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Nennhausen Mehr Busse an Werktagen und am Wochenende
Lokales Havelland Nennhausen Mehr Busse an Werktagen und am Wochenende
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15:25 27.07.2018
Havelbus soll im Westhavelland engere Takte fahren. In Nennhausen wurde das Konzept vorgestellt. Quelle: Tanja M. Marotzke
Nennhausen

Ilka Lenke macht sich nichts vor. Das neue Buskonzept für das Westhavelland kostet mehr Geld und letztendlich zahlen alle Gemeinden über die Kreisumlage mit. Aber in diesem Falle sei das in Ordnung. „Das ist eine Leistung, die in den Städten und Gemeinden bei den Bürgern ankommt.“

Mehrere Linien im Amt

Am Donnerstag hatte sie die Bürgermeister aus den Gemeinden des Amtes zu sich ins Amtszimmer eingeladen, um über das Konzept, das seit einigen Wochen vorliegt, zu berichten. Vier Buslinien durchqueren das Amtsgebiet und verbinden die Dörfer mit den wichtigsten Städten in der Region. Für die Schüler wird insbesondere die Linie 680 mit vier zusätzlichen Touren wichtig. Auch auf der Linie 681 gibt es mehr Fahrten – derzeit ist von zwei Touren die Rede. Die Linie 683 wird ebenfalls mit zusätzlichen Takten bestückt.

„Das ist auf jeden Fall eine Verbesserung und ermögliche die Anbindung an die Städte Nauen und Rathenow, sagt Ilka Lenke. Nicht ganz gelungen finden die Bürgermeister mit der Amtsdirektorin die Abstimmung auf die Abfahrtzeiten der Regionalbahn in Rathenow, Nennhausen und Buschow. Das werde man in einer Stellungnahme deutlich machen.

Die Nennhausener Amtsdirektorin Ilka Lenke und die Bürgermeister aus den Dörfern haben über das neue Buskonzept, das der Kreis vorgelegt hat, beraten. Grundsätzlich gibt es viel Lob. Quelle: Joachim Wilisch

Besonders wichtig ist das neue Konzept für Schülerinnen und Schüler. Deren Meinung will Ilka Lenke gesondert erfahren. „Wir haben einen Fragebogen entwickelt, mit dem die Jugendlichen, die weiterführende Schulen in den Klassen 7 bis 10 besuchen, ihre Ansicht zu dem Konzept äußern können“, sagt Ilka Lenke. Jeder Jugendliche erhalte vom Amt Post und könne dann die Antwort direkt an den Landkreis oder wieder an das Amt schicken.

Für Jugendliche in den Klassen 11 und 12 gebe es weniger Bedarf, glaubt die Amtsdirektorin. „Da gibt es Gruppen, die sich schon anderweitig organisieren, wenn sie irgendwo hin wollen.“ Ähnliches gelte für viele Erwachsene. Schließlich habe jeder gelernt, mit den wenigen Busverbindungen, die es gibt, zu leben.

Und nach Brandenburg?

Das Amt wird seine Stellungnahme im kommenden Monat abschließen. Ein Thema berührt die Nennhausener hier, das anderswo gar keine Rolle spielt. „Von Barnewitz nach Brandenburg sind es gerade mal zwölf Kilometer Luftlinie aber Busverbindungen gibt es nicht“, sagt Michael Spieck. Er ist Amtsausschussvorsiotzender und kritisiert: „Die Kreisgrenze ist hier ein echtes Hindernis.“

Ob die neuen Busverbindungen gut angenommen werden, das vermag Ilka Lenke nicht zu prophezeien. „Man wird das erst einmal eine Weile durchhalten müssen und dann sehen.“ Gut sei aber auch, dass das Rufbusangebot verbessert werde – insbesondere für diejenigen, die am Abend mit dem Zug zu Kulturveranstaltungen nach Berlin fahren.

Von Joachim Wilisch

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