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Nennhausen Kein Seniorenrat für das Amt Nennhausen
Lokales Havelland Nennhausen Kein Seniorenrat für das Amt Nennhausen
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18:37 27.06.2018
Heinz Golze aus Rathenow, Vorsitzender des Kreisseniorenbeirats Havelland Quelle: Bernd Geske
Nennhausen

Heinz Golze hat das Ergebnis wohl schon geahnt. Die Vorsitzende des Kreisseniorenrates Havelland wertete es nämlich schon als Erfolg im Amtsausschuss Nennhausen, am Dienstagabend überhaupt reden zu dürfen. Mehr sprang aber nicht heraus, obwohl Golze ernsthaft versuchte, den Abgeordneten die Vorteile eines eigenen Beirates für die Senioren im Amt Nennhausen schmackhaft zu machen.

Überall Seniorenräte

Ziel des Kreisseniorenrates sei es, sagte er, in allen Ämtern und Städten des Landkreises solche Beiräte zu bilden. 14 Seniorenbeiräte sollen es insgesamt werden.

Elf regionale Seniorenbeiräte arbeiten bereits. Rathenow, Premnitz und Milower Land nannte Heinz Golze als Beispiele, wo die Arbeit schon sehr gut funktioniert. Lediglich die Ämter Rhinow, Friesack und Nennhausen haben noch keinen eigenen Seniorenbeirat.

Der demografische Faktor

Schon jetzt sind 29 Prozent der Menschen im Havelland im Seniorenalter. Im Jahr 2025 werden es 35 Prozent sein. „Es ist die größte Bevölkerungsschicht, da ist eine eigene Interessenvertretung schon gut und notwendig“, sagte Heinz Golze.

Seniorenbeiräte würden sich für die Belange älterer Bürger im Zusammenspiel mit dem Kommunalverwaltungen einsetzen, das gesellschaftliche Leben bereichern und generationsübergreifend in den Dörfern wirken. „Auch im Amt Nennhausen könnte ein solcher Seniorenbeirat hilfreich sein, um Probleme älterer Menschen zu lösen“, sagte Heinz Golze und nannte das Thema Barrierefreiheit als Beispiel.

Amt hält sich zurück

Die Mitglieder des Amtsausschusses hörten den Vorsitzenden des Kreisseniorenrates aufmerksam zu, nickten gelegentlich zustimmend mit den Kopf, Damit war es dann aber auch schon getan. „Das Amt wird sich nicht für die Bildung eines Seniorenbeirates in Nennhausen engagieren“, erklärte Amtsdirektorin Ilka Lenke unmissverständlich. „Sollten sich jedoch Senioren finden, die einen Beirat bilden wollen, sind wir zur Zusammenarbeit bereit.“

Auch Michael Spieck sieht als Bürgermeister der Gemeinde Stechow-Ferchesar und Vorsitzender des Amtsausschusses keine Notwendigkeit für die Bildung eines Seniorenbeirates. „Die Senioren sind in den Dörfern gut in das gesellschaftliche Leben integriert oder engagieren sich als Abgeordnete in Gemeindevertretungen oder Ortsbeiräten“, so Michael Spieck.

Vereine wie die Volkssolidarität beziehen die Senioren in ihre Arbeit ein. Zudem sei die auch Mieterinsel in Nennhausen ein beliebter Treffpunkt für ältere Menschen aus den Dörfern des Amtes.

Von Norbert Stein

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