverein Kotzen mit derzeit 50 Mitgliedern wurde 2009 gegründet und engagiert sich seither erfolgreich für das gesellschaftliche Leben im Ort. Die Mitglieder organisieren regelmäßig Veranstaltungen wie das Parkfest, Kinderfeste und gemütliches Beisammensein.

Auch auf dem Dorfplatz hat der Verein schon Spuren hinterlassen. Im vorderen Bereich haben Mitglieder bereits Schaukel, Wippe, Kletterturm und weitere Spielgeräte für die Kinder aufgestellt. So konnte 2005 in der Kotzener Dorfmitte ein neuer Spielplatz eingeweiht werden.

Von Norbert Stein

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