Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Nennhausen Landrat äußert sich zu gefällten Bäumen
Lokales Havelland Nennhausen Landrat äußert sich zu gefällten Bäumen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:22 12.03.2019
Baumprotest bei Garlitz – jetzt äußerte sich der Landrat dazu. Quelle: Norbert Stein
Garlitz

Ein bisschen reumütig gab sich Landrat Roger Lewandowski (CDU) am Montag doch. Bei der Kreistagssitzung ging er in seinen Mitteilungen noch einmal auf den Ärger ein, den es um die Fällarbeiten an einer Allee gegeben hatte, von der nun nichts mehr übrig ist.

Alle Bäume begutachtet

Insgesamt seien 70 Prozent der Bäume bereits krank gewesen, so Roger Lewandowski. „Die Bäume wurden alle begutachtet, nachdem die Untere Naturschutzbehörde den Antrag zur Fällung der Bäume erhalten hat.“ Das sei am 5. November gewesen, so der Landrat. Am 18. November gab es die Genehmigung, gefällt wurden die Bäume zwischen dem 4. und 12. Februar diesen Jahres.

Nachdem die Bäume gefällt waren, wurde zu einer Protestaktion aufgerufen. Mitglieder des Heimatvereins Garlitz und Einwohner aus Marzahne stellten sich auf die Stümpfe. „Wir beklagen den Verlust von 88 alten Alleebäumen“, sagte dazu Heide Komoll aus Buckow. Christoph Reinecke vom Heimatkulturverein Garlitz fügte hinzu: „Niemand von uns hätte dies verhindern können, da niemand hier davon etwas wusste.“ Man sei davon ausgegangen, dass nur einige wenige Bäume für den Straßenbaum gefällt werden.

Mit roten Punkten und Blumen wurde auf die Aktion aufmerksam gemacht. Quelle: Norbert Stein

Landrat Roger Lewandowski machte klar, dass bei der Fällung einer Allee die Beteiligung des Kreistages nicht vorgesehen ist. „Wir haben nicht gegen Gesetze oder Vorgaben verstoßen.“

Es werde, wenn die Straße zwischen Nennhausen und Buckow gebaut ist, eine Ersatzallee gepflanzt. „Es werden allerdings andere Bäume sein“, sagte der Landrat. Eigentlich habe der Kreis eine Alle in gleicher Art pflanzen wollen, wie die mit den gefällten Bäumen. „Es gab aber widerstreitende Interessen im Naturschutz“, sagte Lewandowski den Kreistagsabgeordneten.

Trappen oder Bäume?

Dabei geht es um die Trappen, die hier in der Nähe leben. Würde man wieder eine Allee pflanzen, die so hoch wächst, wie die verschwundene, würden die Trappen ihre Feinde möglicherweise zu spät erkennen. „Darum müssen wir niedrig wachsende Bäume nehmen“, so der Landrat.

Roger Lewandowski räumte ein, es wäre optimaler gewesen, wenn es eine Information dazu gegeben hätte. „Das hätte die Sache transparenter gemacht.“ Aber niemand hätte letztendlich die Fällung verhindern können.

Baubeginn im Herbst

Voraussichtlich im September soll mit der Sanierung der Straße begonnen werden. Bis dahin sollen die roten Baumscheiben, Blumen und Trauerkerzen als Mahnmal dienenund an die Fällung erinnern, erläuterte Heide Komoll.

Von Joachim Wilisch

Immer mehr Raubtiere haben sich in der Großen Grabenniederung angesiedelt. Nicht nur heimische Arten wie Füchse, sondern auch eingewanderte Raubtiere – zum Beispiel Waschbären. Sie vertreiben das Niederwild. Nun wird gegengesteuert.

08.03.2019

Mit Schnapsflaschen bewarf ein Mann in Kotzen seinen Nachbarn. Der Grund: der Rollstuhl des Nachbarn machte Geräusche, die dem anderen missfielen. Die Polizei nahm den angetrunkenen Täter mit.

07.03.2019

Rosenmontag in Friesack: der einzige Karnevalsumzug in der Region startete auch bei Wind und Wetter einigermaßen pünktlich. Darum erstritt sich die Sonne schnell wieder die Vormacht.

04.03.2019